Abfahrt der Herren in Wengen: Marco Odermatt siegt bei Schweizer Festspielen - Franjo von Allmen wird Zweiter
Update 18/01/2025 um 15:01 GMT+1 Uhr
Marco Odermatt hat den Abfahrts-Klassiker in Wengen gewonnen. Der Schweizer Ski-Dominator war trotz eines Fehlers kurz vor dem Ziel nicht zu schlagen und siegte mit 0,37 Sekunden Vorsprung vor Landsmann Franjo von Allmen, der am Vortag im Super-G noch triumphiert hatte. Dritter wurde Miha Hrobat aus Slowenien. Der Österreicher Vincent Kriechmayr stürzte bei der Lauberhornabfahrt indes schwer.
Odermatt überragt in Wengen: "This is my house!"
Quelle: Eurosport
DSV-Abfahrer Romed Baumann kam nach einem - immerhin glimpflichen - Sturz ebenfalls nicht ins Ziel.
Der zweite deutsche Starter, der ehemalige Junioren-WM-Dritte Louis Vogt, belegte nach 45 Fahrern den 27. Platz.
Für Odermatt, der unmittelbar nach der Zieldurchfahrt mit "Odi, Odi"-Sprechchören gefeiert wurde, war es der dritte Triumph am Lauberhorn nach seinen beiden Siegen im Vorjahr, er zog damit gleich mit Landsmann Beat Feuz und Österreichs Ski-Kaiser Franz Klammer. "Es ist ein Traumtag", sagte Odermatt und ergänzte: "Für jeden Schweizer ist es ein Traum hier zu fahren, wenn man das Rennen auch noch gewinnen darf, das sind große Emotionen."
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Wilder Sturz von Kriechmayr weckt böse Erinnerungen: "Ähnlich wie Kilde"
Quelle: Eurosport
Die Skirennläufer aus der Schweiz haben bei ihrem Heimspiel in Wengen das Lauberhorn zum Beben gebracht. Superstar Marco Odermatt siegte auf der längsten Abfahrtsstrecke im Weltcup mit Rekordzeit vor seinem Mannschaftskollegen Franjo van Allmen, der am Vortag den Super-G gewonnen hatte. Es war im vierten Abfahrtsrennen der Saison der vierte Schweizer Doppelsieg - und der erste am Lauberhorn. Die 40.000 Zuschauer am Berg und im Ziel sahen allerdings auch zwei schwere Unfälle.
Gesamtweltcupsieger Odermatt, am Vortag im Super-G Siebter, benötigte für die 4450 Meter lange Strecke, auf der Geschwindigkeiten von mehr als 150 km/h erreicht werden, 2:22,58 Minuten. Van Allmen lag +0,37 Sekunden zurück. Rang drei belegte der erneut starke Slowene Miha Hrobat (+0,57). Insgesamt blieben zehn Starter unter dem bisherigen Streckenrekord von Kristian Ghedina aus Italien aus dem Jahr 1997 (2:24,23).
Kriechmayr nach Sturz angeschlagen
Die extremen Herausforderungen der kraftraubenden Strecke wurden unter anderem einem der Routiniers zum Verhängnis. Kurz vor der Zielkurve nach knapp 4400 Metern wurde der mit Nummer acht gestartete Österreicher Vincent Kriechmayr an einer im Schatten liegenden Welle ausgehoben, er flog ins Fangnetz. In den Zielraum konnte der Doppel-Weltmeister von 2021 selbst fahren, verließ ihn aber offenbar wegen einer Verletzung am rechten Knie gestützt von Betreuern.
Kriechmayr wurde aus dem Zielraum mit dem Hubschrauber ausgeflogen, Blaise Giezendanner musste ebenfalls mit einem Helikopter direkt von der Strecke abtransportiert werden. Der Franzose erwischte einen Schlag, schwang anschließend ab und hielt sich das Knie.
Allem Anschein nach mit dem Schrecken davongekommen ist der norwegische Shootingstar Fredrik Möller, dem die gleiche Passage wie Giezendanner zum Verhängnis wurde. Möller überschlug sich, stand aber anschließend sofort wieder auf und stapfte von der Unfallstelle.
Die teils langen Pausen am Zauberhorn sorgten dafür, dass die späteren Starter bei deutlich schlechterer Sicht das Rennen in Angriff nehmen mussten. Umso höher ist der achte Platz des Schweizers Lars Rösti (+1,27) einzuordnen.
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(mit SID)
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Das gab es so noch nie! Kamerafahrt zu dritt bei Abfahrt in Wengen
Quelle: Eurosport
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