Schweizer Ski-Ass Wendy Holdener spricht erstmals über im Februar verstorbenen Bruder: "Kevin wäre stolz auf uns"
Publiziert 04/10/2024 um 16:40 GMT+2 Uhr
Wendy Holdener hat etwas mehr als sieben Monate nach dem Tod ihres Bruders Kevin erstmals öffentlich über ihren Verlust gesprochen. "Meistens geht es mir ziemlich gut. Den Prozess der Trauer hat jeder auf eine andere Art", sagte die Schweizerin gegenüber dem "Blick". Sie sei jedoch glücklich, "wie meine Familie das gemeistert hat, wie wir uns unterstützt und geholfen haben", so Holdener.
Wendy Holdener spricht erstmals über ihren zu Beginn des Jahres verstorbenen Bruder
Fotocredit: Getty Images
"Ich glaube, Kevin wäre sehr stolz auf uns", ist sich die 31-Jährige sicher. Der Bruder von Holdener war im Februar im Alter von nur 34 Jahren nach langem Kampf gegen den Krebs gestorben. Bereits mit 20 Jahren hatte Kevin Holdener erstmals die Diagnose erhalten.
"Er war nie geheilt, das Thema war darum immer präsent", erzählte nun Wendy Holdener. Ihr Bruder und zugleich Manager habe maximal zwei Jahre lang Ruhe gehabt, "aber danach war er immer in Therapie".
Dennoch wollte der Schweizer anderen Mut machen, wie Holdener erklärte. Daher wird am 24. Oktober eine Dokumentation ausgestrahlt. Ein Filmteam begleitete die dreimalige Weltmeisterin in den vergangenen Monaten.
"Die Idee dazu entstand schon lange, bevor sich Kevins Zustand verschlechterte. Er hatte seit Beginn seiner Krankheit Go-Pro-Videos gemacht. Dabei ging es auch um die Themen: Kampf um das Leben, Kampf um Hundertstel und das Tabuthema Tod. Es ist eine sehr persönliche Doku, wo alles erzählt wird", so Holdener.
Jeder Mensch habe einen Rucksack zu tragen. "Man weiß nie, wer sich mit welchen Problemen rumschlägt, und ich glaube, das sieht man auch im Film." In manchen Momenten würden ihre Gedanken zu ihrem Bruder abschweifen, auch im Training: "Bilder kommen hoch. Aber es gibt Tage, an denen ich nicht weine. Aber er fehlt mir immer."
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