Viktoria Rebensburg nimmt Veranstalter nach Zermatt-Rennabsagen in die Pflicht: "Es gibt viel Spielraum für Diskussion"

Die Veranstalter der Weltcup-Rennen in Zermatt/Cervinia haben am Wochenende ein Debakel erlebt. Nachdem bereits die Herren-Rennen abgesagt wurden, fielen auch die Abfahrtsrennen der Damen starken Böen zum Opfer. Acht Rennen, acht Absagen - eine ernüchternde Bilanz der Weltcups am Matterhorn in den letzten zwei Jahren. "Es gibt viel Spielraum für Diskussion", weiß auch Viktoria Rebensburg.

Rebensburg über Matterhorn-Absagen und Dürrs starken Auftakt

Quelle: Eurosport

"Die Verantwortlichen müssen sich dem stellen, weil es aus dem Athleten Lager kontroverse Meinungen dazu gibt", erklärte Viktoria Rebensburg nach den Absagen am Wochenende im Eurosport-Interview.
So schön das Event am Matterhorn auch sei, müssten die Veranstalter doch einiges aufarbeiten. "Es ist eine schwierige Geschichte und ich glaube schon, dass es viel Redebedarf gibt", sagte die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010.
Bereits im vergangenen Winter waren bei der geplanten Premiere im November jeweils zwei Abfahrten für Damen und Herren ausgefallen. Auch dieses Jahr konnte aufgrund von Wind und Schnee kein Rennen durchgeführt werden - eine Katastrophe für den Veranstalter.
"Wenn man sich den Wettkampfkalender anschaut, macht es am Ende der Saison schon mehr Sinn", findet Rebensburg. "Jetzt bestreiten die Athleten normalerweise die Vorbereitung in Copper Mountain in Amerika." Da die Schnee-Bedingungen auf den europäischen Gletschern im Herbst nahezu kein Speed-Training mehr ermöglichen, sei die Vorbereitung in den USA mittlerweile von "sehr hoher Wertigkeit", so die Eurosport-Expertin. Die Rennen in Zermatt/Cervinia werden von den Athleten daher als "sehr schwierig" angesehen.

Traum-Saisonstart für Dürr

Während Kira Weidle noch auf ihren Weltcup-Auftakt warten muss, konnte Lena Dürr im finnischen Levi bereits mit zwei Podestplätzen glänzen. "Es war ein Traum-Saisonauftakt für sie", freute sich Rebensburg über ihre ehemalige Teamkollegin.
Es sei für einen Athleten das Allerwichtigste, gut in die Saison zu starten, weiß die 34-Jährige. Nach einem langen Sommer wisse keine Fahrerin, wo sie stehe.
Rebensburg traut Dürr in der neuen Saison viel zu: "Ich glaube es kann wirklich was gehen, auch dass sie Mikaela [Shiffrin, Anm. d Red.] und Petra [Vhlova, Anm. d. Red.] kitzeln kann."
Am 25. und 26. November geht es für die Damen in den USA weiter. In Killington steht ein Riesentorlauf und ein Slalom an.
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Quelle: Eurosport

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