Olympia 2026: Schweizer Fahnenträgerin und Skicrosserin Smith enttäuscht - "Vom olympischen Geist spüre ich nichts"
VonFelix Mattis
Publiziert 20/02/2026 um 09:43 GMT+1 Uhr
Drei Tage nachdem der deutsche Alpin-Skifahrer Linus Straßer im Eurosport-Interview bereits seinen Unmut über die Atmosphäre bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina zum Ausdruck gebracht hatte, hat nun die Schweizer Skicrosserin Fanny Smith nachgelegt. "Vom olympischen Geist spüre ich hier in Livigno leider nichts", sagte sie laut dem Blick.
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Quelle: Eurosport
Die 33-jährige Smith, die bei der Eröffnungsfeier die Schweizer Fahne getragen hatte, gewann vor acht Jahren im koreanischen Pyeongchang und auch 2022 in Peking jeweils Bronze im Skicross.
Besonders gern erinnere sie sich an die Medaillenvergabe bei der separierten "Medal Ceremony" am Abend, erzählte sie nun. Die fehlt in diesem Jahr, die Medaillen werden schon direkt nach den jeweiligen Events am Ort des Geschehens ausgehändigt.
"Es gibt ja sogar eine kleine Bühne, wo man das problemlos hätte durchführen können", meinte Smith mit Blick auf den Ort Livigno, wo die Freestyle-Wettbewerbe ausgetragen werden.
Allerdings waren die abendlichen Zeremonien in anderen Jahren für andere Sportler auch eine logistische Herausforderung – für die nämlich, die in mehreren Disziplinen antreten und nach einem Medaillengewinn den Fokus daher eher auf Regeneration als direkte Feierlichkeiten verlegen wollten.
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Fanny Smith trug die Schweizer Fahne bei der Eröffnungsfeier der Winterspiele 2026
Fotocredit: Getty Images
Doch Smith bemängelte noch mehr. Ihr fehle zum Beispiel auch eine Tribüne an der Strecke der Skicrosser. "Das finde ich sehr schade", so die Schweizerin, für die sich die olympische Enttäuschung auch sportlich fortsetzt:
Der Kurs sei Olympia nicht würdig, meinte sie. "Nichts Besonderes. Kaum Schwierigkeiten", würden auf die Athleten und Athletinnen in Livigno warten. Es sei "traurig, dass für Olympia ein so einfacher Kurs gebaut wurde".
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Nach dem Slalom in Bormio hatte auch Straßer bereits deutliche Kritik an der Organisation und der Atmosphäre bei diesen Winterspielen geäußert.
"Es ist absolut steril", sagte er da am Eurosport-Mikrofon und ergänzte knallhart: "Das Beste an den Spielen hier in Bormio ist eigentlich, dass ich jetzt merke, dass die Spiele in Peking gar nicht so schlecht waren."
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Exklusiv - Straßer kritisiert Olympia: "Das Erlebnis ist einfach nicht gut"
Quelle: Eurosport
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