Olympia 2026 - Ski Freestyle: Daniela Maier zwischen Goldjubel und leichtem Frust - Kritik an Organisation

Die Glücksgefühle über das soeben gewonnene Olympia-Gold waren kaum verarbeitet, da blickte Daniela Maier schon wieder kampfeslustig in die Zukunft. "Ich werde weitermachen", kündigte die Skicrosserin nach dem größten aller ihrer bisherigen Siege an, "ich freue mich unheimlich aufs Rennen fahren." Allerdings stimmte sie der Kritik von Linus Straßer an der Organisation der Spiele zu.

Olympiasiegerin! Maier schnappt sich Gold im Skicross

Quelle: Eurosport

Selbst an ihrem persönlich "Traumtagerl" in Livigno lief nicht alles glatt: "Nach dem Seeding Run wollte ich kurz Kontakt zu meiner Familie aufnehmen, das war leider nicht möglich", kritisierte Maier die große Distanz zwischen Ziel- und Zuschauerbereich im Livigno Snow Park.
Ähnlich hatte sich zuvor bereits der deutsche Skirennläufer Linus Straßer über die Situation in Bormio geäußert, "da muss ich ihm Recht geben", sagte Maier: "Das ist sehr, sehr schade gewesen, dass man so eine große Distanz zu den Fans hat."
Motivationsprobleme für den Rest der Saison habe sie keine. "Wir werden wieder Weltcup für Weltcup Gas geben und hoffentlich gute Battles haben", ist die Deutsche überzeugt.
Vorerst wolle sie jedoch einfach versuchen, "den Tag zu genießen", erklärte Maier, die ihre Goldmedaille kaum noch loslassen wollte: "Sie sieht sehr schön aus und gefällt mir sehr gut", lautete ihre Liebeserklärung für das soeben gewonnene Edelmetall: "Sie ist sehr schwer, ähnlich wie die damals in Peking, aber sie glänzt natürlich viel schöner in Gold." 2022 hatte sie Bronze gewonnen.
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Gold-Crosserin Maier im Exklusiv-Interview: "Der Schlüssel ist..."

Quelle: Eurosport

Dass manche ihrer Siegerfotos einen kleinen Makel hatten, konnte Maier leicht verschmerzen. "Das sieht man?", fragte sie über ihre rote Zunge und klärte lachend auf: "Ich war davor ja ein bisschen krank und musste einfach schauen, dass ich den Hals ein bisschen geschmeidig halte. Deswegen gab es ein paar Halslutschtabletten."
Und auch bei der Siegerehrung ging was "schief", wie sie erzählte. "Ich dachte, wir gehen da mit den Skischuhen auf das Podium", sagte sie, doch es waren andere gefragt. Weil ihr Paar "in der Athlete's Lounge, voll weit entfernt" lagen, schnappte sie sich kurzerhand die Schuhe von Sportdirektor Heli Herdt. "Größe 42, ein bisschen zu groß, aber für den einen Sprung hat's gepasst", sagte sie im "ZDF".
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Bohnacker erklärt Maiers Gold-Coup: "Mit allen Wassern gewaschen"

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Neben der Goldmedaille aufzuwachen, empfand die 29-Jährige dann als "verrückt, irre, absolut crazy" - wirklich realisiert hatte Maier ihren Triumph vom Vortag noch immer nicht. "Dafür brauche ich bestimmt auch noch ein paar Tage", mutmaßte sie.

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Olympiasiegerin Maier am Morgen danach: "Noch immer surreal"

Quelle: Eurosport


DSV-Männer wollen nachlegen

Nun kann sich Maier ganz auf ihre vollständige Genesung konzentrieren - und aufs Daumendrücken: Am Samstag steht die Entscheidung der Männer an, ab 12:00 Uhr (live bei Eurosport und HBO Max) wollen Florian Fischer, Tim Hronek, Cornel Renn und Florian Wilmsmann ihrer Teamkollegin nacheifern. Insbesondere Wilmsmann, der im Gesamtweltcup derzeit Rang drei belegt, und Hronek haben realistische Medaillenaussichten.
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Olympiasiegerin Maier am Morgen danach: "Noch immer surreal"

Quelle: Eurosport

Und danach? Ihr Gold, sagte Maier, bedeute "sehr viel für den Sport, auch weil wir uns noch weiterentwickeln möchten". Die erste deutsche Skicross-Olympiasiegerin will dabei helfen, dass ihr "cooler Sport öfter übertragen wird und wir viele Zuschauer und Nachwuchs generieren können".
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(SID)
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