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Peter Prevc feiert Rekord-Sieg, Severin Freund beim Saisonfinale Siebter
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Publiziert 20/03/2016 um 12:08 GMT+1 Uhr
Skisprung-Weltmeister Severin Freund hat beim letzten Wettbewerb der Saison eine Podestplatzierung klar verpasst. Beim Abschluss-Fliegen in Planica reichte es für den 27 Jahre alten Niederbayern nur zu Platz sieben. Der Sieg ging an den slowenischen Lokalmatadoren Peter Prevc, der mit seinem 15. Erfolg in diesem Winter eine neuen Bestmarke aufstellte.
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Freund verabschiedete sich sichtlich geschafft in den Urlaub, der nimmermüde Prevc stimmte derweil unter Freudentränen mit tausenden Landsleuten das berühmte Planica-Lied an: Beim historischen 15. Saisonsieg des Slowenen beim Weltcup-Finale war für Skisprung-Weltmeister Freund auf dem Letalnica-Flugbakken nicht mehr als ein siebter Platz drin.
Nach Flügen auf 227,0 und 225,0 m lag Freund 16,5 Zähler und damit knapp 14 Meter hinter dem drittplatzierten Norweger Johan Andre Forfang - auf den letzten Metern einer langen Saison fehlte dem 27 Jahre alten Niederbayern der nötige Punch.
Drei Saisonsieg für Freund
Für Freund blieb es damit bei drei Saisonsiegen, der letzte davon liegt allerdings fast drei Monate zurück: Am 29. Dezember gewann der frühere Skiflug-Weltmeister das Auftaktspringen der Vierschanzen-Tournee.
Der erneut in einer eigenen Liga fliegende Prevc setzte sich am Sonntag nach Flügen auf 238,0 und 241,5 m mit 435,0 Punkten vor seinem Landsmann Robert Kranjec (420,4) durch, der den zweiten Wettbewerb am Freitag gewonnen hatte. Zweitbester Deutscher war zum Abschluss Richard Freitag (Aue) als Elfter (221,0+227,0 m).
Prevc löst Schlierenzauer ab
Rund 20.000 Prevc-Fans verneigten sich im Tal der Schanzen vor ihrem "König Peter", der in diesem Winter neue Maßstäbe gesetzt hat. 15. Saisonsiege feierte Prevc löschte damit die Bestmarke von Gregor Schlierenzauer aus dessen Traumsaison 2008/09 (13) aus. Schlierenzauer stellte damals mit 2083 Saisonpunkten eine weiteren Rekord auf, den Prevc nun mit 2303 Punkten pulverisierte.
813 Punkte lag der Slowene im Gesamtweltcup vor dem zweitplatzierten Titelverteidiger Freund - der größte Vorsprung in der Geschichte des Wettbewerbs (seit 1979), ein Jahr nach der historisch knappsten Entscheidung, als Freund vor dem punktgleichen Prevc gesiegt hatte. Und vor allem: Prevc gewann Vierschanzentournee, WM-Gold im Fliegen, Gesamtweltcup und Flug-Weltcup - dies war zuvor noch niemandem in einer Saison gelungen.
Absolut chancenlos waren die DSV-Adler am Samstag im Teamfliegen gewesen, als Fünfte beim Sieg der überlegenen Norweger fehlten dem deutschen Quartett selbst zu den drittplatzierten Österreichern rund 95 Punkte und damit umgerechnet zehn Meter pro Sprung. "Wir haben für diese Schanze schlichtweg zu wenig Substanz", sagte Bundestrainer Werner Schuster.
Insgesamt enttäuschende Saison
Nüchtern betrachtet war es eine insgesamt enttäuschende Saison für die deutschen Skispringer, die als Titelverteidiger in der Nationenwertung nur Dritter wurden. Drei Saisonsiege, allesamt durch Freund, sind die schlechteste Bilanz seit 2011/12. Im Vorjahr hatten Freund (9) und Richard Freitag (2) noch für elf Siege gesorgt. Auch 2012/2013 (vier) und 2013/2014 (sechs) waren die DSV-Adler erfolgreicher gewesen.
Freitag schaffte es in diesem Winter nicht ein einziges Mal aufs Podium. Neben dem konstanten Freund erreichte nur Außeneiter Karl Geiger als Zweiter in Lahti eine Podestplatzierung. Enttäuschend lief die Saison vor allem für die Team-Olympiasieger von Sotschi - Freund ausgenommen: Andreas Wank bot zumeist Mittelmaß, Andreas Wellinger war in der zweiten Saisonhälfte ein Schatten seiner selbst, Marinus Kraus ein Totalausfall.
Kein deutscher Springer der ersten Reihe entwickelte sich weiter, in der Breite ist das Team zu dünn besetzt. Für Bundestrainer Schuster sollte die Saison vor der WM 2017 und Olympia 2018 ein absolut ernst zu nehmender Warnschuss sein.
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