"Es steht fest, dass der Angeklagte in der Zeit von 2013/2014 bis 2018/2019 in etwa 100 Fällen nach ausgefeilten Behandlungsmethoden zwölf Sportler gedopt hat", sagte Staatsanwalt Kai Gräber. Die Strafe sei wegen unerlaubten gewerbsmäßigen Anwendens von Arzneimitteln sowie in 24 tatmehrheitlichen Fällen wegen unerlaubten gewerblichen Anwendens von Arzneimitteln auszusprechen.

Die Anwälte von Mark S. plädierten für eine Aufhebung des Haftbefehls. Ihr Mandant habe bereits fast zwei Drittel einer aus ihrer Sicht angemessenen Strafe von rund drei Jahren abgesessen, der Rest wäre nach ihrer Meinung auf Bewährung zu verhängen. Zudem wehrten sie sich gegen das Berufsverbot. "Es kam zu keiner Zeit zu einem Verstoß gegen die ärztlichen Grundsätze", sagte Anwalt Alexander Dann.

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Am 27. Februar 2019 fanden im Rahmen der Operation Aderlass Razzien bei der nordischen Ski-WM in Seefeld und in Deutschland statt. Fünf Sportler und zwei Tatverdächtige wurden festgenommen. Mark S. sitzt seit Februar 2019 in Untersuchungshaft, die Zeit wird auf seine Haftstrafe angerechnet.

Für den Komplizen Dirk Q. forderte die Staatsanwaltschaft eine Gesamtstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten. Die weiteren Mittäter wie Krankenschwester Diana S. (zwei Jahre), Rettungssanitäter Sven M. (ein Jahr und sechs Monate) sowie Ansgard S., Vater von Mark S. (ein Jahr), sollen mit Bewährungsstrafen davonkommen.

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(SID)

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