Johannes Hösflot Kläbo äußert sich zu Gründen für Norwegen-Aus: "Es fühlt sich richtig an"

Norwegens Langlaufstar Johannes Hösflot Kläbo hat seine Entscheidung erklärt, das norwegische Nationalteam zu verlassen und seinen Platz im Kader einem Kollegen zu überlassen. Gegenüber "NRK" erklärte der 26-Jährige: "Je mehr Zeit vergeht, desto zuversichtlicher fühle ich mich, was die Wahl angeht. Es fühlt sich richtig an." Bei seiner Entscheidung hätten mehrere Faktoren eine Rolle gespielt.

Johannes Hösflot Kläbo

Fotocredit: Imago

"Darunter auch die Art und Weise, wie die Mannschaftskameraden behandelt werden. Das kann besser werden, und ich denke, es war die richtige Entscheidung", so Kläbo.
Der Norweger meinte weiter: "Das Modell der Nationalmannschaft soll das sportlich und wirtschaftlich Beste sein. Aber in meinem Fall wäre die Nationalmannschaft in finanzieller Hinsicht das Beste, aber nicht in sportlicher, und das ist besorgniserregend."
Es fehle "ein klarer Plan, und das mit der Höhe ist ein Punkt. Es gibt mehrere Faktoren, die hier ins Spiel kommen."
Eine genaue Idee für sein Training hat Kläbo erst einmal nicht. "Um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung. Das Einzige, was ich weiß, ist, dass ich in die Höhe gehen werde. Jetzt müssen wir den Mai vernünftig nutzen und einen guten Plan machen", sagte der fünfmalige Olympiasieger.

Northug unterstützt Kläbo

Auch Kläbos Landsmann Petter Northug, der 2013 einen ähnlichen Schritt ging, hält die Entscheidung, die die Langlaufwelt vergangene Woche überraschte, für richtig.
"Ich denke, es gab einige Probleme, die das 'Team Kläbo' ein wenig irritiert und gestört haben, und es gab eine schlechte Kommunikation. In den letzten zwei Jahren hat Johannes viel an der Spitze gestanden und sich vielleicht ein wenig vom Rest des Teams entfernt, und dann denke ich auch, dass es richtig ist", sagte jetzige TV-Experte zu "NRK".
Dennoch warnte Northug vor einigen Hürden: "Auf ihn wartet in den kommenden Monaten eine turbulente Zeit. Er muss im November zurückkehren und eine Vertretungsvereinbarung treffen. Auch wenn er sich jetzt zurückgezogen hat, gibt es noch viel zu tun, bevor er beim ersten Weltcuprennen im November für die Nationalmannschaft antreten kann."
Sportler, die nicht im Nationalteam trainieren, aber Norwegen bei Weltcups und Meisterschaften vertreten, müssen einen solchen Vertrag unterzeichnen.
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Kläbo, wer sonst? Das Klassik-Sprint-Finale von Lathi

Quelle: Eurosport

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