Simen Hegstad Krüger über Konflikte im Nationalteam von Norwegen: "Hätten damit fertig werden sollen"

Skilangläufer Simen Hegstad Krüger ist der Meinung, die Konflikte innerhalb der norwegischen Langlauf-Nationalmannschaft hätten schon längst aus der Welt geräumt werden müssen. "Idealerweise hätten wir all diese Konflikte jetzt lösen und damit fertig werden sollen", gestand der 30-Jährige bei "Discovery" und fügte anschließend hinzu: "Das wäre das Beste für alle gewesen, auch für uns."

Simen Hegstad Krüger (l.) und Johannes Hösflot Kläbo

Fotocredit: Getty Images

Anfang des Jahres hatte sich Johannes Hösflot Kläbo geweigert, Teil der norwegischen Nationalmannschaft zu sein, und äußerte sich im Anschluss über die schlechte Behandlung mehrerer Teammitglieder vonseiten des Verbandes.
Außerdem soll er sowie die beiden Alpin-Asse Lucas Braathen und Aleksander Aamodt Kilde ihrem eigenen Verband den Kampf wegen eines Streits über Bildrechte angesagt haben.
Vegard Arntsen, Geschäftsführer von "Sponsor Insight", erklärt im Discovery-Podcast "Indre Bane", dass es in diesem Fall schlicht um Geld geht: "Es geht einfach darum, dass die Ahtleten die Kontrolle über die verschiedenen Arten von Einkommen haben wollen, die sie erzielen können."
Trotz der Unruhe um Kläbo und Co. betonte Krüger, dass man sich auf das Skifahren konzentrieren wolle. "Wir sind nicht wirklich betroffen. Wir schaffen es ganz gut, uns auf uns und unsere Sache zu konzentrieren", erklärte der Norweger.

Kläbo-Teilnahme beim Weltcup-Auftakt unklar

Die Hoffnung, dass die Konflikte bis zum Beginn der Ski-Saison Geschichte sind, hat der Distanzläufer noch nicht aufgegeben. "Wir können nur hoffen, dass er noch vor Beginn des Skirennsports in diesem Winter beigelegt werden kann", sagte Krüger, der hinzufügte: "Dass wir uns dann auf das konzentrieren können, was eigentlich unser Job ist: So schnell wie möglich Ski zu fahren."
Ob der eigentliche Hoffnungsträger Kläbo beim Weltcup-Auftakt in Ruka am 24. November an den Start gehen wird, ist unklar, da der 26-Jährige keine Vertretungsvereinbarung unterschrieben hat. Diese wäre allerdings von Nöten, um in Finnland mit um die schnellste Zeit zu laufen.
"Wenn du zur Nationalmannschaft gehörst, bist du ein ganzjähriger Repräsentant, der verpflichtet ist, den Sponsoren der Nationalmannschaft gegenüber loyal zu sein. Aber dann hat man einen Vertretungsvertrag, was bedeutet, dass man nur für die Wettkämpfe verpflichtet ist, an denen man teilnimmt, und etwa eine Woche um diese Wettkämpfe herum", bringt Insight-Geschäftsführer Arntsen die vertragliche Situation auf den Punkt.
In der Praxis sei man "nur während der Wettkampfsaison daran gebunden, aber den Rest des Jahres kann man seine eigenen Sponsoren haben". Zuletzt hatten sich mehrere Athleten in den Medien über die schlechte Kommunikation mit dem Verband geäußert. Einige kritisierten, sie fühlten sich ignoriert und nicht respektiert.
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Quelle: Eurosport

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