Olympia 2026 - Skilanglauf: Coletta Rydzek und Laura Gimmler holen im Teamsprint Bronze, Gold geht an Schweden

Die deutschen Skilangläuferinnen haben das nächste kleine olympische Teamsprint-Märchen geschrieben: Laura Gimmler und Coletta Rydzek gewannen am in Val di Fiemme überraschend Bronze und holten vier Jahre nach dem Sensations-Gold von Katharina Hennig Dotzler und Victoria Carl bei den Winterspielen in Peking 2022 die erlösende erste Medaille für die deutsche Langlauf-Auswahl in Norditalien.

Bronze für Deutschland! Rydzek kocht Drivenes im Zielsprint ab

Quelle: Eurosport

Nach dem Traumsprint ins bronzene Glück fielen sich Coletta Rydzek und Laura Gimmler mit lautem Jubelgebrüll um den Hals - und Bundestrainer Peter Schlickenrieder standen wie vier Jahre zuvor die Tränen in den Augen: Die deutschen Skilangläuferinnen haben dem Gold-Wunder von Peking das Medaillen-Märchen von Tesero folgen lassen und nach bislang so frustrierenden Winterspielen den erlösenden Durchbruch geschafft.
"Ich wusste, dass ich alles raushauen muss, damit unser Traum wahr wird. Jetzt bin ich einfach so happy. Diese Medaille ist für alle im Team", sagte Rydzek nach dem bravourös erkämpften dritten Platz im olympischen Teamsprint, der wie beim Sensations-Erfolg 2022 von Katharina Hennig Dotzler und Victoria Carl zum deutschen Festtag wurde.
Während Norwegens Superstar Johannes Hösflot Kläbo mit seinem zehnten Gold weiter Wintersport-Geschichte schrieb, fielen den Verantwortlichen im deutschen Team tonnenschwere Steine vom Herzen.
"Ich konnte kaum hinschauen, aber Coletta kann man auf der Zielgeraden voll vertrauen", sagte Gimmler, die beim vierten Platz in der Staffel noch eingebrochen und hernach untröstlich gewesen war: "Wir standen so brutal unter Druck. Wir haben diese Nacht beide nicht geschlafen, Coletta hat sich ein paar mal übergeben. Aber das ist jetzt alles egal."

Rydzek feiert mit Bruder

Im Ziel lagen sich Rydzek und ihr Bruder Johannes schluchzend in den Armen. "Solche Geschichten schreibt nur Olympia. Da sind schon einige Tränen geflossen", sagte der zweimalige Kombinations-Olympiasieger, der in Val di Fiemme noch ohne Medaille ist.
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"Schau was da abfällt": Gimmler/Rydzek bekommen ihr Bronze

Quelle: Eurosport

Gimmler und Rydzek hatten in der Qualifikation am Morgen viel Kraft gelassen, zeigten dann aber im Finale ein mutiges Rennen und kämpften bis zuletzt um den Anschluss.
Rydzeks Beine waren frisch genug, um in der entscheidenden Phase dagegenzuhalten. Im einem hektischen Finish mobilisiere die 28-Jährige die letzten Kräfte.
"So viel wie heute habe ich glaube ich noch nie gefühlt! Die Anspannung war so hoch. Zu wissen, dass es möglich ist, hat uns glaube ich noch mehr unter Druck gesetzt. Ich bin so froh, dass wir das geschafft haben - unbeschreiblich", sagt Rydzek im Interview mit Eurosport.
Für Rydzek ist die Bronzemedaille eine echte Genugtuung. Sie widmete die Medaille ihrem Team: "Das ganze Team hat sich hier den Arsch aufgerissen und es wurde immer leicht nicht belohnt - wir hatten nicht das Quäntchen Glück die letzte Woche. Deswegen ist die Medaille nicht nur für uns, sondern das ganze Team."
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Gimmler huldigt Rydzek: "So krass, was Du da gemacht hast!"

Quelle: Eurosport

Medaille für Gimmler "krass"

Anders als in der Staffel brach Gimmler diesmal nicht ein, wechselte nach ihrer letzten Runde als Vierte.
Ganz im Gegenteil, sie hielt den Anschluss an die Spitzentruppe: "Es ging los wie die Sau und ich habe versucht, so viel Kraft wie möglich zu sparen und wusste, dass es durch die Abfahrten immer wieder zusammenlaufen wird. Ich habe einfach gehofft, dass das aufgeht und ich auf der letzten Runde dann trotzdem nochmal mehr Gas geben kann. Das hat funktioniert", meine Gimmler nach dem Rennen ins Eurosport-Mikrofon.
Die 32-Jährige war nach dem Gewinn der Bronzemedaille überwältigt: "Dass wir jetzt wirklich eine Medaille haben - Farbe eigentlich egal - das ist so krass!
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Laura Gimmler und Coletta Rydzek gewinnen bei Olympia 2026 die Bronzemedaille im Team-Sprint

Fotocredit: Getty Images

Bei traumhaften Bedingungen zeigten die beiden Oberstdorfer Sprinterinnen einen Kampfgeist allererster Güte. Während vorne die schwedischen Topfavoritinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist früh für klare Verhältnisse sorgten und Gold vor der Schweiz holten, wehrten sich Gimmler und Rydzek vehement dagegen, abgehängt zu werden.
"Sie müssen jetzt schon kämpfen", sagte Schlickenrieder nach einem Renndrittel und ahnte Schlimmes. Doch seine Schützlinge wuchsen über sich hinaus. Rydzek rang schließlich in einem packenden Sprint die Norwegerin Julie Bjervig Drivenes nieder. Und im Zielraum freute sich auch Katharina Hennig Dotzler wie eine Schneekönigin.
Die Klassik-Spezialistin kam am Mittwoch für einen Start im freien Stil nicht infrage. Victoria Carl, die 2022 mit Hennig Dotzler im damals klassisch gelaufenen Wettbewerb Olympiasiegerin geworden war, fehlte nach einem positiven Dopingtest im vergangenen Jahr.

Nächste Show von Kläbo

Die nächste große Kläbo-Show riss danach die 9000 Zuschauer von den Sitzen. Der Ausnahmeläufer erreichte mit seinem Sieg an der Seite von Einar Hedegart zwei weitere Meilensteine. Der Rekord-Olympiasieger gewann im Teamsprint als erster Wintersportler seine zehnte olympische Goldmedaille. 
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Highlights: Nächste Gold-Party von Kläbo im Teamsprint

Quelle: Eurosport

Und mit seinem fünften Gold bei den laufenden Wettbewerben stellte Kläbo die Bestmarke des legendären US-Eisschnellläufers Eric Heiden ein, der 1980 in Lake Placid als einziger Wintersportler fünfmal triumphiert hatte.
Das deutsche Duo mit Jakob Moch und Jan Stölben verkaufte sich im Finale über sechs im Wechsel gelaufene 1,5-km-Runden teuer, landete schließlich auf dem neunten Platz - und schloss sich danach dem Bronze-Jubel um ihre Teamkolleginnen an.
(mit SID)
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Sturz im Sprint um Bronze! Finnin geht auf Zielgerade zu Boden

Quelle: Eurosport


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