Olympia 2026: Nadja Kälin schreibt mit Bronze Schweizer Skilanglauf-Geschichte - "... jetzt machst du es wie Kläbo"
VonLukas Fegers
Publiziert 22/02/2026 um 19:28 GMT+1 Uhr
Mit ihrer sensationellen Bronzemedaille über 50 Kilometer hat Skilangläuferin Nadja Kälin nicht nur die Schweiz, sondern auch sich selbst überrascht. "Ich kann es noch gar nicht fassen. Als Kind träumt man davon. Dann wirst du älter und denkst, das ist so weit weg. Heute laufe ich hier aufs Podest, ich weiß auch nicht", sagte die 24-Jährige nach ihrer Gala am letzten Tag der Olympischen Spiele.
Highlights: Andersson läuft zu Gold für Schweden über 50 Kilometer
Quelle: Eurosport
Als erste Schweizerin überhaupt gewann Kälin eine olympische Einzelmedaille im Skilanglauf - und dann direkt in der Königsdisziplin, die bei den Frauen erstmals über 50 Kilometer ausgetragen worden war.
"Es ist unglaublich. Ich hatte vor den Spielen auf ein Top-Acht-Resultat gehofft und jetzt gehe ich mit zwei Medaillen nach Hause", erklärte die Olympionikin im "SRF"-Interview. Zuvor war sie bereits im Freistil-Teamsprint zu Silber gelaufen.
Hinter Olympiasiegerin Ebba Andersson (Schweden) und Heidi Wenig (Norwegen), die sich deutlich abgesetzt hatten, war Kälin fast das gesamte Rennen über in der Verfolgergruppe geblieben, ehe sie rund zwei Kilometer vor dem Ziel attackierte. Nur die Norwegerin Kristin Austgulen Fosnäs konnte folgen, doch im Duell um Rang drei behielt die Schweizerin die Oberhand.
"Beim Zorzi-Anstieg habe ich gedacht, jetzt machst du es wie Kläbo. Ich habe es versucht - und es hat gereicht", sagte Kälin nach dem Rennen und verwies auf den norwegischen Dominator, der mit sechs Goldmedaillen bei diesen Winterspielen gleich mehrfach Olympia-Geschichte geschrieben hatte.
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Nadja Kälin (r.) gewann über 50 Kilometer sensationell Bronze.
Fotocredit: Getty Images
Kälin ohne Krämpfe über 50 Kilometer
Mit der "Marathon"-Strecke über 50 Kilometer, zu der sich unter anderem die deutsche Skilangläuferin Katharina Hennig Dotzler kritisch geäußert hatte, schien Kälin offensichtlich keine Probleme zu haben.
"Ich hatte überhaupt keine Krämpfe, für mich ging es relativ gut. Ich habe versucht, so locker wie möglich zu laufen", sagte die Schweizerin.
Das gelang, wie ihre historische Bronzemedaille am Sonntag eindrucksvoll zeigte.
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Quelle: Eurosport
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