Olympia 2026 - Langlauf: Kläbo startet Rekordjagd mit Gold im Skiathlon - Franzose im Glück

Norwegens Skilanglaufstar Johannes Hösflot Kläbo hat seine Rekordjagd bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina mit Gold im Skiathlon eröffnet. Der Rekordweltmeister triumphierte in Lago di Tesero im Skiathlon und holte seinen sechsten Olympiasieg. Silber holte überraschend der Franzose Mathis Desloges (+2,1 Sekunden) vor Norwegens Vizeweltmeister Martin Löwström Nyenget (+2,2).

Highlights: Kläbo dominiert im Skiathlon - Schlusssprint um Silber

Quelle: Eurosport

Bester Deutscher war Friedrich Moch auf Platz 26. Kläbo war beim Rennen über jeweils 10 km in der klassischen und freien Technik im Finale wie erwartet eine Klasse für sich und setzte sich am letzten kleinen Abstieg aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe ab.
"Das ist eine riesige Erleichterung. Ich bin in den vergangenen Tagen wirklich nervös gewesen", sagte Kläbo im Anschluss.
Der Ausnahmekönner könnte der große Abräumer der Spiele werden. "Er ist so perfekt, dass es unmenschlich wirkt", sagte die Schwedin Frida Karlsson, die am Samstag den Frauen-Skiathlon gewonnen hatte.
Glück hatte Silbermedaillengewinner Desloges. Der Franzose verfuhr sich kurz und verließ zwischenzeitlich als Führender die Strecke.

Disqualifikation wäre für Kläbo "zu hart gewesen"

Eine Disqualifikation stand im Raum, der 23-Jährige kam aber mit einer Gelben Karte davon. "Es war nur ein Fehler. Ich wollte keine Plätze gutmachen. Ich glaube nicht, dass es das Ergebnis beeinflusst hat. Ich möchte mich entschuldigen", sagte Desloges.
Auch Kläbo hielt eine Disqualifikation für zu hart: Wir alle sagten, dass es falsch war, dass er eine Abkürzung genommen hat", erklärte der frischgebackene Olympiasieger.
"Es ist nicht so, dass er dadurch viel gewinnt. Er liegt auf dem ersten Platz, wenn er die falsche Strecke nimmt, und gewinnt etwa eine Sekunde, aber es wäre zu hart gewesen, ihn zu disqualifizieren. Ich bin froh, dass ich nicht in der Jury sitze. Aber ich denke, eine gelbe Karte ist fair", resümierte der Superstar.
Es war nicht der einzige Vorfall beim Skiathlon. Zuvor stürzte Harald Ostberg Amundsen. Der Norweger kollidierte mit Savelli Korostelev und konnte so nicht mehr ins Medaillenrennen eingreifen.
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Diskussionen um Desloges: Franzose verlässt Strecke - und holt Silber

Quelle: Eurosport

Kläbo auf Rekordjagd

Im Sprint sowie beim Teamsprint und in der Staffel wäre alles andere als weitere Kläbo-Goldmedaillen eine Riesenüberraschung, auch über 10 und 50 km ist der Norweger der Favorit. Bei der WM 2025 in Trondheim gewann Kläbo alle sechs Langlauf-Titel der Männer.
Mit drei weiteren Goldmedaillen in Tesero würde Kläbo an seinen Landsleuten Marit Björgen, Björn Dählie und Ole Einar Björndalen (alle achtmal Gold) als Wintersportler mit den meisten Olympiasiegen vorbeiziehen.
Gut möglich, dass Kläbo sogar die legendäre Bestmarke von Eric Heiden erreicht oder übertrifft. Der US-Eisschnellläufer gewann 1980 in Lake Placid als bislang einziger Wintersportler fünfmal Olympia-Gold in einem Jahr.
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Drama um Amundsen: Norweger stürzt nach Kollision in Führungsgruppe

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Korostelev als neutraler Athlet Vierter

Der frühere Tour-de-Ski-Zweite Moch lief ein mutiges Rennen und zunächst in der Spitzengruppe mit, letztlich hatte er 2:25,3 Minuten Rückstand. "Ich kann mir nichts vorwerfen, ich habe alles gegeben", sagte der zuletzt im Weltcup schwache Moch: "Es ging wieder etwas besser als bei der Tour, auch wenn das Ergebnis nicht ganz so gut aussieht. Florian Notz wurde 28., Jakob Moch kam auf Platz 33.
Ein bemerkenswertes Rennen zeigte der als neutraler Athlet zugelassene Russe Korostelev. Der frühere Junioren-Weltmeister, der erst seit Dezember wieder im Weltcup starten darf, kämpfte lange um eine Medaille und wurde Vierter.
Peking-Olympiasieger Alexander Bolshunov war hingegen nicht am Start. Der Weltverband FIS hatte dem Russen den Status als neutraler Athlet verweigert, Bolshunov versuchte vergeblich, vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS sein Startrecht zu erstreiten.
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Kläbo erleichtert nach Olympia-Sieg: "Ich war wirklich nervös"

Quelle: Eurosport


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