Olympia 2026 - Skilanglauf: Dariya Nepryaeva "klaut" Katharina Hennig Dotzlers die Ski - Ärger beim deutschen Team
VonLukas Fegers
Update 22/02/2026 um 14:37 GMT+1 Uhr
Kurioser Vorfall beim 50-Kilometer-Rennen: Langläuferin Dariya Nepryaeva hat beim Wechsel nach knapp der Hälfte der Distanz versehentlich die Ski von Peking-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler genommen. Die Russin fuhr in Box 12, ihre Startnummer war aber die 14. Die deutschen Techniker mussten in Windeseile neue Ski für Hennig Dotzler präparieren - es gelang, doch der Ärger war groß.
Ski-Diebstahl! Nepryaeva wechselt in Hennig Dotzlers Box auf deren Ski
Quelle: Eurosport
"Meiner Meinung nach müsste man sie disqualifizieren", echauffierte sich Bundestrainer Peter Schlickenrieder im "ZDF"-Interview noch während des Rennens: "Man sieht, dass sie einen guten Ski unter sich hat. Und das geht nicht. Das ist als ob bei der Formel 1 der Ferrari bei McLaren in die Box reinfährt. Die würden dem den Schuh aufblasen. Also sorry."
Einen solchen Zwischenfall habe er noch nie erlebt. "Man legt sich einen Plan zurecht mit dem besten Ski. Wenn der natürlich von der Konkurrentin genommen wird, ist es ein mittleres Desaster", haderte Schlickenrieder.
"Wir hatten alle im Betreuerteam 200 Puls. Dass es die Wachsler geschafft haben, die Ski in Höchstgeschwindigkeit zu präparieren, ist eine Leistung für sich. Das war eine Just-in-Time-Produktion", führte der 56-Jährige aus und lobte dabei den Betreuerstab des Deutschen Skiverbandes (DSV). Sowohl für Hennig Dotzler (9.) als auch für Nepryaeva (11.) waren die Spitzenplatzierungen zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich entfernt.
Die Deutsche habe von der ganzen Aktion allerdings gar nichts mitbekommen, so Schlickenrieder. Die Ersatzski seien eilig von der Strecke herbeordert worden. Diese würden nun aber bei einem etwaigen Skibruch natürlich fehlen.
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Verwirrung beim Ski-Tausch: Dariya Nepryaeva (l.) wechselt auf Katharina Hennig Dotzlers Material.
Fotocredit: Getty Images
"Echte Herausforderung" für deutsches Technik-Team
Auch für DSV-Cheftechniker Lukas Ernst war es eine ungewohnte wie ärgerliche Situation. Der Wachstruck sei bereits heruntergefahren und das Technikerteam in der Mittagspause gewesen, schilderte der 30-Jährige.
Innerhalb von 15 Minuten sei es aber gelungen, einen neuen Ski in die Box zu bringen und ein drittes Paar vorzubereiten - nur zehn Sekunden vor dem Wechsel von Hennig Dotzler.
"Es war eine echte Herausforderung. So etwas in dieser Form haben wir noch nicht erlebt", sagte Ernst.
DSV-Wachser bedankt sich bei Eurosport-Moderatoren
Dass das deutsche Team trotz der Hektik noch gerade rechtzeitig eingreifen konnte, lag offenbar auch an Eurosport-Experte Jochen Behle und TV-Kommentator Marc Rohde, die den Zwischenfall im Kamerabild realisierten und verdutzt kommentierten.
Er habe eine SMS von Jens Lautner, einem der DSV-Wachser, erhalten, berichtete Behle rund eine Stunde nach der Wechsel-Panne: "Der bedankt sich bei uns für die Info wegen der falschen Box. Klar, die kriegen das da draußen im Wachsbereich nicht mit. So konnten sie wenigstens reagieren."
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(mit SID)
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Ausgebremst von Startnummer! Nächster Zwischenfall für Hennig Dotzler
Quelle: Eurosport
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