Olympia 2026 - Skilanglauf: Sturzdrama um Schwedin Andersson! Norwegen holt Gold, Deutschland verpasst Medaille
VonFelix Mattis
Update 14/02/2026 um 13:56 GMT+1 Uhr
Die norwegische Frauen-Staffel hat Gold über 4x7,5 Kilometer bei den Olympischen Spielen von Mailand und Cortina gewonnen. Dabei profitierten die Frauen in Rot von einem Sturzdrama um die Schwedin Ebba Andersson, die ihre Bindung zerstörte und rund eine Minute verlor. Schweden musste sich daher mit Silber begnügen, Finnland holte Bronze und Deutschland belegte den vierten Platz in Tesero.
Highlights: Gold für Norwegen - Schweden rettet Medaille bei Sturz-Drama
Quelle: Eurosport
Das norwegische Quartett mit Kristin Austgulen Fosnaes, Astrid Oeyre Slind. Karoline Simpson-Larsen und Heidi Weng setzte sich am Ende mit 50,9 Sekunden Vorsprung vor den Schwedinnen durch, nachdem Frida Karlsson und Jonna Sundling eine Aufholjagd vom achten auf den zweiten Platz gezeigt hatten.
Stark präsentierte sich Pia Fink, die das deutsche Team noch vom sechsten auf den vierten Platz nach vorne brachte und unter den Schlussläuferinnen die Drittschnellste war. Zu Beginn der Staffel hatte Startläuferin Laura Gimmler früh Probleme bekommen und nur auf dem zehnten Platz mit bereits einer halben Minute Rückstand zur Spitze an Katharina Henning Dotzler übergeben.
"Die Bedingungen waren echt kriminell, wir sind hier schließlich immer noch bei Olympia. Immerhin war es für alle gleich", sagte Hennig Dotzler nach wilden 4x7,5 km im Regen von Val di Fiemme. Die deutsche Mannschaft blieb zwar im Gegensatz zu vielen anderen Teams im tiefen Schnee ohne Crash, lief aber eben dem frühen Rückstand lange hinterher. "Wir kämpfen bis zum Schluss, gewinnen und verlieren zusammen", meinte Hennig Dotzler.
Seit 2002, als das Quartett um Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad sensationell Olympiasieger wurde, holten die deutschen Frauen nun in Val die Fiemme erst zum zweiten Mal - neben 2018 in Pyeongchang - keine Medaille.
Nach rund fünf Kilometern gab Schwedens Startläuferin Linn Svahn bergauf erstmals Vollgas und brachte die bis dahin noch zwölfköpfige Spitzengruppe richtig zum Explodieren. Dabei fiel auch Gimmler zurück und übergab schließlich nach 7,5 Kilometern mit 40,6 Sekunden Rückstand auf die Spitze als Zehntplatzierte an Hennig-Dotzler.
In der nächsten Runde dann begann das Drama um Schweden: Ebba Andersson stürzte in Führung liegend ein erstes Mal und musste dabei Norwegens Slind sowie die Italienerin Caterina Ganz passieren lassen.
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Glück im Unglück: Andersson stürzt bei Staffel in Führung liegend
Quelle: Eurosport
Slind erhöhte anschließend die Schlagzahl und setzte sich allein ab, während Andersson nun unsicher wirkte. Rund drei Kilometer später stürzte die Schwedin noch ein zweites Mal - diesmal höchst spektakulär mit einem Überschlag - und zerstörte dabei ihre Bindung.
- Termine und Ergebnisse: Der Zeitplan im Langlauf bei Olympia 2026
Bis sie einen neuen Ski hatte, verlor Andersson mehr als eine Minute und viele Positionen. Auch Henning Dotzler zog für Deutschland an Schweden vorbei und lag beim Wechsel auf Helen Hoffmann 52 Sekunden hinter der Spitze auf dem siebten Rang. Für Schweden übernahm Überfliegerin Frida Karlsson als dritte Läuferin mit 1:18 Minuten Rückstand und startete die Aufholjagd.
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Drama um Schweden-Staffel! Andersson überschlägt sich und verliert Ski
Quelle: Eurosport
Sie überholte Hoffmann sowie auch das US-Team und die Schweiz, die mit der deutschen Mannschaft nun ein Trio bildeten, und rückte am Ende ihres Einsatzes auch an Italiens Martina di Centa noch fast heran. Auf die Norwegerin Simpson-Larsen aber holte auch Karlsson kaum etwas auf. Die übergab mit souveränem Vorsprung von 48,3 Sekunden auf Finnland an Schlussläuferin Weng.
Italien lag nun mit Schlussläuferin Federica Cassol 57,1 Sekunden hinter Norwegen auf Platz drei, Schweden folgte mit Jonna Sundling weitere neun Sekunden dahinter und Deutschland führte das um Platz fünf kämpfende Trio mit der USA und der Schweiz an - zum Schluss nun mit Fink in der Loipe.
Fink setzt sich im Vierkampf um Platz 4 durch
Sundling fackelte nicht lang und übernahm den Bronze-Rang von Cassol bereits im ersten Anstieg ihrer 7,5 Kilometer, um nun auch Jagd auf die Finnin Jasmi Joensuu und die Silbermedaille zu machen. Schon vor der letzten Zielpassage schloss sie auf und es ging gemeinsam auf die Schlussrunde - rund 40 Sekunden vor einem Quartett, das nun um Platz vier kämpfte mit den USA, Deutschland, Italien und der Schweiz.
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Die Entscheidung um Silber: Sundling setzt sich in der Abfahrt ab
Quelle: Eurosport
Während Sundling Joensuu dann bald stehen ließ, tat ihr Fink das im Vierkampf um den vierten Rang gleich. Die 30-Jährige war klar stärker als Jessie Diggins, Nadine Faehndrich und Cassol und kam 22 Sekunden hinter Joensuu als Vierte ins Ziel. Den Sieg aber feierten zu diesem Zeitpunkt längst die Norwegerinnen, für die Weng die Goldmedaille souverän nach Hause brachte.
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Highlights: Kläbo muss bis ins Ziel um Rekord-Gold kämpfen
Quelle: Eurosport
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