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Veronika Stepanova attackiert Thomas Bach und IOC nach Forderung und kritisiert Ausschluss Russlands
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Publiziert 04/10/2022 um 09:43 GMT+2 Uhr
Langlaufstar Veronika Stepanova hat sich erneut kritisch zum Ausschluss russischer Sportler*innen geäußert. Dabei attackierte die 21-Jährige auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) sowie Präsident Thomas Bach. "Als Athletin kann ich sagen, dass wir den Präsidenten des IOC nicht in einer öffentlichen Wahl wählen. Dort stecken finanzielle Interessen hinter", meinte Stepanova bei "Match TV".
Veronika Stepanova bei Olympia in Peking
Fotocredit: Getty Images
Und solange diese "überwiegend aus Amerika kommen, kann sich nichts ändern", ergänzte die Russin, die in den vergangenen Monaten immer wieder öffentlich Russlands Präsidenten Wladimir Putin sowie den Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt hatte.
IOC-Präsident Bach hatte zuletzt vorgeschlagen, dass russische Athleten und Athletinnen sich vom Krieg distanzieren sollten, um wieder an Wettbewerben teilnehmen zu können.
Stepanova meinte dazu in dem Interview: "Nachdem ich die Nachricht (Bachs Aussage, Anm. d. Red.) gehört hatte, dachte ich, dass Geld wieder einmal gesiegt hat. Bach ist sich bewusst, dass die Suspendierung von Sportlern aus politischen Gründen eine kolossale Ungerechtigkeit darstellt."
"Aber wir leben in der realen Welt. 75 Prozent der Gelder, die das IOC erhält, stammen von US-Unternehmen. Bislang ist die Situation so, was kann man da ändern?", so die 21-Jährige.
Stepanova vergleicht Russland mit USA
Zudem werde sie erst darüber nachdenken, "wenn die US-Athleten dazu gebracht werden, ein Papier zu unterzeichnen, das die militärischen Spezial-Operationen der USA in Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien verurteilt".
"Aber ich bin mir sicher, dass ich es trotzdem nicht unterschreiben werde", ergänzte die junge Russin: "Solange Länder aus politischen Gründen ausgeschlossen werden können, ist es nötig, ein neues System zu schaffen, in dem das unmöglich ist."
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