Tour de Ski: Victoria Carl surft weiter auf der Erfolgswelle und stürmt in Toblach über 10 km klassisch aufs Podest

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl ist bei der Tour de Ski mit einer ganz starken Leistung auf das Podest gestürmt. Die 28-Jährige aus Zella-Mehlis kam in Toblach im Klassikrennen über 10 Kilometer auf Platz zwei und verpasste ihren zweiten Karriereerfolg im Weltcup nur knapp. Die finnische Tagessiegerin Kerttu Niskanen lag 6,7 Sekunden vor Carl.

Ganz starkes Finish! Carl läuft über 10 Kilometer aufs Podest

Quelle: Eurosport

Nach der letzten großen Schinderei des Jahres genoss Victoria Carl die Siegerehrung in vollen Zügen, einige Meter abseits klatschte ihre Gold-Partnerin Katharina Hennig fröhlich Beifall. Mit dem grandiosen zweiten Platz für Carl und Rang fünf für Hennig auf der zweiten Etappe der Tour de Ski ist den deutschen Skilanglauf-Olympiasiegerinnen in Toblach an Silvester ein starker 2023er-Abschluss gelungen.
Die finnische Tagessiegerin Kerttu Niskanen hatte letztlich 6,7 Sekunden Vorsprung auf die derzeit beste deutsche Läuferin. Platz drei ging im Südtiroler Pustertal an die Weltcupführende Jessie Diggins (USA) (+10,7), die mit sieben Sekunden Vorsprung auf Carl die Führung in der Tour-Gesamtwertung übernahm.
"Das hätten wir so nicht erwartet, es ist eine grandiose Leistung", lobte Bundestrainer Peter Schlickenrieder: "Die Vici hat sich das Rennen top eingeteilt. Ihre Stärken hat sie zum richtigen Zeitpunkt ausgespielt. Chapeau – und das nach einem harten Sprint von gestern."
"Ich hoffe, dass es so weitergeht. Mein Plan ist es, weiterhin konstant unter die Top 10 zu laufen", zeigte sich Carl selbst mit Blick auf die weiteren Etappen der Tour de Ski bescheiden. Bereits am Neujahrstag findet in Toblach das anspruchsvolle Verfolgungsrennen über 20 km im freien Stil (ab 12:30 Uhr live auf Eurosport und im Stream bei discovery+) statt.

Carl: "Werde den Silvesterabend verschlafen"

Auch Hennig zeigte, dass sie nach überstandener Corona-Infektion wieder die Alte ist. Die 27 Jahre Oberwiesenthalerin verpasste am Sonntag ihr sechstes Karriere-Podest auf ihrer Lieblingsstrecke um 18,3 Sekunden.
Dass sie den Status als deutsche Nummer eins derzeit an Carl verloren hat, wurmt Hennig indes nicht: "Wichtig ist einfach, dass immer eine parat steht. Für Vici ist das zu 100 Prozent verdient."
Carl hatte beim letzten Weltcup vor dem Saisonhöhepunkt in Trondheim in Klassikzehner ihren ersten Karrieresieg gefeiert und damit den ersten "echten" Weltcuperfolg einer deutschen Läuferin seit 20 Jahren geholt. Zuvor war sie in Östersund als Dritte erstmals auf das Podest gelaufen. Hennig, 2022 gemeinsam mit Carl Olympiasiegerin im Teamsprint, hatte zwar im Vorjahr bei der Tour de Ski ein Rennen gewonnen, dies läuft allerdings offiziell nur unter "Weltcup-Etappe".
Bei den Männern war Friedrich Moch (Isny) als starker Siebter mit 44,6 Sekunden Rückstand auf den finnischen Tagessieger Pertu Hyvarinen der beste Deutsche, auch Florian Notz (Römerstein) überzeugte mit Platz 14. In der Tour-Gesamtwertung ist Moch 1:25 Minuten hinter Spitzenreiter Erik Valnes aus Norwegen Zehnter.
Mit Blick auf das Neujahrs-Programm fällt die Silvester-Planung bei den deutschen Läuferinnen indes eher überschaubar aus. "Wir werden definitiv zusammensitzen und das Jahr ausklingen lassen, aber den Silversterabend werde ich verschlafen, nehme ich an", meinte Carl mit einem Lächeln.
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(mit SID)
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In Kläbos Abwesenheit: Franzosen trumpfen in Toblach auf

Quelle: Eurosport

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