Heftige Kritik an Olympia-Langlaufstrecke in Val di Fiemme: Abfahrt kurz vor dem Ziel "eine Katastrophe"
Von Celine Jäntsch
Publiziert 04/01/2025 um 13:09 GMT+1 Uhr
Nach der verhängnisvollen Abfahrt in Bormio, die bei den Olympischen Winterspielen 2026 als Piste für die alpinen Wettkämpfe dienen soll, kritisieren nun auch die Langläufer ihre Loipe. Grund ist eine Abfahrt kurz vor dem Ziel, die nicht nur ein Sturz-Risiko birgt, sondern auch für einen "verrückten Vorteil" für zurückliegende Athleten sorgt. "Es ist eine Katastrophe", so der Schwede Edvin Anger.
Bitterer Moment: Führender Krüger kommt zu Fall
Quelle: Eurosport
Bei der aktuell laufenden Tour de Ski liegt der Schwede in der Gesamtwertung auf Rang zwei. Beim Sprint am Freitag auf der Olympiastrecke in Val die Fiemme wurden seine Siegambitionen durch einen Stockbruch zerstört.
Anschließend ärgerte sich der 22-Jährige über die Bedingungen in Italien: "Es ist eine Katastrophe. Du sollst bei den Olympischen Spielen in die Ziellinie rutschen? Das sorgt für ein ganz schlechtes Gefühl."
Rückendeckung bekam Anger von der norwegischen Top-Langläuferin Therese Johaug: "Sie sollten sich die Abfahrt zum Ziel ansehen. Es ist so ein verrückter Vorteil, hier von hinten zu kommen", sagte sie dem norwegischen Rundfunk "NRK".
Ähnlich sah es die Gesamtführende der Tour de Ski, Astrid Öyre Slind, die sechs Sekunden vor Johaug liegt: "Es ist ein bisschen langweilig, wenn alle an der Spitze warten, weil man weiß, dass es ein Vorteil ist, als Letzter in den Anstieg zu gehen. Sie haben es nicht optimal gelöst."
Führender stürzt im Skiathlon
FIS-Renndirektor Michal Lamplot zeigte anschließend Verständnis für die Kritik der Athleten: "Ich würde definitiv nicht sagen, dass es eine Katastrophe ist. Manche Athleten sehen es so, manche nicht. Ich denke, das ist bei allen Strecken so."
Seiner Meinung nach sei der Zieleinlauf eine Art Markenzeichen für Val di Fiemme. Vor der Jagd nach olympischem Gold werde aber sicherlich geprüft, ob Änderungen an der Strecke notwendig seien.
Anlass hierzu gibt es schließlich allemal. So stürzte der Norweger Simen Hegstad Krüger bei Skiathlon am Samstag in Führung liegend in ebenjener heftig kritisierten Abfahrt und kam schließlich auf Rang 51 mit 4:29 Minuten Rückstand ins Ziel.
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Quelle: Eurosport
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