Nordische Ski-WM 2025: Kläbo und Sundling werden Favoritenrolle im Langlauf-Sprint beeindruckend gerecht und holen Gold
Die Sprint-Dominatoren Johannes Hösflot Kläbo (Norwegen) und Jonna Sundling (Schweden) haben zum Auftakt der Nordischen Ski-WM 2025 in Trondheim im Freistil-Sprint beeindruckend den WM-Titel geholt. Die beiden Ausnahmetalente siegten im Finale je mit deutlichem Vorsprung. Sundling distanzierte die Konkurrenz im Endlauf sogar um über zwei Sekunden. Bei Kläbo hielt dagegen eine Monster-Serie.
Highlights: Sundling und Kläbo sprinten dominant zu Gold
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Langlauf-Superstar Kläbo hat Gastgeber Norwegen bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim einen Traumstart beschert und zum vierten Mal in Serie den Sprint-Titel gewonnen.
Der 28 Jahre alte Olympiasieger setzte sich vor 22.000 Zuschauern, darunter das Kronprinzpaar Haakon und Mette-Marit, im Freistil-Finale vor dem Italiener Federico Pellegrino sowie dem Finnen Lauri Vuorinen durch und erfüllte damit den ersten Teil seiner Mission.
Mit seinem zehnten Weltmeisterschafts-Gold zog Kläbo an Norwegens Idol Björn Dählie vorbei. In der "ewigen" Bestenliste der Männer liegt nur noch Landsmann Petter Northug mit 13 WM-Titeln vor Kläbo, der im Bestfall sechsmal Gold in Trondheim holen könnte. "Mir fehlen die Worte"; sagte er im Ziel: "Ich war sehr nervös und ich bin froh, dass ich es geschafft habe."
Nach seinem Sprint-Sieg verbeugte er sich vor dem Kronprinzpaar. Viermal Weltmeisterschaftsgold in Serie in einer Disziplin hatte zuvor noch kein Langläufer geschafft. Für den Norweger war es auch der 15. Sieg im Sprint in Serie (wenn er antrat). "Kläbo ist für mich der Künstler auf Skiern", meinte der deutsche Chefcoach Peter Schlickenrieder.
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Perfekter Auftakt in Heim-WM: Langlauf-Star Kläbo holt erstes Gold
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Sundling mit Start-Ziel-Sieg im Finale
Sogar noch dominanter siegte Sundling, die im Freistilsprint das erste Gold der Titelkämpfe holte - sehr zur Freude ihres Königs Carl Gustaf, der beim klaren Triumph vor Norwegens Hoffnung Kristine Stavaas Skistad und Nadine Fähndrich (Schweiz) mitfieberte.
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Beeindruckender Start-Ziel-Sieg: Sundling schnappt sich Sprint-Gold
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Für die Olympiasiegerin war es das dritte Sprintgold in Serie. Form und Skier seien gut gewesen, freute sich die Schwedin im Sieger-Interview: "Es fühlt sich fantastisch an."
Einen "Alptraumstart" in die WM erlebten indes Erik Valnes (Norwegen) und Linn Svahn (Schweden), die die Sprint-Entscheidung verletzungsbedingt verpassten.
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Gehirnerschütterung bei Trainingssturz! Teamarzt erklärt Svahn-Aus
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Enttäuschter Stölben stürzt
Bei den Männern scheiterte Mitfavorit Edvin Anger im Halbfinale. Der Schwede hatte zuvor bereits Glück, als er als Lauf-Dritter im Viertelfinale nur über die Zeit ins Semifinale kam (+ 0,50 Sekunden).
DSV-Starter Jan Stölben, überraschend Siebter der Qualifikation, stürzte bei seinem WM-Debüt im Viertelfinale in aussichtsreicher Position, als er sich der Zielkurve mit dem Schweizer Janik Riebli verhakte und landete letztlich auf Rang 21.
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So ein Pech! Stölben stürzt bei WM-Debüt und scheidet aus
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"Es war sehr, sehr unglücklich", sagte Stölben: "Ich habe das Beste aus dem Rennen gemacht, bin in einer Super-Form, und dann fliegt er 30 Zentimeter vor mir hin. Es ist bitter. Ich bin definitiv traurig."
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DSV-Pechvogel Stölben hadert nach Sturz: "Bitter und traurig"
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Rydzek überzeugt im Viertelfinale - dann nicht mehr
Coletta Rydzek stand derweil staunend im Schatten von so viel königlichem Glanz und applaudierte artig. Während Schwedens Monarch Carl Gustaf das Gold von Sundling beklatschte, freute sich die Skilangläuferin aus Oberstdorf still: Platz acht im Sprint von Trondheim war das Optimum nach dem Krankheitspech im Vorfeld.
"Ich bin froh, dass ich das noch so durchziehen konnte. Die Kräfte sind leider nicht da, wo sie waren. Vor ein paar Tagen hätte ich aber noch nicht gedacht, dass es wieder so geht", sagte Rydzek und musste mit leicht heiserer Stimme gegen den ohrenbetäubenden Lärm im Granasen-Hexenkessel anbrüllen, wo gerade die Kläbo-Party tobte: "Die Stimmung ist krass - man läuft hier gegen eine schreiende Wand."
Rydzek, die mit einem Infekt angereist war und sich erst kurz vor dem Rennen startklar gemeldet hatte, überzeugte in der Qualifikation und im Viertelfinale. Im Halbfinale hatte Rydzek, die ihren Viertelfinal-Lauf sogar vor Lotta Udnes Weng (Norwegen/6.) im Fotofinish gewann, keine Chance mehr und verpasste als Lauf-Vierte das Finale klar um 2,49 Sekunden.
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"Das reicht!" Rydzek gewinnt Viertelfinale im Fotofinish
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Ordentlicher Start für DSV-Team
Nach dem Ausfall der ebenfalls erkrankten Topsprinterin Laura Gimmler war es dennoch ein guter Start für das deutsche Team - auch wenn Victoria Carl (15.), Helen Hoffman (16.) und Sofie Krehl (26.) schon im Viertelfinale scheiterten.
Bei den Männern überstand nur Stölben die Quali; Elias Keck (32.) und Marius Kastner (41.) schieden aus. Keck fehlten fünf Hundertstel Sekunden für die Top 30.
Bei schon am Morgen stimmungsvoller Atmosphäre und mehr als 10.000 Zuschauern im Granasen-Skizentrum unterstrich Titelverteidigerin und Sundling in der Qualifikation ihre Favoritenrolle und lag 6,49 Sekunden vor der zweitplatzierten Schweizerin Fähndrich.
Bei den Männern gewann Kläbo auch schon die Qualifikation vor mit 1,1 Sekunden Vorsprung auf den Schweden Anger.
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Rydzek schwärmt von Stimmung bei WM: "Einzigartiges Erlebnis"
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DSV-Läuferinnen angeschlagen vor WM-Start
Kläbo hatte 2018 und 2022 Olympia- sowie zuletzt dreimal in Serie WM-Gold im Sprint gewonnen.
Die deutschen Langläuferinnen waren geschwächt in die erste Entscheidung der Titelkämpfe gegangen. "Quasi das gesamte Sprint-Team hatte Fieber", sagte Cheftrainer Peter Schlickenrieder.
Während in Gimmler, im Januar in Cogne Weltcup-Dritte, die beste Deutsche gar nicht erst antreten konnte, war Rydzek immerhin dabei, allerdings nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.
Langlauf-Sprint: Insgesamt 308 Athlet*innen am Start
Bei den Vorausscheidungen zur ersten von 25 Entscheidungen in Trondheim (plus zwei Wettbewerbe im Para-Langlauf) waren gewaltige Felder am Start.
Für die Frauen-Quali hatten 121 Läuferinnen gemeldet, bei den Männern, die im Anschluss in die Loipe gingen, waren es gar 187.
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"Schöne bunte Bilder!" Langlauf-Außenseiterinnen im Ziel gefeiert
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Die bislang einzige deutsche Sprintmedaille hatte Claudia Nystad 2003 in Val di Fiemme als Vizeweltmeisterin geholt. Bei den Männer gewann der heutige Chefcoach Schlickenrieder 2002 in Salt Lake City Olympia-Silber.
Die Nordische Ski-WM 2025 geht schon am Nachmittag in der Nordischen Kombination der Frauen im Massenstart 5 km/Normalschanze (14:45/16:45 Uhr live bei Eurosport und discovery+) weiter.
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(mit SID)
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Interview Celine Marti
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