Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen: Pius Paschke muss Rückschlag hinnehmen, Daniel Tschofenig zieht davon
Pius Paschke hat beim Neujahrsspringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen eine Achterbahnfahrt erlebt. Der 34-Jährige steigerte sich nach einem verpatzten ersten Versuch (129 m) im Finale gewaltig (143,5) und belegte am Ende Platz neun. Den Sieg trug Daniel Tschofenig (AUT) davon, der mit Weiten von 141,5 und 143 Metern die Führung in der Tournee-Wertung von Stefan Kraft übernahm.
Schmitts Halbzeit-Analyse zur Tournee: "Paschke hatte kein Pech"
Quelle: Eurosport
"Pius Paschke fehlt im Moment die Stabilität und Konstanz, die ihn bislang auszeichnete", analysierte Eurosport-Experte Martin Schmitt die Vorstellung des deutschen Tournee-Hoffnungsträgers.
Paschke hatte im ersten Durchgang Probleme, unterlag im Duell mit dem US-Amerikaner Tate Frantz und rutschte mit 129 Metern auf Platz 16 nur als Lucky Loser ins Finale.
Der Rückstand auf Daniel Tschofenig aus Österreich betrug da bereits 20,8 Punkte - und auch auf Michael Hayböck, der mit 145 m einen Schanzenrekord aufstellte, verlor er massiv (-18,5 Zähler) an Boden.
"Der zweite Durchgang war sehr wichtig für das Gefühl, das Empfinden im Anlauf war deutlich besser, gerade in der Hocke. Dieser Schritt war wichtig, darauf baue ich auf", erklärte Paschke im Eurosport-Interview.
Paschke und Kraft betreiben Schadensbegrenzung
Tatsächlich demonstrierte der 34-Jährige im Finale, warum er in diesem Winter bereits fünf Weltcups gewann.
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Paschke gelingt Befreiungsschlag: Tosender Jubel in Garmisch
Quelle: Eurosport
Paschke segelte auf 143,5 m (Topweite im zweiten Durchgang) und betrieb damit eindrucksvoll Schadensbegrenzung.
Das galt auch für Stefan Kraft, der sich mit 140,5 m von Position 14 auf acht verbesserte. Die Führung in der Gesamtwertung ist der 31-Jährige allerdings los.
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Tschofenig dominiert, Hayböck bricht Schanzenrekord - Highlights
Quelle: Eurosport
"Stefan hatte im ersten Versuch Schwierigkeiten, wollte aber die Tournee hier auf keinen Fall verlieren. Noch hat er alle Chancen auf den Goldenen Adler", so Schmitt, der 1999 beim Neujahrsspringen triumphiert hatte.
Tschofenig führt Tournee an, Paschke rutscht auf Sechs ab
Tagessieger Tschofenig machte massiv Punkte gut. Der 22-Jährige distanzierte seine Rivalen Kraft (-20,2), Hörl (-15,9), Paschke (-23), Deschwanden (-8,6) und Hayböck (-9,9) deutlich.
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Paschke exklusiv nach Garmisch: "Darauf baue ich jetzt auf"
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In der Gesamtwertung hat Tschofenig nun 7,9 Zähler Vorsprung auf Hörl und deren 8,7 auf Kraft. Paschke rutschte von Position vier auf sechs ab, sein Rückstand auf den Tournee-Leader beträgt nach zwei von vier Wettbewerben 25,3 Punkte.
Das Gelbe Trikot ist der DSV-Adler ebenfalls los, denn Tschofenig führt inzwischen auch die Weltcup-Gesamtwertung mit nunmehr 796 Zählern hauchdünn vor Paschke (794) an. Ein furioser Doppelschlag zum Jahresstart für den Kärntner aus Villach.
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"Wahnsinnswettkampf!" Tschofenig mit nächster Traumweite zum Sieg
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"Ein Wahnsinnswettkampf von Tschofenig, es war sein Tag. Er hat zwei super Sprünge gezeigt und seine Stärken - wie etwa die Dynamik - ausgespielt", lobte Ex-Bundestrainer Werner Schuster bei Eurosport.
Hayböck knackt Schanzenrekord, Geiger stark
Stark präsentierte sich ÖSV-Adler Michael Hayböck, der im ersten Durchgang mit 145 m einen Schanzenrekord aufstellte und das Neujahrsspringen letztlich als Dritter abschloss. Platz zwei ging an den erneut bärenstarken Schweizer Gregor Deschwanden (138/140,5).
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145 Meter! Hayböck springt zum Schanzenrekord in Garmisch
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Gut lief es für Karl Geiger, der auf Rang sechs flog und nach dem guten achten Platz von Oberstdorf seine starke Tournee fortsetzt. Andreas Wellinger durfte als Zehnter halbwegs zufrieden sein.
Horngacher zieht gemischtes Fazit: "Zufrieden, bis auf ..."
Einen gebrauchten Silvestertag auf der Großen Olympiaschanze erlebten die DSV-Springer Markus Eisenbichler (32.), Constantin Schmid (34.), Stephan Leyhe (36.) und Luca Roth (38.). Das Quartett verpasste den zweiten Durchgang.
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Trotz "ordentlichem Versuch": Eisenbichler verpasst Finale
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Bundestrainer Stefan Horngacher zog ein gemischtes Fazit. "Drei Leute in den Top 10, das spricht für eine gute Leistung. In der Spitze hat es etwas gefehlt. Karl hat gute Sprünge gezeigt und war nahe dran am Podest, leider hat Pius den ersten nicht optimal erwischt. Alles in allem können wir zufrieden sein, bis auf den einen Sprung von Pius", befand der DSV-Coach.
Bergiselspringen nach langer Zeit wieder ausverkauft
Am Donnerstag steht der zweite Ruhetag der Tournee an, am Freitag geht die Qualifikation für das erstmals seit 2016 ausverkaufte Bergiselspringen in Innsbruck über die Bühne.
Dort waren in den vergangenen Jahren in unschöner Regelmäßigkeit die deutschen Tournee-Träume endgültig geplatzt. Nun droht Paschke ein ähnliches Schicksal.
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Paschke strauchelt im ersten Durchgang und verliert Duell
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"Ein gutes Zeichen": Geiger überzeugt auch in Durchgang zwei
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