Vierschanzentournee: Skiclub Partenkirchen fordert höheren Anteil an Einnahmen des DSV für Neujahrsspringen
VonNiklas Bien
Publiziert 18/05/2026 um 14:35 GMT+2 Uhr
Die Vierschanzentournee 2026/27 wirft schon jetzt ihre Schatten voraus - nicht etwa wegen der Premiere der Skispringerinnen, sondern wegen einer Streitigkeit ums Geld. Der Skiclub Partenkirchen, Ausrichter des Neujahrsspringens in Garmisch-Partenkirchen, fordert eine höhere Gewinnbeteiligung, doch der Deutsche Skiverband stellt sich quer. Gibt es keine Einigung, könnte das Traditionsevent wackeln.
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Quelle: Eurosport
Aktuell kassiert der Skiclub aus Partenkirchen nach Informationen der "Bild" einen niedrigen siebenstelligen Betrag, soll nun aber rund 30 Prozent mehr fordern. Der SCP muss die Infrastruktur rund ums Event gewährleisten, darf dafür aber die Zuschauereinnahmen behalten.
Der Deutsche Ski-Verband (DSV) nimmt dafür TV- und Sponsoringgelder ein.
"Wir tragen das komplette Risiko, hatten 22 Jahre lang aber keine signifikanten Zahlungsanpassungen. In den vergangenen beiden Jahren hatten wir bei der Tournee Fehlbeträge in unseren Kassen", betonte Michael Maurer, Präsident des Clubs, im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung".
Der Standort hat mit seiner Tradition und seiner Strahlkraft eine große Bedeutung für das Gesamtkonzept der Vierschanzentournee.
Zwei Szenarien für einen Garmisch-Ausfall
Dieser Wichtigkeit ist sich der Ausrichter bewusst - und nutzt sie. "Ohne uns gibt es keine Vierschanzentournee", stellt Maurer klar.
Dass Garmisch-Partenkirchen als Standort wegen der Streitigkeiten tatsächlich wegfällt, ist unwahrscheinlich, im Extremfall aber nicht auszuschließen.

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Fotocredit: Getty Images
So ist Garmisch-Partenkirchen im vorläufigen Wettkampfkalender des Ski-Weltverbandes FIS für 2026/27 (noch) nicht bestätigt. Für den 1. Januar steht dort lediglich der Platzhalter "GER" (für Germany = Deutschland). Die anderen drei Tourneestationen, Oberstdorf, Innsbruck und Bischofshofen, sind dagegen aufgeführt. Die Vierschanzentournee findet seit 1953 an eben diesen vier Wettkampforten statt.
Beide Seiten sind um eine baldige Einigung bemüht. DSV-Geschäftsführer Stefan Schwarzbach geht, so zitiert die "Bild", "davon aus, eine gemeinsame Lösung zu finden". Auch, wenn noch "einige rechtliche und inhaltliche Dinge" zu klären seien.
Sollte das tatsächlich nicht gelingen, könnte es laut "Bild" im Notfall zwei Springen in Oberstdorf geben.
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