Widhölzl wehrt sich gegen Betrugsvorwürfe wegen der Skibindungen des ÖSV-Teams: "Wieder völliger Blödsinn!"

ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl hat sich vor dem zweiten Springen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen gegen Betrugsvorwürfe gewehrt. Wie die österreichische Zeitung "Krone" schreibt, sei aus norwegischer Quelle ein Foto aufgetaucht, dass Manuel Fettner mit einer vermeintlich irregulären Bindung zeigt. Mit dieser seien die Österreicher in Oberstdorf gestartet.

Eisenbichler exklusiv: "Ein Warnschuss für die Besten"

Quelle: Eurosport

Zwischen dem ersten und dem zweiten Durchgang sei die Mannschaft vom Weltverband FIS demnach aufgefordert worden, die Bindungen zu tauschen. Disqualifikationen habe es keine gegeben, da keine Mannschaft Protest eingelegt habe.
"Ich finde das ja lustig, und Hut ab vor den Serviceleuten, wenn sie in 20 Minuten alle Bindungen gewechselt haben. Im Ernst: Die Bindungen sind völlig handelsüblich, jeder andere hat die auch", sagte Widhölzl und verwies die Gerüchte ins Reich der Fabeln.
Was stimme: Die Bindung von Fettner sei "ein bisschen anders" als die seiner Teamkollegen. "Aber nur was die Fixierung des Schuhs betrifft, was keinen Einfluss hat", ergänzte der Coach.
Mit dieser Bindung springe Fettner schon "seit fünf oder sechs Jahren, und das war nie ein Thema. Es ist ja keine Eigenbaubindung und legal, sonst wären wir disqualifiziert worden. Wir sind durchkontrolliert worden und absolut im Reglement", so Widhölzl.

Hörl bleibt gelassen

"Er springt das Bindungsmodell schon mehrere Jahre. Das ist keine neue Erfindung. Da war viel Rauch um nichts", meinte auch Eurosport-Experte Martin Schmitt. "Ein ganz alter Kuchen", sagte ein FIS-Sprecher am Silvestertag der österreichischen Nachrichtenagentur "APA".
"Diese Bindung ist seit etwa zehn Jahren im Einsatz. Schuh und Bindung wurden bereits zu Zeiten von Sepp Gratzer als Kontrolleur im Weltcup genehmigt", bestätigte auch FIS-Materialkontrolleur Mathias Hafele dem polnischen Fernsehsender "TVP".
Jan Hörl betonte ebenfalls, dass keine Bindungen zwischen den Durchgängen gewechselt wurden. "Blödsinn. Es war dasselbe Setup, mit dem wir immer hüpfen. Lassen wir die anderen also einfach reden", sagte Hörl.
Das könnte Dich auch interessieren: DSV-Adler blasen zum Angriff
picture

Highlights Oberstdorf: Hoffmann stark - aber der "Domenator" schockt sie alle

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung