Vierschanzentournee in Innsbruck: Österreichischer Dreifachsieg am Bergisel! Stefan Kraft siegt vor Jan Hörl
Nächste ÖSV-Show bei der Vierschanzentournee! Genau wie beim Auftaktspringen feierten die Österreicher auch beim Bergiselspringen in Innsbruck einen Dreifachsieg. Ganz oben stand wie in Oberstdorf Stefan Kraft, der mit Sprüngen auf 131,5 und 132,5 Meter (273,3 Punkte) seine Landsmänner Jan Hörl (271,9) und Daniel Tschofenig (263,3) knapp hinter sich ließ. Pius Paschke wurde Achter.
Kraft fliegt in Innsbruck zum Sieg - ÖSV-Party perfekt
Quelle: Eurosport
Aus der Traum: Pius Paschke hat am deutschen "Schicksalsberg" trotz guter Vorstellung seine letzte realistische Chance auf den Gesamtsieg der Vierschanzentournee verspielt.
Während der neue Gesamtführede Stefan Kraft in Innsbruck den nächsten österreichischen Dreifachtriumph anführte, war für Hoffnungsträger Paschke der achte Platz zu wenig.
"Von meiner Seite war es sprungtechnisch im Rahmen, aber leider nicht so, wie es sein könnte", bilanzierte der 34-Jährige im Interview mit Eurosport.
Nach den Rängen vier und neun an den deutschen Stationen flog Paschke am Bergisel auf 128,5 und 123,5 m, nach dem ersten Durchgang lag er noch auf dem siebten Rang. In der Gesamtwertung bleibt der 34-Jährige Sechster, die Spitze ist vor dem Finale am Montag in Bischofshofen (16:30 Uhr im Free-TV auf Eurosport 1 und im Stream bei discovery+) aber weiter enteilt und zudem hochklassig besetzt.
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"Leichtigkeit fehlt": Paschke muss alle Hoffnungen begraben
Quelle: Eurosport
Österreich fiebert erstem Goldadler seit 2015 entgegen
Erster Anwärter auf den Goldadler ist nun Kraft, der am Bergisel vor Jan Hörl und Daniel Tschofenig gewann. "Dafür habe ich mein ganzes Leben lang trainiert! Es ist ein Kindheitstraum, an diesem speziellen Ort mit dieser Atmosphäre zu gewinnen", sagte der strahlende Sieger.
Auch in der Gesamwertung führt Kraft nun mit 887,1 Punkten hauchdünn vor Hörl (886,5) und Tschofenig (885,8). Eurosport-Experte Martin Schmitt war voll des Lobes für den 31-Jährigen: "Stefan Kraft ist unglaublich. Man fragt sich, wie er mit dieser Situation und dem Druck umgeht. Mit den jungen Rivalen, die ihm die Position streitig machen wollen. Aber er findet immer eine Antwort. Es ist brutal, wie er springt."
Alles deutet somit auf den ersten Tournee-Sieg eines Österreichers seit zehn Jahren hin. Für die DSV-Adler wird sich hingegen die seit Sven Hannawalds Grand Slam im Winter 2001/02 andauernde Flaute fortsetzen.
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Analyse: "Brutaler" Kraft lässt Schmitt staunen
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Geiger erlebt rabenschwarzen Tag
Karl Geiger (34.), vor dem Wettkampf noch Achter der Gesamtwertung, verpasste dagegen ebenso wie Felix Hoffmann (44.) und Adrian Tittel (45.) den zweiten Durchgang.
Vor 22.500 Zuschauer in der erstmals seit 2016 ausverkauften Arena, darunter gut die Hälfte aus Deutschland, blieb das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher erneut hinter den Erwartungen zurück. Neben Paschke schafften es nur Andreas Wellinger (13.) und Philipp Raimund (15.) in die Punkte.
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"Tut weh": Geiger stürzt beinahe und verpasst zweiten Durchgang
Quelle: Eurosport
"Wir geben nicht auf und werden richtig Gas geben. Pius ist nicht so weit weg", hatte Horngacher vor dem Wettkampf noch gesagt. Paschke, der fünf der ersten acht Saisonspringen gewonnen hatte, lieferte zwar ab - für einen Angriff auf das Podest reichte es aber erneut nicht.
"Das muss man so akzeptieren und respektieren. Es ist leider nicht gelungen. Nächstes Jahr sind wir wieder da", so Horngacher.
Immerhin: Paschke schafft es in Innsbruck erstmals in seiner Karriere unter die besten 25. Horngacher hatte die Formulierung "Schicksalsberg" zuletzt als "Aberglaube" abgetan, die Stürze von Severin Freund (2016) und Richard Freitag (2018) sowie Geigers Rückschläge 2020, 2021 und 2023 sprechen jedoch eine andere Sprache. Vor einem Jahr hatte Wellinger in Innsbruck seine Gesamtführung verloren.
Österreicher lassen sich von Spekulationen nicht beirren
Eitel Sonnenschein herrscht dagegen im Team Österreich, das sich auch von Spekulationen um einen vermeintlichen "Wunderanzug" und versteckte Bindungen nicht beirren ließ und den ersten Dreifachsieg in Innsbruck seit 1975 holte. Nun landeten sogar sechs ÖSV-Adler unter den besten Zwölf. Kraft ist rein statistisch fast am Ziel: Bei den jüngsten 25 Tourneen hat nur der Norweger Daniel Andre Tande 2016/17 als Führender nach Innsbruck noch den Gesamtsieg verspielt.
An dem kaum von Fakten untermauerten Getuschel um einen Materialvorteil der Österreicher wollte sich derweil aus der deutschen Mannschaft niemand beteiligen. "Fakt ist, dass alle Athleten, die auf dem Podium stehen, über ein hervorragendes Material verfügen müssen, sonst steht man nicht dort", sagt DSV-Sportdirektor Horst Hüttel bei "t-online": "Wir haben vollstes Vertrauen zur FIS, dass hier alles genauestens geprüft wird."
Weiter geht es für Paschke und Co. schon am Sonntag, wenn in Bischofshofen die Qualifikation (16:30 Uhr auf Eurosport 1 und bei discovery+) für das große Tournee-Finale ansteht. Auch dort ist noch immer Hannawald der letzte deutsche Sieger – und derzeit spricht wenig dafür, dass sich das ändern wird.
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(mit SID)
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Ski Jumping - 4 Hills - Innsbruck - interview - Kraft in english after his jump
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