Vierschanzentournee Innsbruck: Österreicher decken Bindungen in der Quali ab - ÖSV mit Versteckspiel nach Vorwürfen
Update 04/01/2025 um 16:15 GMT+1 Uhr
Die österreichischen Skispringer sehen sich zurzeit mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Die eindrucksvollen Leistungen von Daniel Tschofenig, Stefan Kraft und Jan Hörl sorgten in Deutschland und Norwegen für Spekulationen über unlautere Mittel bei den Anzügen der ÖSV-Adler. Nun stehen auch die Bindungen der Österreicher im Fokus, welche von den Athleten in Innsbruck abgedeckt wurden.
"Weiß, was er tut": Hörl segelt in Quali allen davon
Quelle: Eurosport
"Eine reine Vorsichtsmaßnahme - und ein schönes Fressen für alle anderen jetzt wieder", meinte Cheftrainer Andreas Wildhölzl im Interview mit dem "ORF" nach dem Qualifikationsspringen in Innsbruck.
"Natürlich schaut jeder auf uns momentan. Alle spionieren, weil sie nicht verstehen, dass ein Team so gut und dominant sein kann", führte er weiter aus. "Aber man muss ehrlich sagen, wir springen auf einem extrem hohen Niveau."
Die jüngsten Vorwürfe hinsichtlich der österreichischen Sprunganzüge und einem möglichen Kniff bei den Schuhen von Kraft und Co. sorgten für mächtig Wirbel im Skisprung-Zirkus. Das Abdecken der Bindungen im Rahmen der Qualifikation an der Bergiselschanze - und einen Tag später auch beim Wettkampf, den Kraft vor Hörl und Tschofenig gewann - kann aber auch als kleines Psycho-Spielchen der Tournee-Überflieger mit ihrer Konkurrenz verstanden werden.
"Es sieht einfach gut aus. Bindungen sind sehr teuer, die Athleten haben schon genug, aber auch nicht so viele Ersatzteile", so Wildhölzl über den Bindungsschutz und fügte an: "Ich gehe davon aus, dass es wieder ein paar Spekulationen gibt."
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Die Bindung von Jan Hörls Ski ist in der Quali von Innsbruck abgedeckt
Fotocredit: Eurosport
Jacobsen vermutet Schuh-Einlage - Schuster fordert Vertrauen
Die Vierschanzentournee 2024/25 ist fest in österreichischer Hand, Tschofenig führt die Gesamtwertung vor seinen Landsmännern Hörl und Kraft an. Während Österreich vor dem abschließenden Springen in Bischofshofen vom ersten Gesamtsieg seit zehn Jahren träumt, sind bei der Konkurrenz große Fragezeichen zu erkennen.
Der frühere Weltmeister Anders Jacobsen ließ sich auf die lautgewordenen Schummel-Vorwürfe aber nicht ein und stellte eine eigene Theorie auf. Er vermutet eine kleine Carbon-Einlage in den Schuhen der Österreicher als Grund für die Top-Leistungen.
Eurosport-Experte Werner Schuster bestand hingegen darauf, dass den offiziellen Materialkontrollen seitens der FIS Vertrauen entgegengebracht wird.
"Wir sind gut damit beraten, uns auf den Sport zu konzentrieren", erklärte er im Interview. "Es steht außer Frage, dass die Österreicher auch im technologischen Bereich hervorragend aufgestellt sind. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht, davon kann man ausgehen."
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Schuster hadert mit Paschkes Sprung: "Ihm fehlen fünf Meter"
Quelle: Eurosport
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