Vierschanzentournee in Innsbruck: Hörl überragt in der Qualifikation- Raimund überraschend bester Deutscher vor Paschke

Der Österreicher Jan Hörl hat die Qualifikation zum dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck gewonnen. Der 26-Jährige landete am Bergisel bei 135 Metern (139,7 Punkte) und ließ den Norweger Johann Andre Forfang (134,8) und den Schweizer Gregor Deschwanden (134,2) hinter sich. Bester Deutscher wurde überraschend Philipp Raimund (129,2) als Siebter. Pius Paschke landete auf Rang acht.

"Weiß, was er tut": Hörl segelt in Quali allen davon

Quelle: Eurosport

Der 34-jährige Paschke, als Sechster der Tourneewertung noch mit geringen Chancen auf den Gesamtsieg, landete in der Qualifikation von Innsbruck bei 124,5 Metern.
Der im Kampf um den Goldadler vor der dritten Station führende Daniel Tschofenig (Österreich) landete auf Rang fünf, direkt hinter dem Gesamtzweiten Stefan Kraft. Mit Platz eins, vier, fünf und sechs konnten die ÖSV-Adler am heimischen Bergisel erneut glänzen.
Paschke zeigte sich am Eurosport-Mikrofon dennoch "sehr zufrieden. Es war von der Anfahrt deutlich besser als in Garmisch. Genau das, was ich mir vorgenommen habe." Der 34-Jährige sei laut Bundestrainer Stefan Horngacher "nicht so weit weg".
Hinter dem Duo Raimund/Paschke klaffte aus deutscher Sicht allerdings eine Lücke: Andreas Wellinger (Ruhpolding/17.), Karl Geiger (Oberstdorf/19.), Felix Hoffmann (Goldlauter/22.) und Adrian Tittel (Aue/31.) qualifizierten sich aber für den Wettkampf der besten 50 am Samstag (13:30 Uhr live im Free-TV auf Eurosport 1 und im Stream bei discovery+).
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Schuster hadert mit Paschkes Sprung: "Ihm fehlen fünf Meter"

Quelle: Eurosport

Geiger: "Konnte nicht da anknüpfen, wo ich aufgehört habe"

Besonders für Geiger, der mit Platz acht in Oberstdorf und Platz sechs in Garmisch-Partenkirchen jüngst aufsteigende Form gezeigt hatte, war es ein enttäuschendes Ergebnis. "Mit dem heutigen Tag bin ich nicht zufrieden. Ich konnte nicht da anknüpfen, wo ich aufgehört habe", sagte der 31-Jährige bei Eurosport.
Ganz anders war die Stimmung bei Quali-Überflieger Hörl, der vor 7990 Zuschauern, darunter gut die Hälfte aus Deutschland, bei beeindruckenden 135 Metern landete und damit seinen Anspruch auf den Goldadler untermauerte.
In der Gesamtwertung liegt der 26-Jährige nur 7,9 Punkte hinter Landsmann Tschofenig zurück.
Angesichts der aktuellen Form der rot-weiß-roten Adler wird es für Paschke zur Herkulesaufgabe, doch noch einmal in den Kampf um den Gesamtsieg einzugreifen.
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Schmitt exklusiv: Mit diesen Problemen hat Paschke zu kämpfen

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Paschke und der Bergisel: Bisher keine Liebesbeziehung

Aufgegeben hat er aber nicht. "Wir greifen weiter an", hatte der fünfmalige Saisonsieger nach der Ankunft in Österreich gesagt. Teamkollege und Bayern-Fan Wellinger zog gar eine Parallele zum Fußball. Der FC Liverpool habe im Champions-League-Finale 2005 gegen Mailand zur Pause "auch 0:3 hinten gelegen - und dann noch den Titel gewonnen".
Von einer solchen Auferstehung scheint Paschke aber weit entfernt, auch im Training flog der Routinier auf die Ränge 13 und acht und lag damit hinter der direkten Konkurrenz. Der Bergisel ist ohnehin nicht gerade seine Lieblingsschanze: Sein bestes Ergebnis dort ist ein 28. Platz, vor einem Jahr verpasste er gar den zweiten Durchgang.
"Pius hat immer noch ein bisschen mit der Absprungbewegung zu kämpfen, ist immer noch nicht sauber genug", analysierte Eurosport-Experte Martin Schmitt.
"Ich bin hier oft bei der Tournee schwer hereingekommen. Mir hat in Innsbruck oft die Energie gefehlt. Ich fühle mich heuer aber deutlich besser", sagte Paschke, der am Samstag auch auf seine Fans zählen kann. "Aus dem engsten Umfeld kommen ein paar Leute, aus der Region sehr viele", sagte der Kiefersfeldener. Zumindest der "Gästeblock" ist also bestens vorbereitet auf das Auswärtsspiel.
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"Telemark war erste Sahne!" Raimund überzeugt am Bergisel

Quelle: Eurosport

(mit SID)

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Rückschlag für Geiger: "Nicht der Karl, den wir gesehen haben"

Quelle: Eurosport


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