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Vierschanzentournee: Felix Hoffmann und Philipp Raimund heiß auf Innsbruck - Martin Schmitt hat große Hoffnungen
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Publiziert 02/01/2026 um 21:19 GMT+1 Uhr
Die deutschen Hoffnungsträger Felix Hoffmann und Philipp Raimund haben bei der Vierschanzentournee in der Gesamtwertung das Podest fest im Blick. In Innsbruck wollen die DSV-Adler trotz der in der Vergangenheit oft unglücklichen deutschen Ergebnisse am Bergisel erneut angreifen. Auch Martin Schmitt traut Hoffmann und Raimund die nächsten Top-Ergebnisse zu. Domen Prevc bleibt jedoch unantastbar.
Raimund und Hoffmann bringen Garmisch zum Kochen
Quelle: Eurosport
Bei trübem Wolkenwetter und schneidendem Alpenwind kletterten Felix Hoffmann und Philipp Raimund am Freitagmorgen vor dem schmucken deutschen Mannschaftshotel am Riessersee in den Teambus.
Die Laune bei der Doppelspitze der DSV-Adler war vor dem kurzen Transfer zum dritten Springen der Vierschanzentournee indes äußerst sonnig. "Ich mag Innsbruck sehr", sagte Raimund: "Wenn das der deutsche Schicksalsberg ist, werfe ich da jetzt einfach mal einen Ring ins Feuer." Seinen Tolkien hat der "Hille" offenbar gelesen.
Nach starken Leistungen bei den rauschenden Heimspringen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gehen "meine beiden Superspringer", wie Bundestrainer Stefan Horngacher sein Top-Duo aus dem warmen Kaminzimmer der Teamherberge heraus nannte, als Gesamtvierter (Hoffmann) und -sechster (Raimund) mit Podesthoffnungen in die zweite Tourneehälfte.
Dazu müssen sie aber am Sonntag (13:30 Uhr live bei Eurosport, discovery+ und im Liveticker) und zur Qualifikation am Samstag (14:30 Uhr) am mythischen Bergisel bestehen, wo deutsche Träume schon oft bitterböse platzten.
Hoffmann und Raimund lassen Prevc ziehen
"Ach, ich finde es eigentlich ganz angenehm, da zu springen. Der Kessel mit den ganzen Fans - das ist schon cool", sagt Hoffmann, der im Vorjahr bei seiner Innsbrucker Tournee-Premiere noch 44. wurde.
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DSV-Adler Philipp Raimund (li.) und Felix Hoffmann (re.)
Fotocredit: Imago
Mit 28 Jahren bestreitet dieser "brave, aber sehr ehrgeizige Sportler" (Horngacher) seine erste komplette Tournee - und glänzt mit bestechender Stabilität: Dritter in Oberstdorf, Sechster in Garmisch-Partenkirchen. "Wie der Philipp hält er dem Druck sehr gut stand", sagt Horngacher.
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Auch Eurosport-Experte Martin Schmitt glaubt trotz der durchwachsenen deutschen Ergebnisse der Vergangenheit an die beiden Topspringer. "Ich sehe keinen Grund, warum sie nicht gut springen sollten. Sie kennen die Schanze vom Training", erklärte der 47-Jährige.
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Raimund: "Trotz Wind ziemlich gut performt"
Quelle: Eurosport
In Raimund setzt der Bundestrainer in Innsbruck ganz große Hoffnungen. Klar: Haushoher Favorit ist wieder der slowenische "Endgegner" Domen Prevc, der ungeschlagen und mit riesigem Vorsprung ins Tournee-Finale geht. "Auf den schauen wir aber gar nicht", sagt Horngacher.
Schmitt glaubt jedoch, "dass an einem einzigen Tag die anderen nicht zu weit weg sind". Ein Tagessieg sei daher auch für einen anderen Springer möglich - vielleicht ja für einen DSV-Adler.
In Innsbruck platzten viele deutsche Träume
Raimund "taugt Innsbruck voll, das ist seine Schanze". Und deshalb erwartet Horngacher, dass der 25-Jährige nach den erhofften, aber verpassten Podestplätzen daheim "heiß ist. Er bleibt ein Kandidat für das Gesamtpodest - und das will er sich sicher holen." Schicksalsberg hin oder her. "Ich hatte nie ein Problem mit Innsbruck und freue mich sehr auf den Wettkampf", sagt Raimund.
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Andreas Wellinger (l.) und Karl Geiger (r.) sind auf der Suche nach ihrer Form
Fotocredit: Imago
Doch was ist da eigentlich dran, am deutschen "Schicksalsberg"? Nun: Severin Freund stürzte dort als Mitfavorit bei der Tournee 2016 ebenso wie zwei Jahre später Richard Freitag, der 2015 als bislang letzter Deutscher am Bergisel gewonnen hatte.
Markus Eisenbichler (2019) und Karl Geiger (2020 und 2021) patzten jeweils als Gesamtzweite böse und verspielten den Tourneesieg. Allerdings: Bei der WM 2019 holten dort Markus Eisenbichler und Karl Geiger Gold und Silber sowie Gold mit dem Team.
Schmitt, zweimaliger Gesamtdritter bei der Vierschanzentournee, versuchte, die "Besonderheiten" der Bergisel-Schanze zu erläutern. Der Radiusdruck zum Schanzentisch hin werde "stärker. Man braucht eine stabile Anfahrtsposition und muss stabil zum Schanzentisch kommen", so der Team-Olympiasieger von 2002. "Die Schanze ist etwas kleiner und der Fokus liegt auf einem druckvollen Absprung und einer sauberen Absprungbewegung."
DSV-Adler lassen Prevc ziehen
Und wen auch immer man im deutschen Team fragt: Alle mögen die altehrwürdige Schanze hoch über dem Inntal. Vielleicht also ist Raimunds "Schicksal", dass er ausgerechnet seinen ersten Weltcupsieg auf dieser Schanze holt? "Er springt auf einem sehr hohen Niveau", sagt Horngacher, "er macht keinen großen Fehler - aber kleine".
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"Hör auf!" Prevc mit nächster Machtdemonstration
Quelle: Eurosport
Nicht einmal Mini-Fehler begeht derzeit Tournee-Primus Prevc. Sollte alles normal laufen, dürfte dem 26-Jährigen der Gesamtsieg angesichts von 35 Punkten Vorsprung kaum mehr zu nehmen sein, glaubt Schmitt. "Er ist nicht nur flugtechnisch unglaublich stark, sondern hat auch eine extrem gute Absprungbewegung", so der Eurosport-Experte. "Natürlich kann im Skispringen immer etwas passieren, aber unter normalen Umständen wird dieser Fall nicht eintreten. Dafür ist seine Form zu stabil."
Und deshalb haben sich auch die Deutschen mit der Vormachtstellung des Superfliegers abgefunden. "Wir haben hier kein Video von ihm. Und wenn wir eines hätten, würden wir uns es nicht anschauen", sagt Horngacher. Kopieren kann man eben einen Einzigartigen nicht - da müssen seine beiden "Superspringer" eigene Lösungen finden.
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(mit SID)
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Highlights: Prevc siegt schon wieder - zwei Österreicher auf dem Podest
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