Vierschanzentournee: Domen Prevc menschelt und stürzt in Qualifikation von Innsbruck ab - Felix Hoffmann in Top 5

Die österreichischen Skispringer haben die Qualifikation zum dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck dominiert. Jan Hörl siegte mit 128 Metern (132,5 Punkte) vor seinen Landsmännern Stefan Kraft (131,6), Stephan Embacher (129,4) und Daniel Tschofenig (127,9). Domen Prevc, der Sieger von Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen, menschelte und landete nur auf Platz 30 (109,8).

Quali-Highlights: Prevc bei rot-weiß-roter Party vom Winde verweht

Quelle: Eurosport

Der Führende der Tournee-Wertung landete bereits bei 112 Metern, hatte jedoch auch mit heftigem Rückenwind zu kämpfen. Ähnlich erging es Ryoyu Kobayashi, dessen 118 Punkte jedoch für Platz elf reichten.
Felix Hoffmann, in der Gesamtwertung immerhin Vierter, landete als bester Deutscher auf Platz fünf (126,8). Philipp Raimund (16.) sorgte für eine Schrecksekunde, als er mit zu viel Geschwindigkeit in eine Bande krachte, die daraufhin zu Bruch ging. Raimund konnte wenig später aber wieder lachen. "Soweit alles okay", gab er bei Eurosport Entwarnung.
Mit Pius Paschke (112,2 Punkte), Karl Geiger (105,2) und Andreas Wellinger (97,9) qualifizierten sich auch die drei weiteren im DSV-Kader verbliebenen Adler für den Wettkampf am Sonntag (13:00 Uhr live auf Eurosport 1 und discovery+).
Wellinger musste dabei bis zum Schluss zittern und rutschte als 49. gerade noch so ins Teilnehmerfeld. Der zweimalige Olympiasieger lag gerade einmal 0,8 Punkte vor dem 51. Marius Lindvik. Zunächst war Wellinger sogar nur 50., der Pole Pawel Wasek wurde aber noch disqualifiziert.
"Die Gründe sind schon seit langer Zeit schwer zu finden", sagte der 30-Jährige im Eurosport-Interview: "Ich bin verkrampft am Fliegen, das funktoniert nur bedingt. So wie jetzt ist es einfach ein Kampf."
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"Zu wenig Rückenwind!" Wellinger zittert sich in den Wettkampf

Quelle: Eurosport

Warnschuss für Prevc in der Quali von Innsbruck

Prevc hatte in Oberstdorf  und Garmisch-Partenkirchen sowohl die Qualifikation als auch den Wettkampf gewonnen, nun gab es den ersten Rückschlag.
"Es ist besser, dass mir das in der Quali passiert ist, anstatt im Wettkampf. Es war eine Lehre", sagte der bisherige Dominator des Skisprung-Winters.
Der Österreicher Hörl gewann dagegen vor 8400 Fans vor Stefan Kraft, Stephan Embacher und Titelverteidiger Daniel Tschofenig - und gab sich angriffslustig. "Ich möchten ganz oben stehen, fühle mich gut. Skispringen wird immer leichter", sagte er auf die Frage, ob es noch möglich sei, Prevc abzufangen. Allerdings musste auch Hörl mit Blick auf Prevc' Windpech zugeben: "Mit +26, was er gehabt hat, ist es schon sehr schwer zu springen."
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Schmitt-Analyse zur Quali: "Doppelter Schreck" für Prevc und Raimund

Quelle: Eurosport

Prevc tut sich am Bergisel schwer

Prevc liegt in der Gesamtwertung mit 619,8 Punkten umgerechnet rund 20 Meter vor Hörl (584,8), Dritter ist in Embacher (578,3) ein weiterer ÖSV-Adler. Hoffmann (573,2) und Raimund (566,6) folgen auf den Plätzen vier und sechs.
In Innsbruck ist Prevc noch nie über Platz neun hinausgekommen. Dank seiner Topform hat er dennoch beste Chancen, zehn Jahre nach seinem Bruder Peter den Goldadler zu gewinnen.
Zudem kann er den "Grand Slam" mit Siegen auf allen vier Schanzen schaffen, bislang ist dies nur Sven Hannawald (2001/02), dem Polen Kamil Stoch (2017/18) und Ryoyu Kobayashi aus Japan (2018/19) gelungen.
(mit SID)
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Kurzer Schreck beim Auslauf: Raimund in Quali hinterher

Quelle: Eurosport


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