Katharina Schmid blickt auf die neue Saison: DSV-Star setzt sich hohe Ziele - Karriereende zum richtigen Zeitpunkt

Katharina Schmid blickt voller Vorfreude auf die Skisprung-Saison 2024/25. Im exklusiven Interview mit Eurosport erzählt die siebenmalige Weltmeisterin aus Oberstdorf von ihrer Vorbereitung und den großen Zielen für den Weltcup-Winter, der in der Weltmeisterschaft von Trondheim als Höhepunkt gipfelt. Darüber hinaus erklärt die 28-Jährige, was sie zu einem möglichen Karriereende bewegen würde.

Alle Augen auf die WM! Schmid: "Letztes Mal schwer zu toppen"

Quelle: Eurosport

Dreimal Gold, einmal Bronze - recht viel erfolgreicher kann man eine Skisprung-Weltmeisterschaft nicht gestalten. Das ist auch Katharina Schmid bewusst. Der DSV-Star setzt sich angesichts seiner Ausbeute in Planica 2023 aber nicht unter Druck.
"Da wird es aber schwierig, meine Ausbeute vom letzten Mal zu toppen", lacht der DSV-Star im exklusiven Interview mit Eurosport hinsichtlich der WM 2025 im norwegischen Trondheim. Trotz ihrer zurückliegenden Erfolge hat Schmid aber immer noch Großes vor.
Ob die magische Marke von 200 Metern im Skifliegen oder ein Triumph bei der Two Nights Tour vor heimischem Publikum, die 28-Jährige setzt die Messlatte hoch.
Das Thema Karriereende hat Schmid ebenso im Hinterkopf und spricht über die Ziele, die sie vor ihrem Rücktritt erreichen will.
Frau Schmid, bis zum Weltcup-Auftakt in Lillehammer ist es noch eine Weile hin. Wie läuft die Vorbereitung und wie groß ist die Freude auf die neue Saison?
Katharina Schmid: Bisher läuft es super. Wir hatten vor Kurzem die ersten Sprünge auf Eisspur in Klingenthal, da hat alles gepasst. Es fehlen nur noch wenige Wochen, daher geben wir noch einmal Vollgas. Die Vorfreude steigt und ich freue mich riesig, wenn der Schnee kommt.
An welchen Stellschrauben haben Sie im Sommer konkret gedreht?
Schmid: Ich habe versucht, bei allem einfach Vollgas zu geben. Es wurde viel getestet, auch körperlich bin ich noch einmal besser geworden und habe an meinem Feingefühl gearbeitet. Im Herbst ging es dann darum, das alles zusammen zu bekommen. Und das hat ganz gut geklappt.
Welche Ziele haben Sie sich für den kommenden Winter gesetzt?
Schmid: Ich will auf jeden Fall wieder ganz vorne dabei sein und um die Podestplätze springen. Dann steht ja noch eine Weltmeisterschaft auf dem Programm. Da wird es aber schwierig, meine Ausbeute vom letzten Mal zu toppen. (lacht) Aber ich werde auch dort versuchen, um die Medaillen zu kämpfen. Zum Abschluss würde ich gerne beim Skifliegen erstmals die 200 Meter knacken.
Stichwort WM - in Planica haben sie dreimal Gold gewonnen, auf der Großschanze reichte es "nur" zu Bronze. Wie groß ist Ihr Hunger auf den Titel auf der großen Schanze?
Schmid: Jeder fährt zur WM und will möglichst Gold gewinnen. Aber da gehört ein bisschen mehr dazu. Ich hoffe, dass ich gut in die Saison starte und bei der Weltmeisterschaft topfit bin. Das Ergebnis von Planica werde ich wohl nicht toppen können, aber ich werde versuchen, es erneut dorthin zu schaffen.
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Katharina Schmid gewann bei der WM 2023 in Planica drei Goldmedaillen

Fotocredit: Getty Images

In der vergangenen Saison stand für die Damen erstmals ein Skiflug-Weltcup auf dem Programm. Wie bedeutend war dieser Schritt Ihrer Meinung nach für den Sport?
Schmid: Es war wichtig für uns, der Welt zu zeigen, dass wir Skifliegen können und es für Frauen nicht gefährlicher als für Männer ist. Ich hoffe, dass es hier noch ein bisschen weiter geht.
Ihre bisherige Bestmarke sind 198,5 Meter. Wie groß ist der Ansporn, den Meilenstein von 200 Metern zu erreichen?
Schmid: Diese magische Marke will ich knacken. Auch wenn die Jungs immer behaupten, dass selbst die 200 Meter noch unspektakulär sind, glaube ich schon, dass das eine Weite ist, die man gerne dastehen hat.
Im letzten Winter fand zum ersten Mal die Two Nights Tour statt. Ausgerechnet dort lief es für sie nicht nach Plan. Wie groß ist die Motivation, dort Wiedergutmachung zu betreiben?
Schmid: Letztes Jahr war generell etwas schwierig für mich, ich bin nicht so gut in die neue Saison reingekommen. Dann ist es natürlich von Nachteil, direkt am Anfang eine solche Tour zu springen. Im Anschluss daran bin ich auch ausgestiegen, um zu trainieren. Dann bin ich besser zurückgekommen. Dieses Jahr hoffe ich darauf, dass ich von Anfang an vorne mit dabei bin. Wenn das der Fall ist, bin ich optimistisch, dass ich bei den Wettkämpfen in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf irgendwo vorne zu sehen bin.
Eine Vierschanzentournee für die Damen lässt hingegen weiter auf sich warten. Wie stehen Sie zu dem Thema?
Schmid: Wir wünschen uns alle eine Vierschanzentournee für die Damen, im selben Zeitraum und an den Orten, wo sie hingehört. Aber es schaut ganz gut aus. Mit der Two Nights Tour haben wir uns bereits ein bisschen in die richtige Richtung vorgearbeitet. Ich hoffe, dass der letzte Schritt in den nächsten Jahren kommt.
Sie haben bereits laut über ein mögliches Karriereende nachgedacht. Was muss eintreten, dass Sie Schluss machen und was steht bis dahin auf Ihrer Bucket List?
Schmid: Das Gefühl muss einfach passen, sodass ich guten Gewissens meine Ski an den Nagel hängen kann. Im letzten Jahr habe ich nach der Saison darüber nachgedacht, aber es war noch nicht so weit. Wie vorhin erwähnt, will ich die 200 Meter unbedingt noch knacken. Und dann muss es sich einfach gut anfühlen. Der Zeitpunkt muss da sein, wo ich beruhigt sagen kann: 'Jetzt reicht es.'
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Quelle: Eurosport


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