Philipp Raimund nach Gold-Erfolg bei Olympia wieder im Weltcup-Alltag - 25-Jähriger will ersten Karriere-Sieg am Kulm

Für Philipp Raimund steht nach Olympiagold von der Normalschanze bei den Winterspielen in Mailand und Cortina der Weltcup-Alltag vor der Tür. Beim Skifliegen am Kulm greift der Oberstdorfer wieder an - und will als Olympiasieger seinen ersten Weltcup-Sieg feiern. Ein echter Stresstest für den 25-Jährigen, der zur Bewältigung aber auch auf jede Menge Unterstützung bauen kann.

Raimund nach Olympiasieg: "Ich kann es immer noch nicht fassen"

Quelle: SNTV

Den Riesentrubel nach der Sternstunde auf der kleinen Schanze hat Philipp Raimund einigermaßen gut verpackt, nun widmet sich der Skisprung-Olympiasieger dem kleineren Trubel an der Riesenschanze mit frischen Kräften.
Dass dem Goldjungen von Predazzo noch ein Weltcupsieg fehlt, will Raimund schnellstmöglich ändern, vielleicht schon am Wochenende am Kulm - auch wenn Skifliegen für den Höhenflieger mit der (überwundenen) Höhenangst immer noch eine emotionale Angelegenheit ist.
"Erster Wettkampf nach Olympia, und dann gleich Skifliegen - das ist cool!", sagt Raimund vor den beiden Wettkämpfen in Bad Mitterndorf/Österreich am Samstag und Sonntag (jeweils 13:30 Uhr bei Eurosport und HBO Max).
Die sehr anspruchsvolle Anlage in der Steiermark kennt Raimund zwar nur aus den Trainingsdurchgängen der WM 2024, dennoch "freue ich mich und bin gespannt".
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Für Philipp Raimund steht nach dem Olympia-Erfolg wieder der Weltcup-Alltag an

Fotocredit: Getty Images

Raimund bekommt Überraschungsfeier

Die Vorfreude resultiert freilich auch daraus, dass sich der Oberstdorfer nun wieder mit dem sportlichen Kerngeschäft befassen kann, nachdem die knapp drei Wochen seit seinem goldenen Abend in Val di Fiemme mit reichlich ungewohntem Wirbel verbunden waren.
"Da ist schon viel Stress dabei gewesen. Ich habe lange nicht die Zeit gehabt, das alles sacken zu lassen", sagte Raimund in der "ARD": "Aber zu Hause habe ich eine Überraschungsfeier bekommen, das hat mir geholfen."
Für die Umstellung zurück auf Weltcup-Modus benötigte Raimund keine große Hilfe, dazu ist er Wettkampftyp genug. Gute Tipps nahm er jedoch gerne an. Der einschlägig erfahrene Kumpel Andreas Wellinger gab Raimund mit auf den Weg, dass das Jahr nach dem Olympiasieg ein durchaus schwieriges sein könnte.
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Philipp Raimund hat bei den Olympischen Spielen Gold auf der Normalschanze gewonnen

Fotocredit: Getty Images

Raimund wie Ammann?

Wellinger wurde zweimal Olympiasieger: Nach seinem ersten Erfolg mit dem Team 2014 in Sotschi gewann er drei Jahre lang nicht mehr im Weltcup, dem Einzel-Triumph von Pyeongchang 2018 folgte eine fünfjährige Durststrecke. Es geht aber auch anders: Der Schweizer Simon Ammann wurde 2002 wie Raimund Olympiasieger ohne vorigen Weltcupsieg - und holte diesen gleich nach den Spielen nach.
"Vielleicht war der Druck bislang im Weltcup nicht groß genug, sodass ich erst bei Olympia über mich hinauswachsen konnte", sagt Raimund. Genug Gelegenheit, um Druck aufzubauen, hat er noch bis Ende März: Drei der letzten fünf Weltcupstationen sind Flugschanzen, nach dem Kulm geht es noch zu den monströsen Bakken von Vikersund und Planica.
Gerade in Planica hatte Raimund zuletzt mit seiner Höhenangst zu kämpfen, trat im Vorjahr nicht an. "Dieses Jahr will ich mich aber da runterschmeißen", sagte Raimund. Vielleicht gelingt ihm dieser vermaledeite erste Weltcupsieg ja gerade dort, auf seiner "Angstschanze". In diesem schon jetzt märchenhaften Winter scheint ja nichts unmöglich.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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