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Karl Geiger, Pius Paschke und Co. im Formtief: DSV-Adler lassen die Flügel hängen - "Hätte nicht gedacht, dass..."
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Update 03/02/2025 um 14:56 GMT+1 Uhr
Der Sinkflug der deutschen Skispringer setzt sich in Willingen fort. Das Rätselraten ist groß - und die Zeit bis zur WM knapp. Karl Geiger verpasst an beiden Wettkampftagen den zweiten Durchgang und erklärt im Anschluss bedröppelt: "Ich hätte nicht gedacht, dass das hier passieren kann." Pius Paschke will lässt den nächsten Weltcup aus und sich lieber in Deutschland auf die WM vorbereiten.
Nächster Rückschlag: Paschke verpasst Finale
Quelle: Eurosport
Weite Flüge sind eigentlich das Ziel eines jeden Skispringers, das gilt auch für Pius Paschke. Zuletzt allerdings wollte es auf den Schanzen dieser Welt überhaupt nicht mehr funktionieren - und so verzichtet der Deutsche nun freiwillig auf eine Langstrecke der anderen Art: Den Flug zum Weltcup in den USA wird Paschke nicht antreten. Knapp vier Wochen vor der WM in Trondheim will er lieber trainieren.
Das "sehr enttäuschende Wochenende" beim Heim-Weltcup in Willingen war Auslöser dieser Maßnahme, nach den Plätzen 27 und 31 zog Paschke die Notbremse: "Für mich war das eher ein Schritt nach hinten, daher haben wir uns entschieden, dass ich nicht nach Lake Placid fliege. Das Ziel ist es nicht, 20. zu werden oder so."
Solche Platzierungen aber sind für die deutschen Skispringer in den vergangenen Wochen zur Gewohnheit geworden. Andreas Wellinger landete am Sonntag als bester immerhin auf Rang zwölf, der Olympiasieger war neben Philipp Raimund (15.) aber der einzige Deutsche im Finaldurchgang. Auf ein Einzelpodium wartet das Weltcup-Team seit nunmehr elf Wettbewerben.
"Es ist eine beschissene Situation, wo wir gerade stehen", sagte Wellinger: "Wir müssen uns da herauskämpfen." Aber: "Das wird nicht von heute auf morgen funktionieren."
Geiger verpasst den zweiten Durchgang
Die Zeit bis zur WM in Trondheim drängt, das Team ringt um schnelle Lösungen. Das Willingen-Wochenende war dabei ein neuerlicher Rückschlag - und warf selbst jemanden zurück, der auf einem guten Weg schien.
"Ich hätte nicht gedacht, dass das hier passieren kann", sagte ein angefasster Karl Geiger, der sich an beiden Wettkampftagen nach dem ersten Durchgang verabschieden musste, obwohl seine Formkurve zuletzt nach oben gezeigt hatte.
"Das macht mich fast sprachlos", kommentierte Geiger - damit war er nicht allein im deutschen Team. Auch Bundestrainer Stefan Horngacher fiel die Ursachenforschung schwer. Wie seine Mannschaft den Weg aus dem Tal finden könne? "Das ist eine gute Frage", sagte der 55-Jährige in der ARD.
Einen zentralen Grund für das kollektiv schwache Abschneiden gebe es nicht, meinte jedenfalls Philipp Raimund, "es ist immer individuell. Jeder macht gerade ein paar Fehler." Die haben sich seit der misslungenen Vierschanzentournee derart gehäuft, dass sich Horngacher inzwischen nicht mehr nur mit kriselnden Athleten, sondern auch mit Fragen um seine Person herumschlagen muss.
DSV will keine Trainerdiskussion
Einer Trainerdiskussion erteilte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel in der "ARD" allerdings eine Absage: "In einem Wechsel würde ja auch ein Risiko stecken, deswegen ist das für uns nicht das Thema", sagte er, forderte aber: "Es liegt jetzt auch an Steff, die richtigen Schlüsse zu ziehen."
Die nächsten Chancen bieten sich in Lake Placid und anschließend im japanischen Sapporo. Es sind die letzten vor der WM.
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(SID)
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Das Hadern mit dem Sprung: Geiger weit, aber nicht weit genug
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