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Lake Placid: Andreas Wellinger Elfter, Karl Geiger auf Platz zwölf - Österreicher Daniel Tschofenig überragt erneut
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Publiziert 09/02/2025 um 18:22 GMT+1 Uhr
Die deutschen Skispringer haben nur einen kleinen Schritt aus ihrer großen Krise gemacht. Andreas Wellinger landete am Sonntag in Lake Placid als bester DSV-Adler auf dem elften Rang, Karl Geiger folgte auf Platz zwölf. Beim Sieg des Österreichers Daniel Tschofenig blieb das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher zweieinhalb Wochen vor der WM zum fünften Mal in Folge ohne einen Top-Ten-Platz.
DSV-Mixed-Team jubelt vor Norwegen und Österreich - Highlights
Quelle: Eurosport
Im Einzel historisch schlecht, im Team unschlagbar: Die kriselnden deutschen Skispringer um Hoffnungsträger Andreas Wellinger haben in Lake Placid ein Wochenende voller Gegensätze erlebt. Im Olympiaort von 1932 und 1980 setzte es im Einzel sogar das schlechteste Ergebnis seit 14 Jahren, dafür folgte im Mixed ein völlig unerwarteter Sieg in der WM-Generalprobe.
"Es hat scheiße begonnen und besser geendet. Es war erst ein Tief und dann ein Hoch", sagte Wellinger, der am Samstag mit einem ganz starken Sprung auf 124,5 m den überraschenden Mixed-Sieg ins Ziel brachte. Weil Wellinger am Sonntag im Einzel Rang elf folgen ließ, fiel zumindest der letzte Eindruck ordentlich aus.
Von einer Wende zum Guten kann zweieinhalb Wochen vor WM-Beginn aber längst nicht die Rede sein. Vor allem der Samstag in Übersee begann unterirdisch: Wellinger war als 16. bester Deutscher, schlechter waren die DSV-Adler auf einer Großschanze zuletzt vor 14 Jahren.
Die Tagessiege gingen an den Norweger Johann Andre Forfang und Daniel Tschofenig aus Österreich. Auf das Podest schafften es am Samstag zudem die Österreicher Jan Hörl und Tschofenig, am Sonntag dann Hörl und Lanisek. Das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher wartet dagegen schon seit 13 Einzel-Wettkämpfen auf einen Podestplatz. Eine längere Flaute hatte es zuletzt im Winter 2007/08 gegeben.
"Amerikanischer Albtraum" für deutsche Skispringer endet im Mixed
"Der Samstag war ganz schwierig für uns. Wir haben sehr schlechte Sprünge gemacht, das war enttäuschend", sagte Horngacher. Wie Wellinger zeigte auch Karl Geiger mit den Rängen 24 und 12 zumindest einen leichten Aufwärtstrend. Für Philipp Raimund (21./28.), Stephan Leyhe (26./26.) und Felix Hoffmann (31./32.) galt das nicht.
Immerhin: Der "amerikanische Albtraum" endete zumindest im Mixed. "Andi Wellinger ist immer besser ins Springen gekommen. Mit dem Sieg sind wir sehr zufrieden, das gibt uns Auftrieb", sagte Horngacher: "So Erlebnisse brauchst du, das tut der ganzen Mannschaft gut." Weil die WM naht, könnte der Auftrieb aber zu spät kommen.
Zusammen mit Raimund, Agnes Reisch und Selina Freitag hatte Wellinger im Mixed vor den Favoriten Norwegen und Österreich gewonnen. "Überraschend, aber auch verdient", wie Raimund fand. Zwei Topathleten gehörten nicht zum Team: Der fünfmalige Saisonsieger Pius Paschke trainierte daheim für die WM, Weltmeisterin Katharina Schmid ist derzeit nur die deutsche Nummer drei und musste erstmals seit Februar 2021 bei einem Mixed zusehen.
Die 25 Jahre alte Reisch hatte am Samstag als Zweite sogar für den größten Erfolg ihrer Karriere gesorgt. "Mein erstes Weltcup-Podest, dann im Mixed gewonnen - unglaublich. Ich kann noch nicht ganz realisieren, was da passiert ist", sagte die Allgäuerin. Auch Freitag überzeugte als Dritte, Weltmeisterin Schmid verlor als Siebte im Kampf dagegen um den Gesamtweltcup weiter an Boden.
Für die Männer folgt am kommenden Wochenende die WM-Generalprobe in Sapporo. Ob das deutsche Team in Bestbesetzung nach Japan reist, ist offen - Raimund deutete bereits eine Pause an.
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(SID)
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