Norwegen-Trainer Magnus Brevig vermutet "Spionage" beim Material der Springer - auch das deutsches Team ist gemeint

Eigentlich sind die Zeiten beim norwegischen Skisprungteam aktuell alles andere als rosig. Neben der krachenden Trennung von Trainer Alexander Stöckl steckt das Team in finanziellen Schwierigkeiten. Trotzdem scheint Norwegen beim Material ganz vorne mit dabei zu sein und hat die Aufmerksamkeit der anderen Nationen auf sich gezogen - auch des deutschen Teams, wie Trainer Magnus Brevig berichtet.

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Quelle: Eurosport

Unter dem neuen Trainer Brevig soll das norwegische Team ganz vorne mitspringen - so wie es traditionell häufig der Fall war. Finanzielle Engpässe entwickelten sich in den vergangenen Monaten aber zum echten Hindernis. "Wir laufen auf Sparflamme", sagte Brevig im Oktober dem norwegischen TV-Sender "NRK".
Trotzdem ist Norwegen - was das Material angeht - aktuell wohl wieder richtig gut aufgestellt. Nach dem Sommer-Grand-Prix-Event in Klingenthal soll es deswegen den ein oder anderen "Spion" gegeben haben.
"Ich habe gesehen, dass der Kontrolleur nach dem Springen umzingelt wurde. Sowohl deutsche als auch österreichische Trainer waren da und ich glaube nicht, dass sie über das Wetter gesprochen haben", erklärte Cheftrainer Brevig vielsagend gegenüber dem "NRK".
Ein großes Problem wollte der neue Coach aus dem vermeintlichen Abschauversuch aber nicht machen. "Die Leute sind neugierig und beobachten uns jetzt. Damit müssen wir leben", betonte der 40-Jährige.

Manager vermutet "politische Spielchen"

Dabei gehe es der Konkurrenz nicht nur darum, das eigene Material anhand der Erkenntnisse zu verbessern, sondern auch um mögliche Regelverstöße.
"Ich denke, dass das großen Spaß macht. Wenn sie zum Material-Kontrolleur rennen und sagen, schau dir das Material der Norweger mal an, heißt das, dass wir irgendetwas richtig machen", sagte Manager Jan-Erik Aalbu und sprach von "politischen Spielchen im Hintergrund".
Man müsse sich "bewusst sein, dass die Gegner einen schlagen wollen, indem sie besser sind. Aber auch, indem sie dich limitieren. Auch wir müssen dieses Spiel mitspielen", betonte Brevig, dessen Team - allen voran Marius Linvik - in Klingenthal zu überzeugen wusste.
Wie viel Wahrheit schon in den Sommerwettkämpfen steckt, zeigt sich dann beim Weltcup-Auftakt in Lillehammer (22. - 24. November live im TV bei Eurosport und im Liveticker).
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