Lillehammer: Pius Paschke begeistert Martin Schmitt mit Traumstart - DSV-Adler kann Gelbes Trikot verteidigen
Publiziert 25/11/2024 um 14:48 GMT+1 Uhr
Pius Paschke hat mit seinem goldenen Saisonstart beim Weltcup in Lillehammer für Begeisterung in Skisprung-Deutschland gesorgt. Ein Sieg und ein zweiter Platz auf der Großschanze bedeuten für den 34-Jährigen das Gelbe Trikot. Eurosport-Experte Martin Schmitt erwartet sich einen Schub für das ganze DSV-Team und geht davon aus, dass Paschke auch in den kommenden Wochen ganz vorne mitmischt.
Paschke exklusiv zum Gala-Auftakt: "Einfach wunderbar"
Quelle: Eurosport
"Es war beeindruckend, wie er sich präsentiert hat", schwärmte Schmitt im exklusiven Interview mit Eurosport im Hinblick auf die Ausbeute von Paschke.
In Lillehammer triumphierte der Routinier zunächst gemeinsam mit Andreas Wellinger, Selina Freitag und Katharina Schmid im Mixed, in den darauffolgenden Tagen ließ er im Einzel einen Sieg und einen zweiten Platz auf der Großschanze folgen.
Dieser Höhenflug ist das Ergebnis der knochenharten Arbeit des Team-Weltmeisters von 2021 über die vergangenen Jahre hinweg. "Er hat sich über einen langen Zeitraum hinweg etwas aufgebaut", erklärte Schmitt. "Er belohnt sich jetzt in einem recht hohen Springer-Alter für die ganzen Mühen und Strapazen."
Der Umstand, dass der Weg an die absolute Weltspitze für Paschke so lang war, sorgte bei Schmitt neben Respekt auch für Hoffnung auf einen nachhaltigen Effekt. "Dadurch, dass er das so stabil aufgebaut hat, sollte er es auch über einen längeren Zeitraum hinweg halten können."
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Von sechs auf eins! Paschke fliegt in Lillehammer zum Sieg
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Die Konkurrenz schläft nicht
Auf seinen Lorbeeren dürfe sich Paschke aber nicht ausruhen. "Es wird nicht reichen, nur das Niveau zu halten", mahnte Schmitt. "Man muss im internationalen Vergleich zulegen, weil sich Springer herauskristallisieren werden, die das hohe Niveau stabilisieren. Dann kommen sie in einen Flow und erreichen damit eine höhere Stufe."
Daher komme es für Paschke ab sofort auf jeden einzelnen Sprung an - sogar im Training. "Es ist wichtig, dass man möglichst wenig in den Bewegungsablauf eingreifen und möglichst wenig arbeiten muss, sodass man auf seine Stärken vertrauen kann", so Schmitt.
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"Da brennt nichts mehr an!" Paschke macht Mixed-Sieg perfekt
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Wie der Olympiasieger von 2002 weiter ausführte, sei der Triumphzug von Paschke auch für die restlichen DSV-Adler von besonderer Bedeutung.
"Für das Team ist es genial, wenn einer das Gelbe Trikot trägt. Dann weiß die ganze Mannschaft, wo sie steht und was zu machen ist", sagte er. "Man weiß, man ist vom Material dabei und die anderen zaubern nicht oder haben etwas Geheimnisvolles, wo man nachholen müsste."
Paschke rücke dadurch mehr in den Fokus und fungiere fortan auch als Anhaltspunkt für seine Teamkollegen. "Man kann sich an seinem Level orientieren", sagte Schmitt. "Es stärkt einfach den Glauben an gute Ergebnisse. Das hilft dem ganzen Team."
Schmitt: Wellinger wird seine Fehler abstellen
Mit Platz sieben und zwölf verlief der Auftakt für Andreas Wellinger hingegen weniger erfreulich. Kopfzerbrechen sollten die Ergebnisse dem 29-Jährigen aber nicht bereiten.
"Er hatte eine super Vorbereitung. Die hohen Erwartungen sind jetzt nicht ganz erfüllt worden, aber so wie ich ihn beobachtet habe, weiß er genau, wo die kleineren Fehler liegen und worauf er achten muss", meinte Schmitt. "Die Fehler wird er abstellen und auf seine Stärken vertrauen können."
Zwischen 29. November und 1. Dezember macht der Weltcup im finnischen Ruka Halt (live und on-demand bei discovery+). Dann hat Wellinger die Chance auf Wiedergutmachung.
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