Pius Paschke im Exklusiv-Interview: DSV-Adler hat von Rückschlägen gelernt - Skispringer mit Ruhe zurück zur Konstanz

Der deutsche Skispringer Pius Paschke hat in der vergangenen Saison eindrucksvolle Höhen erlebt, musste aber auch Rückschläge hinnehmen. Aus letzteren will der DSV-Adler die richtigen Schlüsse gezogen haben. "Es geht darum, die Ruhe zu bewahren und Störgeräusche von außen auszublenden", erklärt er im exklusiven Interview mit Eurosport. Schließlich soll es auch mit seinem großen Ziel klappen.

Karriereende? Paschke: "Dem steht nichts im Weg"

Quelle: Eurosport

Zwischen 21. und 23. November stehen im norwegischen Lillehammer die ersten Wettkämpfe der neuen Weltcup-Saison im Skispringen auf dem Programm (live und on-demand bei discovery+).
Mit am Start sein wird auch DSV-Adler Pius Paschke, der seinen phänomenalen Erfolgslauf aus dem vergangenen Winter wiederholen möchte. "Ab dem ersten Wochenende war ich extrem im Flow", erinnert sich der 35-Jährige im exklusiven Interview mit Eurosport. "Es war wie selbstverständlich, ich wusste genau, was zu tun war."
In den ersten acht Wettkämpfen avancierte Paschke, der bis dahin im Einzel nur einen Weltcupsieg errungen hatte, gleich fünfmal zum Triumphator. Zudem landete er zwei weitere Male auf dem Podest.
"Von solchen Phasen träumt man als Sportler", schwärmt er. "Für ein paar Wochen durfte ich das genießen. Aber leider nicht die ganze Saison."

Paschke: "Den Druck macht man sich selbst"

Als Gesamtweltcupführender reiste er im Dezember nach Engelberg. Ausgerechnet bei der Generalprobe für die Vierschanzentournee kassierte er die ersten Dämpfer des Winters - als Zehnter und 18. blieb er weit hinter den Erwartungen zurück.
Bei der anschließenden Tournee war der vierte Platz in Garmisch-Partenkirchen sein bestes Resultat, im Gesamtklassement belegte Paschke am Ende Rang sechs. War die Erwartungshaltung einfach zu groß?
"Das würde ich nicht sagen", meint der Routinier. "Den größten Druck macht man sich selbst. Wenn man zuvor fünf Weltcups gewinnt, wäre es natürlich blöd, sich plötzlich mit den Top 10 zufriedenzugeben."
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Paschke und Wellinger verabschieden sich ordentlich von Tournee

Quelle: Eurosport

Trotz der Rückschläge beim Großereignis blickt er positiv auf jene Phase zurück. "Für mich war es dennoch eine sehr, sehr hilfreiche Tournee. Ich habe extrem viel gelernt", unterstreicht Paschke. "Schließlich hatte ich in der Vergangenheit auch ein paar, die nicht so gut liefen."

Paschke: Auf der Suche nach Konstanz

Vom Leistungseinbruch in der zweiten Saisonhälfte will der Team-Weltmeister von 2021 gelernt haben.
"Es geht darum, die Ruhe zu bewahren und die Störgeräusche von außen auszublenden", erklärt er. "Zudem sollte man beim Material seiner Linie treu bleiben. Das ist mir damals nicht gelungen."
Gegen Ende der Saison hatte sich Paschke zwar wieder gefangen, "bis dahin hat es aber leider ein paar Wochen gedauert", schiebt er nach. "Das große Ziel in diesem Jahr ist somit, dass ich meine Leistungen auf einem konstanten Level durchziehe."
Gipfeln soll seine Leistung schließlich bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo 2026 (6. bis 22. Februar live und on-demand bei discovery+).
"Zunächst muss ich mich dafür aber qualifizieren. Aber ich bin hochmotiviert", blickt er mit Vorfreude auf die zweiten Winterspiele seiner Karriere. "Ich hoffe, dass wir den italienischen Flair ein wenig aufsaugen können und schöne Spiele haben werden."
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