Norwegens Skispringer nach Anzugskandal zu vorsichtig? Sportdirektor Aalbu: "Haben uns an die Vorschriften gehalten"
VonNiklas Bien
Publiziert 13/03/2026 um 15:30 GMT+1 Uhr
In der vergangenen Saison überstrahlte der Anzugskandal die Saison der norwegischen Skispringer. In diesem Winter muss sich Sportdirektor Jan-Erik Aalbu im Grunde genau mit der entgegengesetzten Thematik beschäftigen. Weltmeister Marius Lindvik und Cheftrainer Rune Velta sprachen zuletzt über die sehr vorsichtige Gestaltung der Anzüge. Sportdirektor Aalbu verteidigt diese Herangehensweise.
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Quelle: Eurosport
Die norwegischen Springer waren in den besonderen Momenten der laufenden Skisprungsaison häufig nur Zuschauer: Mit Marius Lindvik und Johann Andre Forfang sind die beiden Top-Springer der Skandinavier im Gesamtklassement nur auf den Rängen zwölf und 13.
Im Saisonendspurt beginnt die Ursachensuche. "Wir sind einfach kein Risiko eingegangen. Wir waren wahrscheinlich viel zu vorsichtig im Vergleich zu unseren Konkurrenten, die sich näher an die Grenze herangewagt haben", analysierte Lindvik, der sich 2025 rund um den Anzug-Skandal zum Weltmeister von der Normalschanze krönte, bei "NTB".
Sein Cheftrainer Rune Velta kam zu einer ähnlichen Einschätzung. "Wir haben uns entschieden, dieses Risiko nicht einzugehen. Das bereue ich nicht. Es war eine Entscheidung", erklärte Velta im "Dagbladet". Der Norweger hatte das Team im Juni – also nach dem Anzug-Wirbel – übernommen.
"Wir haben uns entschieden, etwas zu weit innerhalb der Grenzen zu bleiben und eine sichere Linie zu fahren, damit wir kein Risiko eingehen und disqualifiziert werden", so der 36-Jährige weiter.
Norwegen wehrt sich gegen Kritik
War die Herangehensweise in der Nachwirkung des großen Bebens im vergangenen Winter also zu zurückhaltend?
Dieser Schlussfolgerung stellte sich Sportdirektor Jan-Erik Aalbu nun deutlich entgegen.
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Quelle: Eurosport
"Wir haben uns an die Vorschriften gehalten und hatten trotzdem wettbewerbsfähige Anzüge. Möglicherweise waren wir zu Beginn der Saison in Lillehammer etwas konservativ, aber danach hatten wir wettbewerbsfähige Anzüge", betonte der 62-Jährige.
"Das Wichtigste" sei gewesen, bei Kontrollen nicht erneut aufzufallen.
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Jan-Erik Aalbu verteidigte die Herangehensweise der norwegischen Mannschaft
Fotocredit: Getty Images
Sundal spürt verschärften Blick bei Kontrollen
Springer Kristoffer Eriksen Sundal pflichtete seinem Sportdirektor bei. "Es besteht auch kein Zweifel, dass wir etwas vorsichtiger mit der Ausrüstung umgehen mussten als unsere Konkurrenten", so der 25-Jährige.
Nach dem großen Knall im vergangenen Frühjahr war man im norwegischen Lager in dieser Saison ganz offensichtlich um Ruhe bemüht.
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