Sven Hannawald kritisiert Marius Lindvik nach WM-Gold - Skisprung-Ikone fordert Konsequenzen nach Anzugskandal

Skisprung-Ikone Sven Hannawald hat dem Norweger Marius Lindvik einen Verzicht auf den im März errungenen WM-Titel nahegelegt. "Wenn ich als Lindvik die Medaille sehen würde - ich würde nur den Kack sehen. Klar, er wird sie behalten - aber ich glaube, ich würde sie abgeben. Was willst du denn damit?", sagte der 51-jährige "ARD"-Experte am Samstag beim Weltcup-Auftakt in Lillehammer.

Andreas Wellinger sprang von der Normalschanze zum WM-Silber hinter Marius Lindvik.

Fotocredit: Getty Images

Eine Woche später wurde er nach der Entscheidung von der Großschanze disqualifiziert, da durch ein geheim aufgenommenes Video Manipulationen an seinem Anzug nachgewiesen worden waren.
"Der WM-Titel steht noch. Wenn ich aktiv wäre, ich wäre da vom Allerfeinsten durchgedreht", sagte Hannawald.
Lindvik wurde eine Beteiligung an dem Anzugskandal nicht nachgewiesen, später wurde er dennoch für drei Monate gesperrt. "Aber die Sperre war im Sommer - was keinen interessiert. Die Sperre jetzt wäre das Richtige", so Hannawald.

Hannawald sieht Fortschritte

Gleichzeitig zeigte sich Hannawald hoffnungsvoll, dass die schärferen Regeln nun Wirkung zeigen. "Sie haben einen Weg gefunden, die Anzüge in den Griff zu bekommen. Das funktioniert jetzt", sagte der Vierschanzentourneesieger von 2001/02.
"Die Hoffnung ist, dass alle Beteiligten merken, was sie für die Sportart angerichtet haben. Aber ich habe Zähneknirschen, was den WM-Titel angeht. Der müsste für Wellinger stehen."
(SID)
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Highlights: Österreichischer Dreifachsieg zum Auftakt

Quelle: Eurosport


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