Markus Eisenbichler und Martin Schmitt nennen Favoriten für Vierschanzentournee - DSV-Adler hinter Prevc und Kobayashi
Update 23/12/2025 um 09:08 GMT+1 Uhr
Die Vierschanzentournee steht vor der Tür und wie jedes Jahr beschäftigt die Frage nach den Titelkandidaten die Fans. Die Eurosport-Experten Markus Eisenbichler und Martin Schmitt wollen sich zwar nicht auf einen Springer festlegen: "Für mich heißen die Topfavoriten Ryoyu Kobayashi und Domen Prevc", sagt Schmitt. Aber auch zwei DSV-Adler und einen unerwarteten Namen hat das Duo auf dem Zettel.
Eisenbichler zu Wellinger und Geiger: "Kommen wieder auf die Beine"
Quelle: Eurosport
Hinter den derzeitigen Überfliegern Kobayashi und Prevc sehe er "definitiv Philipp Raimund, aber auch Felix Hoffmann. Sie sind in einer super Ausgangsposition", erklärt Schmitt, der während seiner Laufbahn zwei Mal den Gesamtweltcupsieger gewann.
Sowohl Hoffmann als auch Raimund springen bis dato eine starke Saison. Die Generalprobe in Engelberg gelang vor allem Hoffmann mit einem starken zweiten und dritten Platz.
"Felix hat ein Wahnsinnspotenzial, wenn man Engelberg gesehen hat. Das ist schon stark, was er zeigt", analysiert Schmitt.
Die Weltcup-Station zuvor in Klingenthal sei indes "nicht so ein Aufwindwettkampf" gewesen. "Eine solche trickreiche Schanze, die ihn vielleicht eher mal ein bisschen bremst, gibt es bei der Tournee nicht. Deswegen glaube ich, dass er da eine gute Rolle spielt", betont der Eurosport-Experte. Für Hoffmann reichte es in Klingenthal nur zu den Plätzen zwölf und 29.
Schmitt glaubt an Hoffmanns Chance: "Wer das Potenzial hat ..."
Wichtig sei aber: "Wer das Potenzial hat, ein Springen für sich zu entscheiden, kann auch die Tournee gewinnen", so Schmitt im Hinblick auf die generellen Chancen des 28-Jährigen beim ersten Saison-Höhepunkt in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen.
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Felix Hoffmann wird Zweiter in Engelberg: Nie war er bislang besser
Fotocredit: Getty Images
Das dürfte auch auf Raimund zutreffen, wenngleich der Göppinger in dieser Saison viermal auf dem Podium stand, auf einen Sieg allerdings noch wartet.
Tournee-Druck? Eher ein Vorteil für Raimund
Neu ist der Druck und die Erwartungshaltung für die beiden DSV-Hoffnungsträger, die in den vergangenen Jahren hinter Andreas Wellinger, Karl Geiger oder Markus Eisenbichler eher die zweite oder dritte Geige spielten.
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Raimund exklusiv vor Tournee: "Fühlt sich wie ein Trainingscamp an"
Quelle: Eurosport
Raimund könnte die Situation dennoch entgegenkommen: "Der Philipp mag das, wenn die Stadien voll sind. Er springt bei der Tournee immer gut, war dort eigentlich immer besser als seine Gesamtweltcupplatzierung", blickt Schmitt zurück.
Raimund kennt die Schanze beim Auftaktspringen in Oberstdorf (29. Dezember ab 16:00 Uhr live bei Eurosport und discovery+) bestens. Mit elf Jahren zog er ins Allgäu und springt seither beim SC Oberstdorf. "Beide können speziell in Oberstdorf sehr gut springen und werden da einen guten Start haben. Philipp springt jetzt schon so lange auf einem hohen Niveau. Der hat so eine stabile Form, da dürfte nichts anbrennen", glaubt Schmitt.
Eisenbichler: "Kraft muss nur Garmisch überstehen"
Nicht nur den Deutschen liegt Oberstdorf. Auch Stefan Kraft, den Ex-Weltmeister Eisenbichler als heißen Kandidaten auf den Goldenen Adler sieht, hat gute Erinnerungen an die Schanze: "In Oberstdorf wird der parat stehen. Da bin ich mir ganz sicher. Der kann Oberstdorf, der ist da Weltmeister geworden. Der Krafti muss nur Garmisch überstehen. Das ist überhaupt nicht seine Schanze - aber wenn er das schafft, wird er ganz gefährlich", so Eisenbichler gegenüber Eurosport.de.
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Eisenbichler verrät: Das hat Geiger zur neuen Rolle gesagt
Quelle: Eurosport
Kraft verfüge "einfach über einen guten und stabilen Grundsprung, der immer funktioniert. Egal ob es windet oder nicht, das ist dem egal", analysiert der 34-Jährige die Qualitäten seines einstigen Rivalen.
Wundertüte Lanisek: "Oberstdorf killt ihn ab und zu"
Eisenbichler hat außerdem einen prominenten Namen auf der Liste: Anze Lanisek. Der Slowene kommt derzeit - auf sehr hohem Niveau - nicht ganz an sein bestes Level heran, aber "ich habe ihn ein bisschen auf der Rechnung, weil Anze speziell in Garmisch in den vergangenen Jahren immer bärenstark war".
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Anze Lanisek - was ist drin bei der Tournee?
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Beim Start der Tournee werde der Slowene allerdings zu kämpfen haben: "Oberstdorf killt ihn ab und zu ein bisschen, aber wenn er das dieses Jahr knackt, habe ich ihn auf dem Zettel. Speziell in Garmisch, Innsbruck und Bischofshofen war er immer gut", so Eisenbichler.
Kobayashi und Prevc Topfavoriten - was zeigt Nikaido?
Prevc und Kobayashi, die den Gesamtweltcup anführen (der Stand im Gesamtweltcup), sind für Eisenbichler die Topfavoriten: "Die springen den Sprung sehr aggressiv an, lassen aber das System einfach wirken. Da gehört ein extremes Selbstbewusstsein dazu", erklärt Eisenbichler das Erfolgsgeheimnis des Slowenen und des Japaners.
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Domen Prevc (re.) und Anze Lanizek (li.) wollen bei der Tournee den Sieg
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Einen Landsmann von Kobayashi haben die Eurosport-Experten ebenfalls auf der Rechnung - als Geheimfavoriten. "Ein Ren Nikaido springt immer besser, wird immer stabiler", unterstreicht Schmitt. "Nikaido finde ich auch sehr spannend, weil der ähnlich wie der Krafti einen guten Grundsprung und ein geschlossenes System hat. Das funktioniert eigentlich immer, auch bei schwierigen Verhältnissen", stimmt Eisenbichler zu.
Dennoch schließt er einen Überraschungssieger nahezu aus: "Ich bin immer so ein bisschen für die Underdogs. Finde ich immer ganz witzig, wenn man über bestimmte Leute redet und dann kommt doch irgendwer anders und schnappt sich den Adler." Allerdings falle ihm "aktuell kein Springer ein, weil einfach das Feld so dicht ist. Da muss schon viel passieren", sagt Eisenbichler.
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Hoffmann fängt Raimund im deutschen Duell ums Podest noch ab
Quelle: Eurosport
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