Olympische Spiele ohne Karl Geiger: Markus Eisenbichler zum Dämpfer für DSV-Adler - Trotzreaktion von Skispringer
Update 30/01/2026 um 08:33 GMT+1 Uhr
Karl Geiger wird nicht an den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo teilnehmen. Der fünfmalige Weltmeister verpasste die notwendige Norm, der Aufschwung im Weltcup und bei der Skiflug-WM kam zu spät. Eurosport-Experte Markus Eisenbichler unterstreicht jedoch, dass ein Sprung auf den Olympia-Zug im letzten Moment keineswegs das Allheilmittel für den DSV-Adler gewesen wäre.
"Kann sich nicht viel vorwerfen": Geiger fällt mit Windpech zurück
Quelle: Eurosport
Lange Zeit war Karl Geiger bei der Skiflug-WM in Oberstdorf auf Kurs einer Top-10-Platzierung gewesen, eine Portion Windpech ließ den DSV-Adler letztlich aber zurückfallen. Trotz Rang 17 deutete der 32-Jährige jedoch an, wozu er nach wie vor fähig sein kann.
"Mich hat es gefreut, dass es ihm in Oberstdorf wieder besser erging. Man sah in mit einem Lächeln, endlich hat er wieder gestrahlt", blickte Eurosport-Experte Markus Eisenbichler in einer Medienrunde am Mittwoch auf die Wettkämpfe am vergangenen Wochenende zurück. "Das soll er beibehalten."
Immerhin endet die Saison nicht mit den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar live und on-demand bei HBO Max). Jenen Winterspielen, die Geiger aufgrund ausbleibender Leistungen verpasst.
"Natürlich tut es ihm wahrscheinlich ein bisschen weh, in solchen Momenten sagt man sich als Athlet aber auch: Es macht keinen Sinn", merkte Eisenbichler an.
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Karl Geiger und Markus Eisenbichler in Planica 2025
Fotocredit: Getty Images
Geiger zeigte in Sapporo nur kurz auf
Dabei schrammte Geiger letzten Endes nur knapp an der Norm vorbei. Im japanischen Sapporo erfüllte er mit einem 14. Platz das halbe Soll. Einen Tag zuvor war er bereits knapp dran, stürzte dann aber nach Rang zwölf im ersten Durchgang noch um 15 Plätze in der Entscheidung ab.
"In Sapporo hatte er seine Chance. Am ersten Tag gelang ihm ein starker Sprung, den zweiten hat er versemmelt. Dann wusste er schon: Das war's", so Eisenbichler.
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Starker Auftakt beim WM-Heimspiel: Geiger legt in Oberstdorf vor
Quelle: Eurosport
Als Skispringer habe man über eine gesamte Saison hinweg genügend Chancen, um sich für die Winterspiele zu empfehlen. Das war Geiger nicht gelungen. Und so wie Eisenbichler seinen ehemaligen Mannschaftskameraden kennt, hätte ihm eine Qualifikation auf den allerletzten Drücker nicht geschmeckt.
"Eine dritte Teilnahme an Winterspielen hätte er zwar als schön empfunden. Karl will dahinfahren und Medaillen gewinnen", hob der sechsmalige Weltmeister hervor. "Nur dabei sein und ein paar Sprünge machen - dafür ist er zu sehr ein gestandener Athlet."
Eisenbichler: Olympia-Aus auch positiv für Geiger
Die olympischen Wettkämpfe in Predazzo finden also ohne Geiger statt. "Aber die Welt geht nicht unter, die Erde dreht sich weiter", meinte Eisenbichler. Immerhin könne der geschlagene DSV-Adler auch etwas Positives aus diesem durchwachsenen Winter ziehen.
"Das Wichtigste ist nach solchen Rückschlägen wieder aufzustehen und sich nicht unterkriegen zu lassen", sagte Eisenbichler. "Ich war in einer ähnlichen Situation: 2018 in Pyeongchang durfte ich unglücklicherweise nicht im Teamwettbewerb starten. Das warf mich aber nicht aus der Bahn und ich wollte es den anderen erst recht beweisen sowie den Trainern zeigen, dass sie auf mich nicht verzichten können."
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Keine Olympia-Nominierung für Karl Geiger
Fotocredit: Getty Images
Doch wie sieht eine solche Trotzreaktion überhaupt aus? "Man konzentriert sich weniger auf irgendwelche Ziele, sondern mehr auf sich selbst: Wie schaut mein Sprung aus? Was mache ich falsch?", gab Eisenbichler einen Einblick.
Wie auch in anderen Sportarten könne es im Skispringen schnell gehen. Aber Vorsicht: "Das ist oft ein Wunschdenken. Auf Glück zu hoffen, das ist im Leben nicht ratsam", mahnte der 34-Jährige. "Man muss dafür arbeiten."
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"Heikler Fall": Wer hat Schuld am Ski-Fauxpas von Prevc?
Quelle: Eurosport
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