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Olympia 2022 - Martin Schmitt exklusiv: Fehlen von Kramer "extrem bitter", Chancen für Althaus gestiegen
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Publiziert 02/02/2022 um 12:48 GMT+1 Uhr
Mit Sara Marita Kramer verpasst die beste Skispringerin der Saison die Olympischen Spiele in Peking (ab 4. Februar live bei Eurosport). Der Grund ist eine Corona-Infektion der 20-Jährigen. Für Skisprung-Experte Martin Schmitt sei die Situation für Kramer "extrem bitter", wie er im Eurosport-Interview erklärte: "Corona ist die große Angst, die jeder Sportler schon die ganze Saison hat."
Sara Marita Kramer
Fotocredit: Imago
"Sie ist sehr gewissenhaft, hat alles getan, um sich zu schützen. Wenn man dann doch etwas aufschnappt und es sich gar nicht erklären kann, ist es natürlich sehr hart", meinte der 44-Jährige: "Zumal sie schon im vergangenen Jahr durch einen falsch positiven Test den Weltcup in Rasnov verpasst und dadurch am Ende den Gesamt-Weltcup-Sieg verloren hatte."
Besonders tragisch für Kramer laut Schmitt: "Sie hat eine unglaubliche Form. Als Sportler weiß man nicht, ob die Chance in vier Jahren genauso groß ist."
In dieser Saison gewann die 20-jährige Österreicherin bereits sechs Weltcupspringen.
Auch die Norwegerin Silje Opseth leidet mit ihren Kontrahentinnen. Denn am Mitwoch wurde auch Kramers Teamkollegin Jacqueline Seifriedsberger vor dem Abflug positiv getestet.
Schmitt: Althaus "sollte mit Druck umgehen können"
Die Gesamtweltcup-Siebte Opseth meinte bei Eurosport: "Ehrlich gesagt finde ich es schrecklich. Es ist eine Schande. Ich weiß nicht, ob es Worte gibt, um zu beschreiben, was sie jetzt fühlen." Sie könne sich kaum vorstellen, wie sie selbst reagiert hätte. "Ich fühle so sehr mit ihnen. Wir können nur hoffen, dass es ihnen gut geht", sagte die Norwegerin.
Vor allem durch das Fehlen der Gesamtweltcupführenden Kramer ist DSV-Springerin Katharina Althaus laut Schmitt "ein bisschen mehr in die Favoritenrolle" gerückt. "Aber es ist trotzdem kein Freifahrtschein", stellte der ehemalige Skispringer klar. Man müsse darauf achten, dass "man bei sich bleibt und sich auf seine eigene Performance konzentriert. Dann hat man die größte Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Wettbewerb."
Allerdings glaubt Schmitt, dass Althaus mit der erhöhten Erwartungshaltung klar kommt. "Mit dem Druck sollte sie umgehen können. Sie ist schon eine sehr etablierte und erfahrene Sportlerin und hat bei Olympischen Spielen auch schon eine Silbermedaille gewonnen. Letztendlich muss man sich als Sportler auf seinen eigenen Wettkampf konzentrieren", meinte der Eurosport-Experte.
Am 5. Februar wird es für die Skispringerinnen bei Olympia erstmals ernst. Im Wettbewerb von der Normalschanze (ab 11:45 Uhr live bei Eurosport) geht es um die ersten Medaillen.
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Quelle: Eurosport
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