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Skispringen in Oslo - "Ich mache den Scheiß nicht": Raimund verweigert Start bei Windchaos, Springen abgebrochen
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Update 15/03/2026 um 18:10 GMT+1 Uhr
Philipp Raimund verweigerte seinen Sprung, zuvor war Felix Hoffmann knapp einem Sturz entgangen: Das Skisprung-Wochenende am Holmenkollen ist mit einem Eklat zuende gegangen. Trotz gesundheitsgefährdenden Bedingungen zog die Jury einen Durchgang im windingen Oslo durch und bekam in Tomofumi Naito (Japan) einen Sieger. Doch die meisten Springer hatten nur Kopfschütteln für diese Entscheidung über.
Raimund tritt nicht an und steigt in Lift: "Ich mache den Scheiß nicht"
Quelle: Eurosport
Philipp Raimund sah kopfschüttelnd zu, wie Felix Hoffmann wild durch die Luft trudelte und mit Mühe unversehrt landete. Da langte es dem Skisprung-Olympiasieger: Raimund nahm seine Ski, stieg in den Aufzug - und verweigerte sich einem gesundheitsgefährdenden Abenteuer.
Der Weltcup am legendären Holmenkollen endete im Windchaos. Und der deutsche Topmann wollte nicht als Versuchskaninchen für eine rücksichtslose Jury herhalten.
"Ich mache den Scheiß nicht", sagte Raimund, wie in den TV-Aufnahmen deutlich zu hören war.
"Ich habe den Wettkampf lange im Fernsehen angeschaut, es wurde immer wilder und unabsehbarer", ergänzte Raimund in der "ARD": "Als ich dann dem Felix hinterher geschaut habe, war es eine schnelle Entscheidung. Ich springe aus Spaß und nicht, um mir Sorgen um meine Gesundheit machen zu müssen. Ich habe mir gedacht: Also, Leute, ehrlich, ich sehe jetzt nicht, dass ich das unbedingt machen muss."
Trotz kaum noch kontrollierbaren Windgeschwindigkeiten prügelte die Jury um Renndirektor Sandro Pertile und seinen Assistenten Borek Sedlak in Oslo einen Durchgang durch und brach den Wettkampf erst kurz vor Beginn eines zweiten Durchgangs ab. Für die Haltung der Entscheider hatten fast alle Springer nur Kopfschütteln übrig - doch nur Raimund zog seine Konsequenzen.
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Philipp Raimund verweigert seinen Sprung in Oslo und fährt mit dem Lift runter
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Raimund: "Habe diese Saison alles erreicht"
"Es war seine Entscheidung, das finde ich voll in Ordnung", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher: "Es ist für einen Sportler viel schwerer, runterzugehen als runterzuspringen. Respekt dafür."
Bereits an den beiden Tagen zuvor hatte Raimund mit dem tückischen Berg zu kämpfen gehabt und am Samstag als 36. den zweiten Durchgang verpasst - eine Woche nach seinem ersten Weltcupsieg in Lahti.
"Eigentlich geht es für mich um nichts mehr in dieser Saison. Und ich habe mich hier auf der Schanze auch nicht wohl gefühlt", sagte Raimund nach seinem Rückzug, "ich habe diese Saison alles erreicht, was ich erreichen will."
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Windböe erwischt Hoffmann: DSV-Adler verhindert Absturz artistisch
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Hoffmann verhindert Crash mit Mühe
Dass in einem Springen nach dem Zufallsprinzip der japanische Außenseiter Tomofumi Naito vor dem Slowenen Anze Lanisek und dem Finnen Antti Aalto seinen ersten Weltcupsieg feierte, dabei Karl Geiger als Elfter bester Deutscher war, blieb eher eine Fußnote.
Viel wichtiger: Alle Springer kamen heil ins Tal. Und das war angesichts von Hoffmanns hanebüchener Luftfahrt kaum selbstverständlich.
"Ich habe nicht ganz die Kontrolle verloren, aber der Ski hat schon gemacht, was er wollte. Ich bin froh, dass ich auf beiden Füßen ausgefahren bin", sagte der Tourneesechste.
Topspringer um Kobayashi chancenlos
Der derzeit weltbeste Springer Domen Prevc (Slowenien), der bereits am Samstag durch eine Böe den zweiten Durchgang verpasst hatte, wurde Neunter.
Andere Topleute waren völlig chancenlos: Der dreimalige Tourneesieger Ryoyu Kobayashi landete auf Platz 32. Der Schweizer Gregor Deschwanden, der am Samstag gewonnen hatte und mit 35 Jahren zum ältesten Premierensieger im Weltcup geworden war, kam auf Rang 36.
"Es war turbulent, aber so ist es manchmal. An einem Tag gewinnst du, am nächsten verlierst du", sagte Deschwanden sehr diplomatisch. Die Jury hatte Glück, dass niemand mehr als ein gutes Ergebnis verloren hatte.
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(SID)
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"Das ist bitter!" Raimund verpasst 2. Durchgang am Holmenkollen
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