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Pius Paschke auf der Siegesstraße: Oldie fliegt in Ruka allen davon - Andreas Wellinger und Co. staunen nicht schlecht
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Update 01/12/2024 um 11:50 GMT+1 Uhr
Pius Paschke legte den linken Arm um den Weihnachtsmann, den rechten um die Weihnachtsfrau und blickte stolz auf sein Gelbes Trikot. "Wahnsinn, wie es derzeit läuft. Dieses Trikot gibt mir so viel Selbstvertrauen - und es fühlt sich sogar etwas leichter an als die normalen", sagte der Skisprung-Oldie, nachdem er im "Kühlschrank" Ruka seinen Siegeszug eiskalt fortgesetzt hatte.
Makelloses Springen: Paschke gewinnt nächsten Weltcup
Quelle: Eurosport
Dreimal Erster, einmal Zweiter: Inklusive des Mixed in Lillehammer stand Paschke in den ersten vier Wettkämpfen der Saison immer auf dem Podest - das hatten aus deutscher Sicht bislang nur Martin Schmitt 1998 und Markus Eisenbichler 2020 geschafft.
"Bei mir stimmt einfach die Konstanz. Meine Sprünge sind wirklich auf einem hohen Niveau", sagte der 34-Jährige, der in dieser Form sogar ein Kandidat für die nahende Vierschanzentournee ist.
Am finnischen Polarkreis, wo traditionell Santa Claus zur Siegerehrung erscheint, konnten weder der starke Wind noch die Eiseskälte Paschke stoppen. Bei Temperaturen von 15 Grad unter dem Gefrierpunkt holte er am Samstag im dritten Einzel der Saison seinen zweiten Sieg.
Für den Spätberufenen war es der sechste Podestplatz seiner Karriere - vor einem Jahr hatte er ebenfalls in Ruka erstmals auf dem Treppchen gestanden.
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Ski Jumping - Ruka - clip - Paschke's interview (GER)
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Schuster begeistert: "So ist er noch nie geflogen"
Wie unglaublich Paschkes zweiter oder gar dritter Frühling ist, zeigt der Vergleich mit Gregor Schlierenzauer. Beide sind 1990 geboren, aber: Als der Österreicher 2014 seinen 53. Weltcupsieg feierte, hatte Paschke in seiner gesamten Karriere noch keinen einzigen Punkt gesammelt. Schlierenzauer hat längst aufgehört, Paschke startet nun durch.
"So ist er noch nie geflogen. Im Moment ist der die Nummer eins", sagte Ex-Bundestrainer Werner Schuster bei Eurosport über seinen ehemaligen Schützling, und auch der aktuelle Chefcoach Stefan Horngacher lobte: "Ich hoffe, dass er sich an das Gelbe Trikot gewöhnen kann. Er springt auf sehr hohem, stabilen Niveau."
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142 m! Eisenbichler segelt im Finale von Ruka in die Top Ten
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Am besten natürlich auch bei der Tournee, die mit großen Schritten naht. Ob Paschke will oder nicht: Im Kreis der Favoriten fliegt er schon jetzt.
"Pius macht einfach seinen Job. Das hat er sich über viele Jahre hart erarbeitet, er liefert einen Sprung nach dem nächsten. Sensationell", sagte Teamkollege Andreas Wellinger im "ZDF".
Paschke will den Schwung nutzen
Aber natürlich ist da auch die Erinnerung an den vergangenen Winter: Paschke gewann die Generalprobe in Engelberg und fuhr als Dritter des Gesamtweltcups zur Tournee. Dort lief es aber nur mäßig, in Innsbruck verpasste er sogar den zweiten Durchgang, in der Gesamtwertung wurde es am Ende Rang 20.
Zudem waren die bisherigen Stationen Lillehammer und Ruka zwei ausgesprochene Lieblingsschanzen von Paschke. Fakt ist aber auch, dass seine Konstanz in diesem Jahr deutlich höher ist.
Und Alter schützt vor Tournee-Torheiten nicht: Sepp Bradl gewann den Ritt über die Schanzen 1953 mit 35 Jahren, bis heute ist er der älteste Sieger. Zumindest diesen Rekord wird Paschke in diesem Winter nicht knacken können - er wird erst im Mai 35.
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(SID)
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Formkurve zeigt nach oben: Wellinger springt in die Top fünf
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