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DSV-Adler verpatzen WM-Test: Pius Pasche zumindest besser als Noriaki Kasai, aber schlechter als erwartet
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Publiziert 16/02/2025 um 11:22 GMT+1 Uhr
Die DSV-Adler haben den WM-Test ordentlich vermasselt. Im japanischen Sapporo verpasste einmal Pius Paschke das Finale, kam nur auf die Plätze 23 und 31. Andreas Wellinger war der einzige deutsche Lichtblick, er wurde Neunter und wähnte sich in der "richtigen Richtung". Japans Topstar Ryoyu Kobayashi zeigte, wie es geht, und entschied beide Heim-Springen überragend für sich.
DSV-Lichtblick in Sapporo: Wellinger dennoch enttäuscht
Quelle: Eurosport
Der "Kasai von Kiefersfelden" hängte zumindest die japanische Originalversion deutlich ab. 14 Plätze landete Pius Paschke zum Weltcup-Abschluss in Sapporo vor dem 52 Jahre alten Noriaki Kasai - was die deutsche Skisprung-Hoffnung allerdings wenig aufbaute. Denn in der Form der völlig verkorksten Generalprobe wird Paschke bei der anstehenden WM in Trondheim ähnlich viel zu tun haben wie Japans "Flugsaurier" - trotz trotziger Zuversicht.
"Ich habe ein paar positive Sachen gesehen, es geht wieder in die richtige Richtung", sagte der 34-Jährige trotz der indiskutablen Plätze 23 und 31 bei der Flugshow von Japans Topstar Ryoyu Kobayashi, der beide Springen gewann: "Die Trefferquote ist noch nicht so gut. Aber die Sprünge fühlen sich wieder mehr an wie am Anfang des Winters."
Gefühle sind das eine, die Resultate kurz vor den Weltmeisterschaften (26. Februar bis 9. März) das andere: Am Samstag kassierten die DSV-Adler ihr schlechtestes Weltcup-Ergebnis seit 14 Jahren, verpassten zum sechsten Mal in Folge die Top 10. Am Sonntag sorgte immerhin Andreas Wellinger mit Rang neun für einen kleinen Lichtblick - nach Platz vier zur Halbzeit fiel der Olympiasieger aber noch weit zurück.
Nichts ist übrig vom Schwung der ersten Saisonwochen, als alleine Paschke fünfmal gewann. Diesen wollte der Routinier wiederfinden, verzichtete zuletzt auf die Reise nach Lake Placid. "Ich hatte in der Zeit einen sehr guten Lehrgang in Planica", sagte Paschke. Gebracht hat es offenbar wenig.
Paschke dennoch für WM in Trondheim gesetzt
Am Samstag rutschte Paschke nach gutem ersten Sprung (Platz zwölf) weit ab, war aber dennoch bester Deutscher. Am Sonntag reichte es zum dritten Mal in den jüngsten sieben Springen nicht einmal für Durchgang zwei.
Gesetzt für die WM ist Paschke natürlich dennoch. Er, Wellinger sowie die in Sapporo fehlenden Karl Geiger und Philipp Raimund werden in Trondheim dabei sein. Für das fünfte Ticket drängt sich niemand auf - Bundestrainer Stefan Horngacher hat die Wahl der Qual.
Ihm und Paschke bleibt die Hoffnung. Das Beispiel Kobayashi zeigt, dass es ganz schnell ganz weit nach vorne gehen kann. Japans Topstar bekam im Saisonverlauf kaum einen seriösen Sprung hin, stand nie auf dem Podest - und gewann dann zweimal binnen 20 Stunden. Mit nun 34 Weltcupsiegen überholte der 28-Jährige in der "ewigen" Bestenliste Jens Weißflog und ist nun Siebter.
Geschichte schrieb in Sapporo dann doch noch der echte Kasai. Der Dauerbrenner, der in der Qualifikation zum ersten Springen ausgeschieden war, überstand am Sonntag die Vorausscheidung und kam auf Platz 45. Kasai hatte im Dezember 1988 in Sapporo im Weltcup debütiert. Er hält die Rekorde für die meisten Weltcup-Starts (nun 579) sowie als ältester Teilnehmer (52 Jahre), ältester Springer in den Punkten (51), ältester Springer auf dem Podest (44) und ältester Sieger (42).
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(SID)
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Nächster Heimsieg: Kobayashi springt zum Doppelsieg in Sapporo
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