Skispringen - Stefan Horngacher spricht über Abschied vom DSV und neuen Posten in Polen: "Brauchte eine kleine Pause"

Nach sieben Jahren als Skisprung-Bundestrainer verließ Stefan Horngacher den Deutschen Skiverband (DSV) Ende der vergangenen Saison. Im Sommer übernahm der 56-Jährige seinen neuen Job als Koordinator im polnischen Team. Gegenüber "Skijumping.pl" sprach Horngacher über seine Entscheidung: "Nach den Olympischen Spielen war mir klar, dass ich mein Amt als Trainer in Deutschland niederlegen würde."

Stefan Horngacher verließ den DSV nach sieben Jahren als Bundestrainer

Fotocredit: Getty Images

Bereits im Herbst 2025 hatte der Österreicher mitgeteilt, dass er nach der Olympia-Saison aufhören werde. Ein großer Faktor sei dabei gewesen, wieder mehr Zeit für seine Familie zu haben.
Er habe gespürt, dass "ich eine kleine Pause brauchte. Von dieser Arbeit. Dann bekam ich das Angebot hier in Polen. Es ist ein bisschen ein anderer Job und wirklich etwas, das ich tun möchte, etwas, das ich gerne tue."
Daher habe er sich entschieden, "hierher zurückzukehren und diese neue Arbeit anzunehmen. Ich fühle mich damit ganz wohl." Die Entscheidung fiel dabei direkt nach dem letzten Weltcup in Planica. Sein neuer Job sei nun eine "Schnittstelle zwischen Trainer und Sportdirektor".
Sein Ziel in Polen sei es "diese jungen, wirklich talentierten Spieler in Zukunft auf höchstem Niveau zu bringen". Auch eine bessere Struktur in Ausbildung, Technik und einigen organisatorischen Angelegenheiten sei geplant.

Horngacher feiert zahlreiche Erfolge mit DSV

Bereits zwischen 2016 und 2019 hatte Horngacher in Polen wie in Deutschland als Cheftrainer gearbeitet und dabei unter anderem Kamil Stoch 2018 zum Olympiasieg geführt. In dem Interview gestand der ehemalige Skispringer, der in seiner Karriere zwei WM-Titel geholt hatte, dass es auch Angebote aus Deutschland gegeben habe.
"Ich habe mich aber nach den Spielen intensiv mit Adam Malysz ausgetauscht, und wir haben verschiedene Möglichkeiten besprochen, was ich in Polen tun könnte. Letztendlich habe ich mich entschieden, nach Polen zurückzukehren."
Unter Horngacher holten die DSV-Adler zahlreiche Medaillen, darunter mehrere Weltmeistertitel im Team. Philipp Raimund gewann zudem erst Anfang des Jahres bei den Olympischen Spielen Gold von der Normalschanze, Markus Eisenbichler holte etwa Einzel-Gold bei der Nordischen Ski-WM 2019.
Einen deutschen Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee konnte aber auch der Erfolgstrainer nicht holen. Andreas Mitter wurde Anfang April als Nachfolger von Horngacher als Bundestrainer bestätigt.
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Quelle: Eurosport


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