Stefan Horngachers Abschiedssaison - Hoffnungsträger Andreas Wellinger und Philipp Raimund, DSV mit Nachwuchsproblem

Zum Start in seine letzte Saison blickt Stefan Horngacher mit großen Zielen auf die Vierschanzentournee, die Skiflug-WM und Olympia 2026. Die größten Trümpfe des scheidenden Bundestrainers heißen Andreas Wellinger und Sommer-Grand-Prix-Sieger Philipp Raimund, während Routiniers wie Pius Paschke und Karl Geiger ihre Form suchen. Doch hinter dem aktuellen Kernteam klafft eine gefährliche Lücke.

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Quelle: Eurosport

Wünsche für seine letzte Saison hat Stefan Horngacher noch viele. Olympia-Gold, logo. Der ersehnte Triumph bei der Vierschanzentournee, auch klar.
Ganz besonders aber würde sich der Bundestrainer zum Abschied über einen Erfolg bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf freuen. "Gold mit der Mannschaft, das würde mir sehr viel bedeuten", sagt der Österreicher.
Die Ziele sind also groß, wenn am Freitag in Lillehammer die Saison beginnt. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf zwei Namen: Zum einen ist da Andreas Wellinger, der seit Jahren konstanteste DSV-Adler.
Und dann ist da noch Philipp Raimund, der beste Springer des Sommers und einer der wenigen Namen, die auch für die Zeit nach Horngacher derzeit Hoffnung machen.

Raimund im Medaillenmodus

"Ich bin aktuell in der Form, dass ich um Medaillen kämpfen kann. Mit genau dem Gefühl und dem Ziel gehe ich auch in die Wintersaison", sagt Raimund.
Ende Oktober hatte der 25-Jährige den ersten deutschen Gesamtsieg bei der Sommer-Grand-Prix-Serie seit Wellinger zwölf Jahre zuvor perfekt gemacht. Die deutsche Nationalhymne würde er gerne öfter hören, sagte er danach.

Wellinger sucht Form, Paschke hofft auf starken Saisonauftakt

In der Vergangenheit war für Hymnen meist Wellinger zuständig, in der Vorbereitung suchte der zweimalige Olympiasieger aber noch nach seiner Form. Mit Spannung erwartet wird zudem der Saisonstart von Pius Paschke.
Der Routinier hatte im vergangenen Winter gleich das erste Springen in Lillehammer gewonnen, danach weckte er mit fünf Siegen in den ersten acht Wettkämpfen Hoffnungen auf den ersten Tournee-Sieg seit Sven Hannawalds Vierfach-Triumph 2001/02. Doch daraus wurde wieder einmal nichts.

Geiger und Hoffmann runden Team ab

Komplettiert wird das DSV-Team vom im Sommer formschwachen früheren Skiflug-Weltmeister Karl Geiger und Felix Hoffmann, der sich seit Ende Oktober etwas überraschend deutscher Meister nennen darf.
Da Horngacher in der ersten Saisonphase nur fünf Springer nominieren darf, stellte sich das Team quasi von selbst auf.

DSV-Nachwuchsproblem bleibt

Denn hinter dem Quintett klafft weiter eine Lücke, die dringend gefüllt werden muss. Auch nach dem Rücktritt von Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe liegt der Altersschnitt durch Paschke (35), Geiger (32), Wellinger (30), Hoffmann (28) und Raimund (25) zu hoch.
Adrian Tittel (21), der als Junioren-WM-Dritter nur in der vergangenen Saison einen Weltcup-Startplatz sicher hatte, ist noch zu weit weg.

Horngacher will letzte Saison mit Erfolg krönen

Um solche Fragen wird sich in erster Linie der Nachfolger von Horngacher kümmern müssen, viel spricht derzeit für Thomas Thurnbichler. Der Österreicher ist erst im April in die zweite Reihe des DSV gewechselt, zuvor war er wie einst Horngacher Chefcoach in Polen.
Doch noch hält Horngacher die Fäden in der Hand. "Wir werden alles dafür tun, dass seine letzte Saison eine erfolgreiche wird", sagt Wellinger. Ziele gibt es jedenfalls genug.
(SID)
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Geiger exklusiv: "Mein Gesamtpaket stimmt noch nicht"

Quelle: Eurosport


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