Thomas Diethart setzte sich am Samstag mit Sprüngen auf 115 Meter und 112,5 Metern mit 256,2 Punkten ganz knapp vor Landsmann Clemens Aigner (255,4) durch. Auf Rang drei sprang der Thüringer Felix Hoffmann (254,2).
Am Sonntag standen erneut die drei auf dem Podest, allerdings in anderer Reihenfolge. Diethart belegte mit 266,0 Punkten hinter Aigner (281,9) und Hoffmann (271,7) Platz drei.
Für Diethart waren es die ersten Wettkampfsprünge seit über vier Jahren. Anfang Juli 2017 bestritt er den FIS-Cup in Villach. Rund drei Monate später scheiterte er in der Qualifikation zum Sommer Grand Prix in Hinzenbach. Es sollten keine weiteren Sprünge auf FIS-Niveau folgen, denn im November desselben Jahres machte ein dramatischer Sturz den Traum von der Rückkehr auf die große Bühne je zunichte.
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Beim Training in Ramsau am Dachstein verlor Diethart in der Luft die Kontrolle über seine Ski und krachte auf den Aufsprunghang. Der Vierschanzentournee-Sieger von 2013/2014 verlor kurzzeitig das Bewusstsein und musste auf die Intensivstation gebracht werden.

Diethart verlor bei Trainingssturz Geruchs- und Geschmackssinn

Diethart erlitt eine schwere Gehinerschütterung, eine Einblutung ins Gehirn, eine Lungenquetschung und zog sich zudem schwere Gesichtsverletzungen zu. Es war bereits der dritte Sturz innerhalb von gut zwei Jahren.
Zudem verlor der Olympia-Silbermedaillengewinner von 2014 den Geschmacks- und Geruchssinn.
Im April 2018 beendete er seine aktive Karriere und begann eine Trainerlaufbahn.

Thomas Diethart

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Diethart verkündet im Juni sein Comeback: "Physisch fit wie immer"

Über drei Jahre später verkündete Diethart seine Rückkehr auf der Schanze. Am 6. Juni postete der 29-Jährige auf Instagram ein Bild von sich mit Skiern vor den Schanzen von Tschagguns und schrieb: "Ich verkünde mein Comeback. Physisch fit wie immer und mental vorbereitet."
Ob sein Weg tatsächlich wieder zurück in den Weltcup führt und womöglich gar zur Vierschanzentournee, bei der er mit seinem Sieg vor knapp acht Jahren für eine der größten Skisprung-Sensationen sorgte, bleibt abzuwarten.
Der Start in Einsiedeln war in jedem Fall schon einmal vielversprechend.
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