Die Lehren von Martin Schmitt: Gelbes Trikot beflügelt Pius Paschke, Kampfrichter "haben noch Nachholbedarf"

Pius Paschke schnappte sich beim Springen im polnischen Wisla seinen dritten Weltcupsieg in dieser Saison und den vierten seiner Karriere. Dabei wurde der deutsche Überflieger laut Martin Schmitt im Finaldurchgang sogar von den Kampfrichtern benachteiligt. Der Eurosport-Experte hat für die Regelhüter gleich noch einen Rat parat und geht auf die sensible Grundvoraussetzung für gute Sprünge ein.

Drei Lehren aus Wisla: Liebe Kampfrichter, da müsst ihr nochmal ran

Quelle: Eurosport

Pius Paschke gelingt in der noch jungen Skisprungsaison fast alles. Der dritte Saisonsieg des Deutschen nötigt Eurosport-Experte Martin Schmitt großen Respekt ab.
"Wahnsinn, Pius ist in einer absoluten Topform", sagte Schmitt in seiner Analyse des Wochenendes. Das gelbe Trikot des Gesamtführenden mache den 34-Jährigen noch stärker. "Gelb verleiht Flügel, Paschkes Stabilität ist sein Trumpf", so Schmitt.
Dabei waren die Kampfrichter in Schmitts Augen beim Sieger vom Sonntag besonders kritisch.
"Pius setzt bei seinem zweiten Sprung einen Telemark und bekommt eine 18,5. Einer traut sich sogar, eine 18 zu geben. Und das bei einem sehr sauberen Sprung im hohen Weitenbereich mit starker Landung", sagte er.
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Paschke nach Sieg begeistert: "Heute war Wahnsinn"

Quelle: Eurosport

Schmitt: Kampfrichter mit Nachholbedarf

Generell missfällt dem vierfachen Weltmeister und Olympiasieger von 2002 die Bewertung der Sprünge. Schmitt wandte sich in seiner Analyse daher direkt an die Kampfrichter.
"Ihr habt mit relativ viel Tamtam neue Regeln eingeführt, wo ihr den Sprung und die Landung noch ein bisschen mehr auseinandernehmen und die Springer noch ein bisschen mehr bestrafen könnt. Schaut euch alle mit 18,5 bewerteten Sprünge des Wochenendes nochmal an und vergleicht sie. Die Springer machen Videoanalyse, also macht Ihr das bitte auch. Da ist noch keine Linie drin, da habt Ihr noch Nachholbedarf."
Zudem stellte Schmitt die Schwierigkeit der Springer, die richtige Anfahrtsposition zu finden, heraus.

Jetzt Heimspiel in Titisee-Neustadt

"Die Anfahrtsposition ist so sensibel. Jede Schanze ist anders mit unterschiedlichen Radien und unterschiedlichen Spuren. Sich darauf einzustellen, ist eine große Herausforderung. Nächstes Wochenende ist es wieder anders: keine künstliche Anlaufspur, sondern Naturschnee. Steiler Anlauf, enger Radius", verdeutlichte Schmitt.
Am kommenden Wochenende stehen für Pius Paschke und die anderen deutschen Springer ein echtes Highlight an: Der Weltcupzirkus macht in Titisee-Neustadt erstmals in dieser Saison Station in Deutschland (13. bis 15. Dezember live und auf Abruf bei discovery+).
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Horngacher voll des Lobes für Paschke: "Auf einem super Weg"

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