Pius Paschke feiert beim Weltcup in Wisla schon seinen dritten Saisonsieg - Andreas Wellinger verbessert sich

Pius Paschke bleibt der Überflieger der noch jungen Skisprung-Saison. Der 34-Jährige gewann am Sonntag das zweite Einzelspringen in Wisla und feierte damit bereits seinen dritten Sieg in diesem Winter. Paschke verwies nach Flügen auf 136 und 133,5 m (298,6 Punkte) Jan Hörl (290,1) und Stefan Kraft (286,1/beide Österreich) auf die Plätze zwei und drei und baute seine Führung im Gesamtweltcup aus.

Dritter Streich! Paschke wehrt die ÖSV-Angriffe in Wisla ab

Quelle: Eurosport

Nachdem Pius Paschke ein weiteres Mal die Skisprung-Welt auf den Kopf gestellt hatte, geriet der sagenhafte Spätstarter selbst ganz kurz aus dem Gleichgewicht.
Im Überschwang seines Traumflugs zum dritten Saisonsieg haute es den 34-Jährigen im Auslauf der Malinka-Schanze prompt auf den Hosenboden. Es blieb der einzige kleine Wackler an einem traumhaften Wochenende im polnischen Wisla, mit dem sich der Weltcup-Spitzenreiter immer mehr zum Tournee-Favoriten mausert.
"Das ist richtig cool. Heute war einfach Wahnsinn. Gestern lief es schon gut, aber mit ein paar Dingen war ich nicht ganz zufrieden. Dafür hat die Umsetzung heute perfekt gepasst. Umso schöner, wenn es dann so aufgeht und am Ende ein Sieg dabei herausspringt", sagte Paschke im Eurosport-Interview in seiner gewohnt gelassenen Art.
Dabei hätte er jeden Grund zur Euphorie: Von der Malinka-Schanze sprang Paschke in sensationeller Form auf 136,0 und 133,5 m, mit 298,6 Punkten lag er umgerechnet fast fünf Meter vor dem zweitplatzierten Österreicher Jan Hörl (290,1). Dessen Landsmann Stefan Kraft (286,1) kam auf Platz drei.
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Pius Paschke jubelt über den Sieg in Wisla

Fotocredit: Getty Images

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Drei Lehren aus Wisla: Liebe Kampfrichter, da müsst ihr nochmal ran

Quelle: Eurosport

Paschke auf den Spuren von Schmitt

"Er hat erneut großartige Sprünge gezeigt, ist auf einem tollen Weg und in voll in Form", schwärmte Bundestrainer Stefan Horngacher am Eurosport-Mikrofon von seinem Schützling. Die Fakten unterstreichen das.
Drei Saisonsiege in den ersten sechs Springen - das hatte als zuvor letzter DSV-Adler Martin Schmitt vor 24 Jahren geschafft. In fünf von sechs Wettbewerben stand Paschke, in Wisla im ersten Springen am Samstag schon Dritter, auf dem Podest.
Auf allen drei Schanzen seit Saisonstart - in Lillehammer, Kuusamo und Wisla - siegte Paschke. Und den Weltcup führt er von Tag eins an.
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"Unfassbar!" Paschke trotzt Bedingungen und fliegt überlegen zum Sieg

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Klingenthal vor der Brust, Tournee im Kopf

Nur noch ein "bisserl mehr Selbstverständnis", würde sich Horngacher von seinem stillen Topspringer wünschen. Der Trainer selbst will sich vom Höhenflug Paschkes aber nicht zu sehr emotionalisieren lassen: "Das Prickeln kommt bei der Tournee."
Mit der Abreise aus Skandinavien geht es für die DSV-Adler schon in den Anlauf Richtung eben jener Vierschanzentournee.
Am kommenden Wochenende steht der erste Heim-Weltcup in Klingenthal an, danach schon die Generalprobe in Engelberg. Und gleich nach Weihnachten ruft Oberstdorf - wohl zum ersten Mal mit Paschke als Tournee-Favorit.
Die Vorfreude auf den Heim-Weltcup in Klingenthal ist beim Routinier bereits groß. "Ich bin dort immer gerne gewesen und freue mich auf den ersten Weltcup daheim. Das ist eine sehr schöne Schanze mit altem Profil und einer normalen Schneespur", so Paschke.
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Paschke nach Sieg begeistert: "Heute war Wahnsinn"

Quelle: Eurosport

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Horngacher voll des Lobes für Paschke: "Auf einem super Weg"

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Wellinger und Geiger mit ansteigender Form

Er habe sich "eingegroovt", unterstrich "PP" weiter. Und derzeit sieht wenig danach aus, als könnte er bis zum Tournee-Auftakt am 29. Dezember in Oberstdorf seinen Rhythmus verlieren.
Den finden Paschkes Teamkollegen nur langsam - oder suchen ihn noch. Andreas Wellinger zeigte sich als Siebter gegenüber dem Vortag (22.) klar verbessert.
Aufwärts geht es auch bei Karl Geiger (Oberstdorf), der fünfmalige Weltmeister bestätigte nach Platz acht im ersten Springen mit Rang 14 seinen Trend.
"Andi Wellinger ist heute deutlich besser gesprungen, und auch Karl Geiger kommt langsam in Fahrt. Ein, zwei kleine Schnitzer hatten wir zwar noch, aber das gehört dazu. Jetzt gilt es, uns für den Heim-Weltcup gut aufzustellen und wieder starke Leistungen zu zeigen", erklärte Bundestrainer Horngacher.
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Schritt nach vorne: Wellinger springt in Wisla in die Top Ten

Quelle: Eurosport

Eisenbichler in der Krise

In Paschkes Schatten geht die Krise eines hochdekorierten Routiniers fast unter: Markus Eisenbichler, der nach einem komplett verkorksten Winter 2023/24 ins Weltcup-Team zurückgekehrt war, hatte sich zuletzt nach Platz acht in Kuusamo wieder auf dem Weg zu alter Stärke gewähnt.
Pustekuchen: Nach Rang 43 im zweiten Kuusamo-Springen gab es in Wisla Platz 40 und 38 damit dreimal das Aus im ersten Durchgang in Serie - bis zur Tournee wird die Zeit für "Eisei" knapp.
(mit SID)
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136 Meter! Paschke hält ÖSV-Trio in Durchgang eins auf Distanz

Quelle: Eurosport


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