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Schmitt ordnet Traumstart der DSV-Adler um Paschke und Wellinger ein: "Man darf sich keinen Illusionen hingeben"
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Update 06/12/2024 um 14:19 GMT+1 Uhr
Die DSV-Adler haben mit klasse Auftritten an den ersten beiden Wochenenden in Lillehammer und Ruka ein Ausrufezeichen gesetzt. Zusammen mit den Österreichern um Überflieger Stefan Kraft dominiert das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher den Weltcup. Eine bemerkenswerte Frühform, die aber die Frage aufwirft: Kommt das Hoch zu früh in der Saison? Martin Schmitt hofft, dass es nicht so ist.
Sieg nach Abbruch: Wellinger holt ersten Saisonerfolg
Quelle: Eurosport
Drei Siege, fünf Podien, neun Top-Ten-Platzierungen, dazu das Gelbe Trikot und Platz zwei im Nationen Cup - die deutschen Skispringer stehen nach vier Weltcup-Wettbewerben sensationell gut da.
"Meine Hoffnung war, dass vielleicht einer aus dem DSV-Team ganz vorne mitspringen kann und einer sich in den Top Ten bewegt", sagt der zweimalige Gesamtweltcupsieger Martin Schmitt im Gespräch mit Eurosport.de.
Die Erwartungen der deutschen Skisprung-Legende wurden deutlich übertroffen: Pius Paschke trägt das Gelbe Trikot, Andreas Wellinger (Sieger beim zweiten Springen in Ruka) und Karl Geiger finden sich auf Position fünf beziehungsweise acht im Ranking.
Die Tatsache, dass Markus Eisenbichler nach einer Formkrise sein Comeback im Weltcup gab und in Ruka schon das erste Top-Ten-Ergebnis einheimste, kommt als Bonus oben drauf.
Schmitt: "Bei Tournee wird es enger und kompetitiver"
Die Schwierigkeit im DSV-Lager besteht nun darin, das Level zu halten. Zunächst beim Weltcup an diesem Wochenende im polnischen Wisla, perspektivisch mindestens bis zur Vierschanzentournee, die Ende Dezember in Oberstdorf beginnt.
"Man darf sich keinen Illusionen hingeben. Das wird schwer", betont Schmitt. Es werde "mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Tournee viel enger und kompetitiver zugehen, das Niveau generell steigen".
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"Wunderbar!" Paschke verteidigt Gelbes Trikot
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Dennoch sei es unbestreitbar von "Vorteil, wenn man vom Beginn des Winters weg das Niveau mitbestimmen kann", führt der 46-Jährige aus.
Eine falsche Saisonplanung sehe er keinesfalls. "Was das Training, die Vorbereitung und Ausrichtung anbelangt, lag der Fokus im deutschen Team nicht darauf, gleich am ersten Wochenende die Welt einzureißen. Die Konzentration gilt - wie bei den anderen Nationen - den Saisonhöhepunkten und da zuerst der Vierschanzentournee", weiß Schmitt.
Beim Traditionsevent um den Jahreswechsel herum wollen die DSV-Adler die 23-jährige Durststrecke beenden und erstmals seit Sven Hannawald 2002 wieder den Sieger stellen.
DSV contra ÖSV - das prägende Duell des Winters?
In milderer Form gilt das auch für die ÖSV-Auswahl, die seit zehn Jahren auf einen Champion wartet. Aktuell dominieren die beiden Gastgeberländer der Tournee das Geschehen in fast beängstigender Manier. Die Top 6 der Weltcupwertung besteht ausschließlich aus deutschen und österreichischen Springern. Alle zwölf Podiumsplätze der bisherigen vier Wettkämpfe wurden von den DSV- und ÖSV-Adlern beansprucht.
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Ski Jumping - Ruka - Final - clip - Wellinger's interview (GER)
Quelle: Eurosport
Ein Duell, das den gesamten Winter prägt? "Deutschland und Österreich haben ein tolles Niveau, gar keine Frage - aber dermaßen dominant wie bislang wird es wohl nicht bleiben", glaubt Eurosport-Experte Schmitt.
Er geht davon aus, dass "diese beiden Teams stark bleiben und das Niveau weiterhin mitbestimmen", aber: "Die anderen Mannschaften werden aufholen. Die Norweger sind an den ersten beiden Wochenenden unter Wert rausgegangen. Vielleicht wollten sie es zu sehr nach der guten Vorbereitung und einer hohen Erwartungshaltung. Gerade Kristoffer Eriksen Sundal und Marius Lindvik traue ich zu, zur Spitze aufzuschließen. Die Slowenen werden sich steigern, Ryoyu Kobayashi aus Japan ebenso."
Polens Adler flügellahm: "Lief nicht alles nach Wunsch"
Die größten Probleme im Kreis der arrivierten Skisprung-Nationen scheint Polen zu haben, die nicht einen Athleten in den Top 20 haben.
"Keine einfache Situation", befindet Schmitt: "Es lief nicht alles nach Wunsch. Kamil Stoch hatte eine Verletzung im Herbst, Piotr Zyla in der Vorbereitung im Sommer eine Operation. Das Team kämpft, investiert viel, versucht näher heranzukommen."
Das Heimspringen in Wisla sei vor diesem Hintergrund extrem wichtig für die polnischen Athleten um Kamil Stoch, Dawid Kubacki und Pawel Wasek.
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Ski Jumping - Ruka - Final - clip - Paschke's interview (GER)
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Die deutsche Mannschaft kann die Springen auf der Adam-Malysz-Schanze indes relativ entspannt angehen. Das Ziel der DSV-Adler aber ist es, den "genialen Start", wie Schmitt es nennt, auszubauen und noch möglichst lange in der Thermik des Erfolgs zu segeln.
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Makelloses Springen: Paschke gewinnt nächsten Weltcup
Quelle: Eurosport
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Ski jumping - Feature - ITW Arvid Endler - flying specialist from polish team
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