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WM Oberstdorf: Markus Eisenbichler bringt mit Schuhplattler die Schanzen-Party in Gang
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Publiziert 01/03/2021 um 13:32 GMT+1 Uhr
Das überraschende Gold im Mixed bei der Heim-WM in Oberstdorf war für die deutschen Skispringer eine Erlösung. Markus Eisenbichler war dabei nicht nur auf der Schanze ein wichtiger Faktor. Auf der Großschanze können Karl Geiger und Eisenbichler nun ohne Druck angreifen. Die Erwartungen sind aber natürlich ebenfalls gestiegen. Zudem geht Eisenbichler als Titelverteidiger an den Start.
Markus Eisenbichler ist bei der WM-Entscheidung auf der Großschanze Titelverteidiger
Fotocredit: Getty Images
Den Gold-Coup im Allgäu feierte Markus Eisenbichler stilecht in der Lederhose. "Ich ziehe die Lederbixn an. Die habe ich mitgenommen, falls wir eine Medaille machen", sagte der Urbayer und freute sich auf "ein, zwei" Bier in kleiner Runde, ehe er am Ruhetag der WM ein wenig die Beine ausstrecken durfte. Wieder ernst wird es in Oberstdorf mit den Entscheidungen von der Großschanze schließlich schnell genug.
Die Mini-Party in seiner Krachledernen hatte sich Eisenbichler wahrlich verdient: Der unerwartete Triumph mit dem Mixed-Team machte den 29-Jährigen zum erfolgreichsten deutschen Skispringer der WM-Geschichte, knapp vor Martin Schmitt.
Fünf Goldmedaillen nennt der "Eisei" nun sein Eigen, der Erfolg am Sonntag stach dennoch heraus. "Das ist fast schon die schönste Medaille, die ich bisher gemacht habe", sagte der DSV-Adler stolz.
Großen Anteil an der goldenen Vorstellung hatte Eisenbichler nicht nur auf der Schanze. Schon bei der Team-Vorstellung hatte er einen Schuhplattler aufgeführt, die gute Laune färbte prompt auf Katharina Althaus und Anna Rupprecht ab. Die im Einzel noch etwas enttäuschenden Frauen wuchsen mit ihren wohl besten Flügen des gesamten Winters im Wettkampf über sich hinaus.
Eisenbichler pushte Althaus und Rupprecht vor dem Mixed
"Wenn man mit einem Eisenbichler in der Kabine ist, ist das auch für die Mädels ganz cool. Der Eisei hat immer ganz gute Sprüche auf Lager und lockert das Ganze auf", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher mit einem Grinsen. Eisenbichler selbst gab zu, den DSV-Damen durchaus ins Gewissen geredet zu haben: "Ich kann schon ein bisschen hart sein. Aber ich versuche zu pushen und habe gewusst, die nehmen sich das zu Herzen."
In der zweiten WM-Woche gehen Eisenbichler und Karl Geiger sowie Althaus und Anna Rupprecht aber wieder getrennte Wege. Dank Mixed-Gold und Einzel-Silber durch Geiger ist der ganz große Druck zwar bereits abgelegt, dennoch sind die Erwartungen groß.
Schließlich geht Eisenbichler als Titelverteidiger an den Start, auf die Frauen wartet am Mittwoch (17:15 Uhr live im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!) sogar die lang ersehnte WM-Premiere auf dem großen Bakken.
"Wenn man zwei Medaillen hat, kann man viel lockerer an die Sache herangehen. Dennoch müssen wir mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben", sagte Horngacher.
Frauen-Trainer Bauer freut sich auf die Großschanze: "Dafür haben wir jahrelang gekämpft"
Und auch sein Kollege Andreas Bauer versprach, den Schwung mitnehmen zu wollen. "Wir wollen jetzt alles raushauen. Wir freuen uns auf unsere Premiere, dafür haben wir jahrelang gekämpft", sagte der Frauen-Bundestrainer.
Und Markus Eisenbichler? Der Titelverteidiger sieht sich auch in der zweiten WM-Woche vor allem als Teamplayer. "Wenn Karl eine Medaille holt, freue ich mich genauso, wie wenn ich eine hole", sagte der Mannschafts-Weltmeister von 2019: "Denn das ist für das ganze Team drumherum, das sich jeden Tag für uns den Arsch aufreißt."
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(SID)
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