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Skisprung-WM 2023: Katharina Althaus befindet sich auf Thomas Morgensterns Spuren - DSV-Star "wie im Traum"
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Publiziert 28/02/2023 um 13:11 GMT+1 Uhr
Katharina Althaus geht auf Rekordjagd: Am Mittwoch winkt der Schanzen-Queen ihr viertes WM-Gold in Planica. Die Überfliegerin fühlt sich "wie im Traum", während sie auf den Gold-Rekord des ehemaligen ÖSV-Adlers Thomas Morgenstern zusteuert. Eurosport-Experte Martin Schmitt sieht perfekte Voraussetzungen für die Oberstdorferin, die vor rund einem Jahr noch an einen Rücktritt dachte.
Schmitt glaubt an viertes Gold für Althaus: "Sie hat keine Schwäche"
Quelle: Eurosport
Katharina Althaus hat auch nach drei Goldmedaillen nicht genug, ihr Verlobter dagegen schon.
"Mein Freund würde sich mal über Bronze freuen, weil wir die noch nicht daheim hängen haben", sagte die Skisprung-Queen von Planica vor ihrem letzten WM-Auftritt, grinste breit und machte dann einen Rückzieher: "Nein, war nur ein Spaß." Gold Nummer vier darf es am Mittwoch (17:30 Uhr live bei Eurosport und discovery+) dann doch gerne sein.
Und die Chancen stehen nicht schlecht. "Ich freue mich auf die große Schanze. Die liegt mir eigentlich mehr als die kleine", sagte Althaus am Montag bei einem Sponsorentermin (Viessmann) vor dem abschließenden Einzel-Wettkampf.
Auch für Eurosport-Experte Martin Schmitt ist Althaus auf der Großschanze "noch stärker einzuschätzen" als auf der Normalschanze: "Auf der kleinen kam sie mit ihrem Sprung an die Grenzen, weil sie sehr aggressiv springt. Das geht auf der großen Schanze schon eher”, sagte der 45-Jährige im Anschluss an die Qualifikation, die Althaus souverän gewann.
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"Job erledigt!" Althaus gewinnt Qualifikation von der Großschanze
Quelle: Eurosport
Für Althaus sei der große Bakken "ein bisschen eine Fliegerschanze, da kann man richtig Vollgas geben". Und Vollgas geben ist schließlich eine Art Hobby der Oberstdorferin.
Althaus greift nach Bestmarken
Die Folge sind gleich mehrere Rekorde, die Althaus winken. Vier Goldmedaillen bei einer WM hat als einziger Deutscher bislang Kombinierer Johannes Rydzek 2017 in Lahti geschafft, im Skispringen sind dreimal Gold und einmal Silber durch Thomas Morgenstern 2011 die Bestmarke. Der Österreicher ist mit insgesamt acht WM-Titeln auch der erfolgreichste Weitenjäger der Geschichte - diese Marke kann Althaus nun ebenfalls einstellen.
"Ich glaube, die Statistik hat sie nicht im Kopf. Aber sie wird natürlich im Kopf haben, dass sie etwas Historisches schaffen kann”, sagt Schmitt, der an Althaus den großen Wurf zutraut: "Die Form stimmt, sie kommt gut zurecht mit der Schanze. Es ist angerichtet."
Für die Oberstdorferin läuft es bisher "wie im Traum", dabei dachte sie vor einem Jahr schon an ein Karriereende. "Ich war schon so weit, dass ich gesagt habe: Ganz so ewig mache ich nicht mehr", sagte sie im April 2022. Die Aussicht auf eine Vierschanzentournee für Frauen und das erste Skifliegen, das im März in Vikersund ansteht, bewirkten jedoch ein Umdenken.
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"Bestes Team aller Zeiten": Althaus schwärmt nach Mixed-Gold
Quelle: Eurosport
Traumflüge mit historischen Ausmaßen
Den Lohn holt Althaus nun in Planica ab. Ihr zweiter Sprung im Mixed, der entscheidend für den Gold-Triumph war, ging ebenfalls in die Geschichte ein: Die Olympia-Zweite bekam zweimal die Haltungsnote 19,5, in die Wertung gingen 57,5 Zähler ein.
Dies bedeutete die drittbeste Punktzahl in der Historie des Frauen-Skispringens, in der noch nie eine 20,0 vergeben wurde. Nur die Amerikanerin Sarah Hendrickson sprang 2012 und 2013 noch eleganter.
Noch zwei solche Traumflüge, und ihr Verlobter Patrick Schmid wird sich wohl mit einer weiteren Goldmedaille anfreunden müssen. Er wird es verschmerzen können, Bruder Julian Schmid hat am Mittwoch mit der Staffel der Kombinierer schließlich ebenfalls Gold statt Bronze im Visier.
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(SID)
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Geiger und Freitag im Doppel-Interview: "Althaus war der Gamechanger"
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