Champions of Champions: Judd Trump glänzt mit Maximum Break im Finale - doch O'Sullivan triumphiert
Judd Trump hat beim Champion of Champions 2022 im Finale gegen Ronnie O'Sullivan ein Maximum Break erzielt. Im achten Frame des Endspiels zeigte Trump seine insgesamt siebte im Fernsehen übertragene 147. Zuvor hatte der 33-Jährige allerdings schon mehr oder weniger aussichtslos 1:6 zurückgelegen. Trump kämpfte sich ran, doch am Ende sicherte sich The Rocket zum vierten Mal den Titel (10:6).
Judd Trump
Fotocredit: Eurosport
Judd Trump hat im Finale des Champion of Champions gegen Ronnie O'Sullivan ein außergewöhnliches Maximum Break geschafft - mehr oder weniger aus dem Nichts.
Seine 147 im achten Frame war erst das zweite Maximum Break in der Geschichte des erst seit 2013 wieder jährlich ausgetragenen Turniers, nachdem Mark Selby 2018 gegen Neil Robertson dasselbe Kunststück gelungen war.
Trump lag bei seinem Maximum bereits 1:6 zurück, nachdem ihm zuvor kaum etwas gelungen war - umso überraschender die Leistungssteigerung im achten Frame.
Nach einer dünnen Roten gewann der 33-Jährige zunehmend an Sicherheit und lochte 15-mal schwarz. Der Schlüsselmoment: ein toller Stoß, mit dem Trump einen Fünferpack Rote öffnete.
O'Sullivan zum vierten Mal Champion of Champions
Das Publikum im University of Bolton Stadium honorierte Trumps Maximum mit großem Applaus. O'Sullivan bliebt dagegen auf seinem Stuhl sitzen, gratulierte nicht direkt, wie bei einer 147 normalerweise üblich.
Trump gewann auch noch den neunten Frame. Mit 3:6 ging es in die Abendsession, die O'Sullivan mit 4:3 für sich entschied und nach dem 10:6 zum vierten Mal nach 2013, 2014 und 2018.
Beim Champion of Champions treten 16 Turniersieger des vergangenen Jahres gegeneinander an. Das Einladungsturnier wurde 1978 und 1980 ausgetragen und im Jahr 2013 wiederbelebt. Seit 2021 findet es in Bolton statt.
Trump mit schwerem Weg ins Endspiel
Der an Zwei gesetzte Weltmeister O'Sullivan hatte sich zuvor gegen Gibraltar-Open-Sieger Robert Milkins (4:2), German-Masters-Sieger Zhao Xintong (6:1) und den 2021er European-Masters-Sieger Fan Zhengyi (6:2) durchgesetzt.
Der Weg von Titelverteidiger Trump ins Finale führte über Scottish-Open-Sieger Luca Brecel (4:2), Northern-Ireland-Open-Sieger Mark Allen (6:1) und Mark Selby (6:3), der sich als einziger Spieler ohne Turniersieg übers Ranking qualifiziert hatte.
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